{"id":53163,"date":"2026-01-27T10:50:20","date_gmt":"2026-01-27T09:50:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20004-722\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:21","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:21","slug":"20004-722","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20004-722\/","title":{"rendered":"StSP Indikatoren nachhaltige Landnutzung: Indikatorgest\u00fctzte Bewertung der Nachhaltigkeit in spezialiserten Gr\u00fcnland-Futterbaubetrieben &#8211; Stickstoff- und Energieeffizienz"},"content":{"rendered":"<p>Nachhaltigkeitsindikatoren der Gr\u00fcnlandnutzung<\/p>\n<p>Kurzfassung:Die Arbeit besch\u00e4ftigt sich mit einer ?Indikatorgest\u00fctzten Bewertung der Nachhaltigkeit in spezialisierten Milchvieh-Futterbau-Betrieben? mit besonderem Schwerpunkt der Stickstoff- und Energieeffizienz. Das Thema ist eingebettet in den von der DBU eingerichteten Stipendienschwerpunkt: ?Entwicklung von Indikatoren f\u00fcr eine nachhaltige Landnutzung?. Ausgehend vom Brundtland-Report (WCED, 1987) und der Agenda 21 hat sich der Begriff der Nachhaltigkeit mit der Forderung nach einem \u00f6kologisch, \u00f6konomisch und sozial verantwortlichen Umgang mit den verf\u00fcgbaren Ressourcen, zu einem Leitkonzept der Landnutzung entwickelt. F\u00fcr den Einsatz in der Praxis und zur Konkretisierung des Begriffes bedarf es repr\u00e4sentativer Indikatoren, welche den Status quo und Schwachstellen in den einzelnen Betriebsbereichen aufzeigen und diese aus Sicht der Nachhaltigkeit interpretierbar machen. Die Entwicklung von Gesamt-Betriebs-Modellen, z.B. REPRO (H\u00dcLSBERGEN &#038; DIEPENBROCK, 1997) oder DAFOSYM (ROTZ ET AL., 1999), f\u00fcr wissenschaftliche Fragestellungen und den Einsatz in der landwirtschaftlichen Praxis dient der Simulation von in Modellregionen ermittelten Daten (z.B. N-Projekt Karkendamm, Deutschland; De Marke, Niederlande) auf andere Regionen, um somit kosteng\u00fcnstig Szenarien f\u00fcr eine nachhaltige Bewirtschaftung durchzuf\u00fchren. Besonders f\u00fcr die Verkn\u00fcpfung der Teilkomponenten im Stickstoff (N)-Kreislauf spezialisierter Milchvieh-Futterbaubetriebe und der Grundfutterproduktion kann auf die Verwendung ausreichend genauer Modelle nicht verzichtet werden. Die Gr\u00fcnlandnutzung macht mit rund 30% der landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4che in Deutschland einen erheblichen Fl\u00e4chenanteil aus; so werden derzeit rund 5 Mio. ha deutschlandweit als absolutes bzw. fakultatives Gr\u00fcnland genutzt. Neben reinen Gr\u00e4serbest\u00e4nden, r\u00fccken Low-Input-Systeme (leguminosenbasierte Produktionssysteme) angesichts des zunehmenden Kostendrucks und der \u00f6kologischen Konsequenzen des hohen Minerald\u00fcngereinsatzes vermehrt ins Interesse einer nachhaltigen Bewirtschaftung. In Nordwesteuropa spielen dabei wei\u00dfkleebasierte Best\u00e4nde die gr\u00f6\u00dfte Rolle, zumal in der wissenschaftlichen Literatur hohe Ertragsleistungen und Futterqualit\u00e4ten dieser Mischbest\u00e4nde dokumentiert sind. Die Hauptnutzungsformen intensiver Gr\u00fcnlandbewirtschaftung stellen M\u00e4hweide-, Schnitt- und Weidesysteme (Umtriebsweiden, M\u00e4hstandweiden und Portionsweiden) dar. In Form einer umfangreichen Literaturrecherche wurde bisher die Bewertung der Nachhaltigkeit verschiedener intensiver Gr\u00fcnlandnutzungssysteme am Vergleich Weidehaltung und Schnittnutzung untersucht. Die Arbeit l\u00e4sst sich wie folgt zusammenfassen:-Die intensive Gr\u00fcnlandbewirtschaftung von Deutsch-Weidelgras-Wei\u00dfklee   Pflanzengesellschaften zur Erzeugung von Milch und Fleisch wird zunehmend durch neue Rahmenbedingungen (Novellierung der D\u00fcngerverordnung, Cross Compliance) beeinflusst. -Die Weide gilt als optimales Haltungsverfahren f\u00fcr Rinder aus Sicht der Tiergerechtigkeit und zeigt \u00f6konomische Vorteile durch Einsparung an Maschinen-, Stall-, Tierarzt- und Exkrementlagerkosten. -Intensive Schnittnutzungssysteme in Verbindung mit ganzj\u00e4hriger Stallhaltung zeigen in Hinblick auf den N\u00e4hrstoffkreislauf mengenm\u00e4\u00dfig geringere und besser quantifizierbare Verlustpfade auf. -W\u00e4hrend die Energiebilanz die Weidehaltung als effizientes System im Vergleich zur Schnittnutzung verbunden mit ganzj\u00e4hriger Stallhaltung auszeichnet, sind die N\u00e4hrstoffverluste bei intensiver Weidenutzung als problematisch einzuordnen. -Bei Einhaltung eines moderaten Stickstoff-D\u00fcngungsniveaus (< 120 kg N ha-1) ist die Weidehaltung in der intensiven Milch- und Fleischproduktion als nachhaltiges Produktionsverfahren zu charakterisieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachhaltigkeitsindikatoren der Gr\u00fcnlandnutzung Kurzfassung:Die Arbeit besch\u00e4ftigt sich mit einer ?Indikatorgest\u00fctzten Bewertung der Nachhaltigkeit in spezialisierten Milchvieh-Futterbau-Betrieben? mit besonderem Schwerpunkt der Stickstoff- und Energieeffizienz. 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