{"id":53145,"date":"2026-01-27T10:50:18","date_gmt":"2026-01-27T09:50:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20004-741\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:19","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:19","slug":"20004-741","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20004-741\/","title":{"rendered":"Neue Anwendungen von ionischen Fl\u00fcssigkeiten und ihrem Verhalten in der Umwelt"},"content":{"rendered":"<p>Anwendungen und Verhalten ionischer Fl\u00fcssigkeiten in der UmweltDiese Studie besch\u00e4ftigt sich mit dem Umweltverhalten von ionischen Fl\u00fcssigkeiten. Ein Kernpunkt der ?Green Chemistry? ist die Erforschung und Anwendung sogenannter ionischer Fl\u00fcssigkeiten. Sie sollen aufgrund ihrer Eigenschaften, wie ihrem extrem geringen Dampfdruck, ihres L\u00f6sungs- und Phasenverhaltens sowie weiterer M\u00f6glichkeiten zum Recycling, herk\u00f6mmliche leicht fl\u00fcchtige organische L\u00f6sungsmittel abl\u00f6sen. Der Anstieg des allgemeinen Interesses an dieser Verbindungsklasse w\u00e4hrend der vergangenen neun Jahre l\u00e4sst sich hervorragend an den j\u00e4hrlich steigenden Publikationszahlen verfolgen. Diese besch\u00e4ftigen sich unter anderem mit deren Verwendung in organischer Synthese, in Trenn- und Extraktionsprozessen, in der Biokatalyse sowie der Chemokatalyse. Im Mittelpunkt unseres Interesses steht die Erforschung des Einflusses ionischer Fl\u00fcssigkeiten bei deren Eintrag auf die Umwelt. Ein umfangreiches Wissen \u00fcber das Verhalten der Verbindungsklasse nach Eintrag ist wichtige Voraussetzung f\u00fcr die beginnende gro\u00dftechnische Anwendung.  Das Promotionsvorhaben gliedert sich in zwei Teile, wobei der Schwerpunkt auf Arbeiten zum Verhalten von Ionischen Fl\u00fcssigkeiten in der Umwelt liegt. Dies umfasst Untersuchungen zum Transport und zur Verteilung von ionischen Fl\u00fcssigkeiten in den \u00d6kosystemen Boden und Wasser, zur Toxizit\u00e4t gegen\u00fcber Mikroorganismen sowie zum abiotischen und Biotischen Abbau. Dies soll zun\u00e4chst f\u00fcr bereits etablierte ionische Fl\u00fcssigkeiten geschehen, die f\u00fcr verschiedene Anwendungen eingesetzt werden und kommerziell verf\u00fcgbar sind.W\u00e4hrend des ersten Forschungsjahres lagen die Hauptsschwerpunkte auf: 1) Die Untersuchung des Einflusses der ILs auf nat\u00fcrlich auftretende Mikroben im Boden und Abwasser und.2) Die Isolierung und das Screening der Bakterien. Dabei werden die IL&#8217;s als einzige Energiequelle benutzt. Das zweite Forschungsjahr wurde der Einsch\u00e4tzung des potentiellen Umweltrisikos von ionischen Fl\u00fcssigkeiten gewidmet. Der Fokus lag hierbei haupts\u00e4chlich auf der Untersuchung der biologischen Abbaubarkeit von ionischen Fl\u00fcssigkeiten und auf der Einsch\u00e4tzung ihres Effektes auf h\u00e4ufig auftretende Abwasser- und Bodenmikroben. Die getesteten ionischen Fl\u00fcssigkeiten zeigten nur in h\u00f6heren Konzentrationen einen antimikrobiellen Effekt (\u00fcber 5000ppm). Der Effekt von einer ganzen Reihe von auf [EMIM] basierenden ionischen Fl\u00fcssigkeiten auf Bodenmikroben, Abwassermikroben wurde untersucht, indem die Wachstumskurven betrachtet wurden. Jede ionische Fl\u00fcssigkeit wurde mit einer Konzentration zwischen 1000-10000 ppm aufgenommen.Wir haben die vollst\u00e4ndige biologische Abbaubarkeit von [BMIM]BF4, [BMPy]BF4, [EMIM]OTos, [EMIM]EtSO4,  and ECOENG2122P unter Benutzung des ?Closed bottle test? untersucht. Die Komponenten, die einen h\u00f6heren biologischen Abbaubarkeitsgrad als 60% aufwiesen, wurden als leicht biologisch abbaubar klassifiziert. Die biologische Abbaubarkeit der Referenzsubstanz SDS nach dem Verstreichen von f\u00fcnf Tagen bel\u00e4uft sich auf mehr als 60%.  Die Abbaubarkeit von ILs sind sogar weniger als 60% nach 28 Tagen. Somit sind die nicht leicht biologisch abbaubar. Neben Forschung im Labor haben wir auch ?in silico? Forschung betrieben. Wegen der theoretischen Menge von \u00fcber einer Million ionischen Fl\u00fcssigkeiten wird die Entwicklung eines QSAR (Quantitative Struktur ? Aktivit\u00e4t Beziehungsmodelle) Modells notwendig, um eine schnelle und genaue Vorhersage der Toxizit\u00e4t und des Umweltverhaltens ionischer Fl\u00fcssigkeiten zu erm\u00f6glichen. Die QSAR Methode erm\u00f6glicht eine vielversprechende ?tierlose? Alternative zur experimentellen Bestimmung der Toxizit\u00e4t. Die QSAR Modellierung basiert auf dem Prinzip, da\u00df molekulare Eigenschaften wie Lipophilit\u00e4t, Form, elektronische Eigenschaften, die biologische Aktivit\u00e4t des Molek\u00fcls modulieren.  Die QSAR Methode basiert auf der Annahme, dass die Toxizit\u00e4t eines Molek\u00fcls von seiner molekularen Struktur bestimmt wird. Und diese Struktur wird dargestellt mit Hilfe einer numerischen Beschreibung (molecular descriptors).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anwendungen und Verhalten ionischer Fl\u00fcssigkeiten in der UmweltDiese Studie besch\u00e4ftigt sich mit dem Umweltverhalten von ionischen Fl\u00fcssigkeiten. Ein Kernpunkt der ?Green Chemistry? ist die Erforschung und Anwendung sogenannter ionischer Fl\u00fcssigkeiten. Sie sollen aufgrund ihrer Eigenschaften, wie ihrem extrem geringen Dampfdruck, ihres L\u00f6sungs- und Phasenverhaltens sowie weiterer M\u00f6glichkeiten zum Recycling, herk\u00f6mmliche leicht fl\u00fcchtige organische L\u00f6sungsmittel abl\u00f6sen. 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