{"id":53131,"date":"2026-10-23T12:52:24","date_gmt":"2026-10-23T10:52:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20004-755\/"},"modified":"2026-10-23T12:52:24","modified_gmt":"2026-10-23T10:52:24","slug":"20004-755","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20004-755\/","title":{"rendered":"Hecken, Geb\u00c3\u00bcsche und kleine W\u00c3\u00a4lder als Standorte und Ausbreitungskorridore f\u00c3\u00bcr Waldgef\u00c3\u00a4\u00c3\u0178pflanzen"},"content":{"rendered":"<p>Waldgef\u00e4\u00dfpflanzen in kleinen Geh\u00f6lzstrukturenDie Landschaft Norddeutschlands ist heute (im Gegensatz zur Vergangenheit) eher waldarm. Nur noch knapp 10 Prozent der Fl\u00c3\u00a4che sind von W\u00c3\u00a4ldern bedeckt. Die bestehenden W\u00c3\u00a4lder bilden nur noch in Ausnahmen gro\u00c3\u0178e zusammenh\u00c3\u00a4ngende Biotope. Sie sind durch Rodung und andere menschliche Einfl\u00c3\u00bcsse zerst\u00c3\u00bcckelt worden. Diese Fragmentierung schr\u00c3\u00a4nkt viele f\u00c3\u00bcr das \u00c3\u2013kosystem Wald typische Pflanzenarten in ihrer Verbreitung stark ein und bei einigen besonders bedrohten Arten steht ein Aussterben kurz bevor.Um effektive Schutzstrategien f\u00c3\u00bcr den Arterhalt zu entwickeln, muss untersucht werden, ob auch kleine fragmentierte W\u00c3\u00a4lder bzw. lineare Geh\u00c3\u00b6lzstrukturen und Hecken (wie sie in der norddeutschen Kulturlandschaft vorkommen) g\u00c3\u00bcnstige Habitatbedingungen f\u00c3\u00bcr typische und\/oder seltene Waldarten bieten und diese auch dort vorkommen. Gibt es diese Vorkommen, so muss gekl\u00c3\u00a4rt werden, ob solche Populationen sich in ihrer ?Fitness? unterscheiden oder nicht, was ein Kriterium f\u00c3\u00bcr die Habitatqualit\u00c3\u00a4t ist. Zudem ist noch unklar, ob kleine Geh\u00c3\u00b6lze oder Hecken als Verbindungselemente (Ausbreitungskorridore) zwischen isolierten Populationen in benachbarten W\u00c3\u00a4ldern dienen k\u00c3\u00b6nnen. Diese drei Fragestellungen sollen w\u00c3\u00a4hrend der Promotion beantwortet werden.Die Untersuchungen erfolgen w\u00c3\u00a4hrend der Vegetationsperioden zwischen 2005 und 2007. In diesem Zeitrahmen werden im Elbe-Weser-Dreieck verschiedene Vegetationskartierungen durchgef\u00c3\u00bchrt und begleitend abiotische Standortfaktoren erhoben. In den untersuchten Hecken und Geh\u00c3\u00b6lzen hat ein Viertel aller dort gefundenen Arten ihr Hauptverbreitungsgebiet in W\u00c3\u00a4ldern. Somit konnte gezeigt werden, das viele typische Waldarten in Hecken vorkommen. Weiterhin wurden Populationen von Waldarten mit Vorkommen in W\u00c3\u00a4ldern und Hecken verglichen. Obwohl sich die Standortfaktoren signifikant unterschieden, wurden keine Unterschiede in den untersuchten Fitnessparametern der einzelnen Arten gefunden. Dies deutet (f\u00c3\u00bcr die untersuchten Arten) auf eine uneingeschr\u00c3\u00a4nkte Nutzung und Eignung des Habitates Hecke hin. Es stehen weitere Untersuchungen zur Qualit\u00c3\u00a4t der Hecken als Ausbreitungskorridore an. Die bisherigen Ergebnisse zeigen schon jetzt deutlich, dass lineare Geh\u00c3\u00b6lzelemente in einer ansonsten ausger\u00c3\u00a4umten Agrarlandschaft eine wichtige Funktion f\u00c3\u00bcr den Arterhalt aufweisen. Neben einer hohen Artenvielfalt bieten sie zudem ein (Ersatz-)Habitat f\u00c3\u00bcr einige Waldarten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Waldgef\u00e4\u00dfpflanzen in kleinen Geh\u00f6lzstrukturenDie Landschaft Norddeutschlands ist heute (im Gegensatz zur Vergangenheit) eher waldarm. Nur noch knapp 10 Prozent der Fl\u00c3\u00a4che sind von W\u00c3\u00a4ldern bedeckt. 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