{"id":53131,"date":"2026-01-27T10:50:16","date_gmt":"2026-01-27T09:50:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20004-755\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:17","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:17","slug":"20004-755","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20004-755\/","title":{"rendered":"Hecken, Geb\u00fcsche und kleine W\u00e4lder als Standorte und Ausbreitungskorridore f\u00fcr Waldgef\u00e4\u00dfpflanzen"},"content":{"rendered":"<p>Waldgef\u00e4\u00dfpflanzen in kleinen Geh\u00f6lzstrukturenDie Landschaft Norddeutschlands ist heute (im Gegensatz zur Vergangenheit) eher waldarm. Nur noch knapp 10 Prozent der Fl\u00e4che sind von W\u00e4ldern bedeckt. Die bestehenden W\u00e4lder bilden nur noch in Ausnahmen gro\u00dfe zusammenh\u00e4ngende Biotope. Sie sind durch Rodung und andere menschliche Einfl\u00fcsse zerst\u00fcckelt worden. Diese Fragmentierung schr\u00e4nkt viele f\u00fcr das \u00d6kosystem Wald typische Pflanzenarten in ihrer Verbreitung stark ein und bei einigen besonders bedrohten Arten steht ein Aussterben kurz bevor.Um effektive Schutzstrategien f\u00fcr den Arterhalt zu entwickeln, muss untersucht werden, ob auch kleine fragmentierte W\u00e4lder bzw. lineare Geh\u00f6lzstrukturen und Hecken (wie sie in der norddeutschen Kulturlandschaft vorkommen) g\u00fcnstige Habitatbedingungen f\u00fcr typische und\/oder seltene Waldarten bieten und diese auch dort vorkommen. Gibt es diese Vorkommen, so muss gekl\u00e4rt werden, ob solche Populationen sich in ihrer ?Fitness? unterscheiden oder nicht, was ein Kriterium f\u00fcr die Habitatqualit\u00e4t ist. Zudem ist noch unklar, ob kleine Geh\u00f6lze oder Hecken als Verbindungselemente (Ausbreitungskorridore) zwischen isolierten Populationen in benachbarten W\u00e4ldern dienen k\u00f6nnen. Diese drei Fragestellungen sollen w\u00e4hrend der Promotion beantwortet werden.Die Untersuchungen erfolgen w\u00e4hrend der Vegetationsperioden zwischen 2005 und 2007. In diesem Zeitrahmen werden im Elbe-Weser-Dreieck verschiedene Vegetationskartierungen durchgef\u00fchrt und begleitend abiotische Standortfaktoren erhoben. In den untersuchten Hecken und Geh\u00f6lzen hat ein Viertel aller dort gefundenen Arten ihr Hauptverbreitungsgebiet in W\u00e4ldern. Somit konnte gezeigt werden, das viele typische Waldarten in Hecken vorkommen. Weiterhin wurden Populationen von Waldarten mit Vorkommen in W\u00e4ldern und Hecken verglichen. Obwohl sich die Standortfaktoren signifikant unterschieden, wurden keine Unterschiede in den untersuchten Fitnessparametern der einzelnen Arten gefunden. Dies deutet (f\u00fcr die untersuchten Arten) auf eine uneingeschr\u00e4nkte Nutzung und Eignung des Habitates Hecke hin. Es stehen weitere Untersuchungen zur Qualit\u00e4t der Hecken als Ausbreitungskorridore an. Die bisherigen Ergebnisse zeigen schon jetzt deutlich, dass lineare Geh\u00f6lzelemente in einer ansonsten ausger\u00e4umten Agrarlandschaft eine wichtige Funktion f\u00fcr den Arterhalt aufweisen. Neben einer hohen Artenvielfalt bieten sie zudem ein (Ersatz-)Habitat f\u00fcr einige Waldarten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Waldgef\u00e4\u00dfpflanzen in kleinen Geh\u00f6lzstrukturenDie Landschaft Norddeutschlands ist heute (im Gegensatz zur Vergangenheit) eher waldarm. Nur noch knapp 10 Prozent der Fl\u00e4che sind von W\u00e4ldern bedeckt. Die bestehenden W\u00e4lder bilden nur noch in Ausnahmen gro\u00dfe zusammenh\u00e4ngende Biotope. Sie sind durch Rodung und andere menschliche Einfl\u00fcsse zerst\u00fcckelt worden. 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