{"id":53152,"date":"2026-01-27T10:50:18","date_gmt":"2026-01-27T09:50:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20004-734\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:20","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:20","slug":"20004-734","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20004-734\/","title":{"rendered":"Nachhaltigkeit von Olympischen Sportbauten. Analyse der Umsetzbarkeit und Messbarkeit von Nachhaltigkeitsaspekten bei Wettkampfst\u00e4tten von Olympischen Spielen"},"content":{"rendered":"<p>Nachhaltigkeit von Olympischen Bauten<\/p>\n<p><strong>Nachhaltigkeit von Olympischen Bauten<\/strong><\/p>\n<p>Olympische Spiele sind medienwirksame Ereignisse, die nicht nur mit Sportwettk\u00e4mpfen, sondern auch mit Kulturveranstaltungen und imposanten und innovativen Sportbauten beeindrucken. In den letzten Jahren bewiesen einige Olympische Sportbauten mit umwelttechnischen Innovationen, dass umweltfreundliche L\u00f6sungen auch marktg\u00e4ngig sein k\u00f6nnen. Viele Olympiaprojekte stellen jedoch eher isolierte Einzelinitiativen dar und widmen sich den daraus entstehenden Problemen des Verdichtungsraums, wie der Landschaftszersiedelung oder der zunehmenden Verkehrsbelastung nur unzureichend. Bisher gibt es jedoch keine international zusammenh\u00e4ngende Studie \u00fcber Richtlinien zur Nachhaltigkeit von Olympischen Bauten. Ziel meiner Forschungsarbeit ist es deshalb Richtlinien f\u00fcr Olympische Austragungs-orte auf ihre Nachhaltigkeit zu \u00fcberpr\u00fcfen und einen einheitlichen internationalen Leit-faden f\u00fcr nachhaltige Olympische Bauten (Checkliste) aus den gewonnenen Ergebnissen f\u00fcr kommende sportliche Gro\u00dfveranstaltungen (Olympia) zu entwickeln. Diese Leitlinienbauen bauen auf internationalen Nachhaltigkeitsbewertungsmethoden, Leitlinien ehemaliger und zuk\u00fcnftiger Austragungsorte, Bestimmungen des International Olympic Committee (IOC), Publikationen von Umweltberatern des IOC und Gespr\u00e4chen mit Planern auf. Vorortrecherchen und Fallbeispiele liefern weitere Informationen, die in den zu definierenden Leitfaden mit eingearbeitet werden. Diese Richtlinie soll zuk\u00fcnftigen Planern bereits in der Vorentwurfphase von Olympischen Spielen als Checkliste f\u00fcr nachhaltige Sportbauten zur Verf\u00fcgung stehen, um in Zukunft einen internationalen Standard f\u00fcr nachhaltigen Sportst\u00e4ttenbau gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnenUntersucht werden Planungs-, Nachhaltigkeits- und Nachnutzungskonzepte olympischer Sportbauten auf ihre \u00f6kologische und architektonische Nachhaltigkeit. Weiterhin soll gepr\u00fcft werden, ob Nachhaltigkeitskonzepte bzw. Projektent-wicklungen an bestehende st\u00e4dtische Leitlinien anschlie\u00dfen oder vielmehr einen reibungslosen Ablauf der Gro\u00dfereignisse garantieren. Planungskonzepte von Austragungsst\u00e4tten werden theoretisch und vor Ort zusammengetragen, analysiert und im Bezug auf ihre Nachhaltigkeit (d.h. Nachnutzung) ausgewertet. Dazu soll ein speziell auf sportliche Gro\u00dfveranstaltungen (hier: Olympia) abgestimmter Nachhaltigkeitsleitfaden f\u00fcr die Vorplanungsphase von Olympischen Bauten erstellt werden. Die Entwicklung des Nachhaltigkeitsleitfadens als internationaler Standard basiert auf Checklisten von Nachhaltigkeitsbewertungsmethoden, wie GBTool (Green Building Tool, international), LEED (Leadership in Energy &#038; Environmental Design, Nordamerika) und BREEAM (Building Research Environmental Assessment Method, Gro\u00dfbritannien) und Leitlinien olympischer Spiele, wie z.B. den Green Guidelines von Greenpeace f\u00fcr die Olympischen Sommerspiele 2000 von Sydney oder diverser anderer Sportgro\u00dfveranstaltungen, wie