{"id":53111,"date":"2026-01-27T10:50:14","date_gmt":"2026-01-27T09:50:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20005-778\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:15","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:15","slug":"20005-778","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20005-778\/","title":{"rendered":"Biologie invasiver Fallopia Arten und ihrer Hybriden: Wissenschaftliche Grundlagen f\u00fcr die Absch\u00e4tzung des Invasionspotentials und der Bek\u00e4mpfungsstrategien"},"content":{"rendered":"<p>Biologie invasiver Fallopia Arten und ihrer HybridenBiologie invasiver Fallopia Arten und ihrer Hybriden:Wissenschaftliche Grundlagen zur Absch\u00e4tzung des Invasionspotentials und der Bek\u00e4mpfungGlobale Umweltver\u00e4nderungen, wie \u00c4nderungen der Landnutzung oder Klimaver\u00e4nderungen k\u00f6nnen invasive Arten beg\u00fcnstigen, vor allem wenn die invasiven Arten genetisch variabel oder ph\u00e4notypisch plastisch sind. F\u00fcr den Invasionserfolg kann auch Hybridisierung eine entscheidende Rolle spielen. Durch Hybridisierung verwandter Arten k\u00f6nnen konkurrenzst\u00e4rkere und aggressivere Pflanzen mit einer h\u00f6heren genetischen Variabilit\u00e4t entstehen, die sich besser reproduzieren und resistenter gegen\u00fcber Herbivorie sind. Somit kann Hybridisierung das Invasionspotenial invasiver Arten steigern und zu einer Anpassung an neue Habitate und ver\u00e4nderte Umweltbedingungen f\u00fchren. Arten der Gattung Fallopia geh\u00f6ren in Europa zu den besonders aggressiven invasiven Pflanzen, die den Charakter von \u00d6kosystemen stark ver\u00e4ndern k\u00f6nnen. In Deutschland sind F. japonica und F. sachalinensis weit verbreitet. Innerhalb des Artenkomplexes Fallopia kommt es zur Bildung verschiedener Hybride, wobei F. x bohemica, der Hybrid zwischen F. japonica und F. sachalinensis, am h\u00e4ufigsten vorkommt. Er besitzt eine h\u00f6here Regenerationsf\u00e4higkeit und kommt h\u00e4ufiger in nat\u00fcrlichen Habitaten vor als die Elternarten F. japonica und F. sachalinensis. Dies deutet darauf hin, dass die Hybridisierung innerhalb der Gattung Fallopia in Europa die Ausbreitung beschleunigen k\u00f6nnte. In dem geplanten Projekt soll untersucht werden, ob durch Hybridisierung in Europa Fallopia-Taxa entstehen, die allgemein oder unter bestimmten Wachstumsbedingungen schneller wachsen und konkurrenzst\u00e4rker sind als die Elternlinien, anders auf nat\u00fcrliche Gegenspieler reagieren und Bl\u00e4tter bilden, die f\u00fcr Zersetzer schwerer zu verarbeiten sind. Dazu sollen nat\u00fcrlich vorkommende Fallopia-Arten und Hybriden gesammelt werden und durch Kreuzungen Hybride erzeugt werden. F\u00fcr die Identifizierung der schwer unterscheidbaren Taxa stehen molekulare Marker zur Verf\u00fcgung. Mit den identifizierten Fallopia-Taxa und Genotypen sind verschiedene Experimente geplant: (1) \u00dcberleben und Wachstum der Keimlinge der verschiedenen Taxa soll entlang eines Klimagradienten von der S\u00fcd-Schweiz bis nach Marburg untersucht werden, (2) die Reaktionsnorm der Taxa gegen\u00fcber N\u00e4hrstoffangebot, Licht and Feuchtigkeit soll in einem faktoriellen Experiment untersucht werden, (3) die relative Konkurrenzst\u00e4rke der einzelnen Taxa soll in einem Konkurrenzversuch bestimmt werden, (4) Fra\u00dfversuche sollen Aufschluss \u00fcber die Attraktivit\u00e4t der Taxa f\u00fcr und ihre Empfindlichkeit gegen spezialisierte und generalistische Herbivore geben und (5) es soll die Geschwindigkeit des Abbaus der Streu im Vergleich zu der einheimischer Arten bestimmt werden. Die Ergebnisse der Arbeit sollen einen Beitrag zur Absch\u00e4tzung des aktuellen und zuk\u00fcnftigen Gef\u00e4hrdungspotentials durch Fallopia liefern sowie die Bek\u00e4mpfung der Arten erleichtern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biologie invasiver Fallopia Arten und ihrer HybridenBiologie invasiver Fallopia Arten und ihrer Hybriden:Wissenschaftliche Grundlagen zur Absch\u00e4tzung des Invasionspotentials und der Bek\u00e4mpfungGlobale Umweltver\u00e4nderungen, wie \u00c4nderungen der Landnutzung oder Klimaver\u00e4nderungen k\u00f6nnen invasive Arten beg\u00fcnstigen, vor allem wenn die invasiven Arten genetisch variabel oder ph\u00e4notypisch plastisch sind. F\u00fcr den Invasionserfolg kann auch Hybridisierung eine entscheidende Rolle spielen. 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