{"id":53119,"date":"2026-01-27T10:50:16","date_gmt":"2026-01-27T09:50:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20005-767\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:16","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:16","slug":"20005-767","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20005-767\/","title":{"rendered":"Quantitative Analyse der Auswirkungen von Klimaschutzma\u00dfnahmen auf die regionale Wirtschaft und Entwicklung von Indikatoren f\u00fcr deren Bewertung am Beispiel der Planungsregion Vorpommern"},"content":{"rendered":"<p>Quantitative Analyse der Auswirkungen von Klimaschutzma\u00dfnahmen auf die regionale WirtschaftIn den letzten Jahren ist das Thema Klimaschutz zunehmend in den Blickpunkt des \u00f6ffentlichen Interesses ger\u00fcckt. Die zunehmende Gefahr von irreversiblen Klimaver\u00e4nderungen macht es dringend notwendig, da\u00df so schnell und umfassend wie m\u00f6glich eine massive Reduzierung der Treibhausgasemissionen durchgesetzt wird.Die Hauptargumente gegen eine restriktivere Emissionsminderungspolitik sind heute vorrangig \u00f6konomischer Natur. Es werden die Kosten gescheut, die mit der Umstellung auf geringer emittierende Technologien und einer Verteuerung des Energieverbrauches einhergehen. Die Drohkulisse von Arbeitsplatzabbau und sinkendem Wirtschaftswachstum verhindert regelm\u00e4\u00dfig ein effektives Vorgehen im Klimaschutzbereich.Diese Arbeit soll aufzeigen, da\u00df Klimaschutz und \u00f6konomische Entwicklung sich nicht ausschlie\u00dfen. Bei einer geschickten Steuerung und Auswahl der Ansatzpunkte f\u00fcr Klimaschutzma\u00dfnahmen k\u00f6nnen diese unter Umst\u00e4nden sogar einen positiven Beitrag f\u00fcr die Regionalentwicklung leisten, in einem so strukturschwachen Raum wie Vorpommern eine durchaus wichtige Erkenntnis. Die Arbeit zerf\u00e4llt in zwei zentrale Arbeitsbereiche. Im ersten Bereich soll ein Modell f\u00fcr die Beziehungen zwischen Wirtschaft und Energiesystem einer Region entwickelt werden. Dieses Modell soll insbesondere genutzt werden, um die Auswirkungen eines rigorosen Klimaschutzesprozesses auf die regionale Wirtschaft zu bestimmen. Hierzu werden  verschiedene Klimaschutzma\u00dfnahmen und Rahmenbedingungen in Form eines Szenariokataloges zusammengestellt und mit Hilfe des entwickelten Modells analysiert. Im zweiten Schritt werden Indikatoren entwickelt, die dazu dienen sollen, die Aussagen des Modells an tats\u00e4chlichen Entwicklungen zu verifizieren bzw. zu falsifizieren. Hier sollen insbesondere politische Lenkungswerkzeuge auf den Pr\u00fcfstand gestellt werden, so haben in der Vergangenheit zum Beispiel Beihilfen zu einer verbesserten W\u00e4rmed\u00e4mmung oft nur den Effekt gehabt, dass die Preise f\u00fcr D\u00e4mmmaterialien gestiegen sind, aber nicht mehr ged\u00e4mmt wurde. Solche Fehlentwicklungen sollen fr\u00fch erkannt und aufgezeigt werden.Das Energiemodell wird mit dem Modellgenerator TIMES erstellt. Die Wahl ist auf dieses Modell gefallen, weil TIMES es erm\u00f6glicht sowohl die Versorgungs- als auch die Nachfrage-, also die Endenergieseite, hinreichend genau zu beschreiben. TIMES ist ein partielles Gleichgewichtsmodell, sprich, es erlaubt Energienachfragen elastisch in Abh\u00e4ngigkeit vom Preis zu formulieren. Die Modellierung der regionalen Wirtschaft erfolgt unter Zugrundelegung eines neoklassischen Gleichgewichtsansatzes, in Verbindung mit der Erfassung bzw. Absch\u00e4tzung der Branchenverkn\u00fcpfungen innerhalb des Untersuchungsgebietes in Form einer Input-Output-Analyse.Der Aufbau von Indikatoren zur quantitativen Beschreibung der Energiedienstleistungen beruht auf der Untersuchung der Unternehmen, die solche Dienstleistungen erbringen, welchen Anteil zur Wirtschaftsleistung sie beitragen und insbesondere auch welche Arbeitspl\u00e4tze sie bereit stellen. Diese Untersuchungen werden zuerst mit den Ergebnissen der Modellrechnungen durchgef\u00fchrt und es werden daraufhin Vorschl\u00e4ge erarbeitet mit denen die neue Bilanzierung auch Eingang in die statistischen Erhebungen der entsprechenden \u00c4mter finden kann. Somit k\u00f6nnten diese Indikatoren als begleitende Controllinggr\u00f6\u00dfe umgesetzter Ma\u00dfnahmen dienen und als Argumentationshilfe bei der gesellschaftlichen Rechtfertigung der oftmals unpopul\u00e4ren, jedoch notwendigen Schritte auf dem Weg zu weniger Treibhausgasemissionen. Falls es gelingt zu zeigen, da\u00df der Weg zu mehr Klimaschutz f\u00fcr die Wirtschaft einer Region sogar positive Effekte haben kann, stellt sich unter Umst\u00e4nden eine Freiwilligkeit und Zusammenarbeit ein, die weitaus effektiver ist, als jegliche Zwangsma\u00dfnahme.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quantitative Analyse der Auswirkungen von Klimaschutzma\u00dfnahmen auf die regionale WirtschaftIn den letzten Jahren ist das Thema Klimaschutz zunehmend in den Blickpunkt des \u00f6ffentlichen Interesses ger\u00fcckt. Die zunehmende Gefahr von irreversiblen Klimaver\u00e4nderungen macht es dringend notwendig, da\u00df so schnell und umfassend wie m\u00f6glich eine massive Reduzierung der Treibhausgasemissionen durchgesetzt wird.Die Hauptargumente gegen eine restriktivere Emissionsminderungspolitik sind [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-53119","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20005\/767","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Bartelt","dbu_stipendiaten_vorname":"Martin","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2005-07-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2008-06-30 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Ernst-Moritz-Arndt-Universit\u00e4t Greifswald<br>Institut f\u00fcr Geographie und Geologie","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Wilhelm Steingrube","dbu_stipendiaten_email_dienst":"martin.bartelt@gmx.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53119","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53119\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59131,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53119\/revisions\/59131"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=53119"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=53119"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=53119"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}