Green Goal f\u00fcr die Fu\u00dfballweltmeisterschaft von Deutschland 2006.Die Vorgehensweise ist wie folgt: Als erstes werden Olympische Austragungsorte (z.B. Olympische Spiele von Sydney 2000, Spiele bei deren Planung gezielt Wert auf Nachhaltigkeit und \u00d6kologie gelegt wurde) und Bewerbungen f\u00fcr Olympische Spiele (z.B. Leipzig 2012, London 2012) analysiert und verglichen, d.h. planungsrelevante Faktoren, wie Kosten, Fl\u00e4chenverbrauch, Baumaterial usw., werden tabellarisch ausgewertet. Die Auswertung erfolgt anhand der recherchierten Materialien, wie Endberichte von Olympischen Spielen, Arbeiten zu \u00f6kologischen Ma\u00dfnahmen, Planungsmethoden und Ausf\u00fchrungspl\u00e4ne f\u00fcr Olympische Bauten etc.Da es sich zeigte, dass durch eine theoretische Recherche von Deutschland aus nicht alle entscheidungsrelevanten Punkte abgedeckt werden k\u00f6nnen, ist es f\u00fcr meine Arbeit dringend n\u00f6tig, direkt vor Ort (d.h. praxisbezogen) die Olympiabauten zu beurteilen, bei den ehemaligen Organisationskomitees nach Auswertungsmateria-lien (d.h. Pl\u00e4ne, Fl\u00e4chenverbrauchssummen etc.) f\u00fcr die weitere Anwendung zu suchen und Expertengespr\u00e4che mit ehemaligen Organisationsmitgliedern zu f\u00fchren. Hierf\u00fcr ist ein zweimonatiger Forschungsaufenthalt in Sydney vorgesehen, um die damaligen Planungen, Ausf\u00fchrungen und heutige Nachnutzung der Olympiabauten der Green Games 2000 zu analysieren und auszuwerten. Im Anschluss werden internationale Bewertungssysteme (Breeam, Leed usw.) f\u00fcr nachhaltige Geb\u00e4ude und Planungsmethoden (von internationaler bis hin zu regionalen Ebene) f\u00fcr Nachhaltiges Bauen, \u00f6kologische Bewertungen und Gro\u00dfveranstaltungen zusammengetragen. Die auf Nachhaltigkeitsindikatoren basierenden Methoden werden auf ihre Anwendbarkeit im Bezug auf sportliche Gro\u00dfevents, d.h. Olympische Spiele, gepr\u00fcft und im Rahmen meiner Forschungsarbeit in internationale Richtlinien f\u00fcr nachhaltigen Sportst\u00e4ttenbau je nach Verwendbarkeit modifiziert.Ein wichtiger Bestandteil f\u00fcr die Entwicklung der Leitlinien sind Gespr\u00e4che und Interviews mit Planern von Gro\u00dfevents, Sportst\u00e4tten und Olympiabauten und Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees. Die Erfahrungen verschiedenster Beteiligter erg\u00e4nzen die zu entwickelnde Checkliste nicht nur, sondern hinterlegen diese auch mit Praxisbeispielen.Aus den gewonnenen Ergebnissen wird nach Abschluss der genannten Arbeiten ein einheitlicher internationaler Nachhaltigkeitsleitfaden f\u00fcr Olympische Bauten entwickelt. Zur \u00dcberpr\u00fcfung der aufgestellten Richtlinien soll dieser auf zuk\u00fcnftige Olympische Spiele (Olympische Spiele London 2012, Bewerbung von Salzburg 2012) angewendet werden. Die hierbei erlangten Kenntnisse werden in die zu erstellende Checkliste mit eingearbeitet. Die Entwicklung eines einheitlichen internationalen Nachhaltigkeitsleitfadens f\u00fcr Olympische Bauten dient nicht nur der Gew\u00e4hrleitung eines internationalen Standards f\u00fcr Nachhaltigkeit bei Olympischen Sportevents, sondern soll bereits im Vorfeld der Spiele eine nachhaltige Planung garantieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachhaltigkeit von Olympischen Bauten Nachhaltigkeit von Olympischen Bauten Olympische Spiele sind medienwirksame Ereignisse, die nicht nur mit Sportwettk\u00e4mpfen, sondern auch mit Kulturveranstaltungen und imposanten und innovativen Sportbauten beeindrucken. In den letzten Jahren bewiesen einige Olympische Sportbauten mit umwelttechnischen Innovationen, dass umweltfreundliche L\u00f6sungen auch marktg\u00e4ngig sein k\u00f6nnen. 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