{"id":53111,"date":"2026-10-23T12:52:22","date_gmt":"2026-10-23T10:52:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20005-778\/"},"modified":"2026-10-23T12:52:22","modified_gmt":"2026-10-23T10:52:22","slug":"20005-778","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20005-778\/","title":{"rendered":"Biologie invasiver Fallopia Arten und ihrer Hybriden: Wissenschaftliche Grundlagen f\u00c3\u00bcr die Absch\u00c3\u00a4tzung des Invasionspotentials und der Bek\u00c3\u00a4mpfungsstrategien"},"content":{"rendered":"<p>Biologie invasiver Fallopia Arten und ihrer HybridenBiologie invasiver Fallopia Arten und ihrer Hybriden:Wissenschaftliche Grundlagen zur Absch\u00c3\u00a4tzung des Invasionspotentials und der Bek\u00c3\u00a4mpfungGlobale Umweltver\u00c3\u00a4nderungen, wie \u00c3\u201enderungen der Landnutzung oder Klimaver\u00c3\u00a4nderungen k\u00c3\u00b6nnen invasive Arten beg\u00c3\u00bcnstigen, vor allem wenn die invasiven Arten genetisch variabel oder ph\u00c3\u00a4notypisch plastisch sind. F\u00c3\u00bcr den Invasionserfolg kann auch Hybridisierung eine entscheidende Rolle spielen. Durch Hybridisierung verwandter Arten k\u00c3\u00b6nnen konkurrenzst\u00c3\u00a4rkere und aggressivere Pflanzen mit einer h\u00c3\u00b6heren genetischen Variabilit\u00c3\u00a4t entstehen, die sich besser reproduzieren und resistenter gegen\u00c3\u00bcber Herbivorie sind. Somit kann Hybridisierung das Invasionspotenial invasiver Arten steigern und zu einer Anpassung an neue Habitate und ver\u00c3\u00a4nderte Umweltbedingungen f\u00c3\u00bchren. Arten der Gattung Fallopia geh\u00c3\u00b6ren in Europa zu den besonders aggressiven invasiven Pflanzen, die den Charakter von \u00c3\u2013kosystemen stark ver\u00c3\u00a4ndern k\u00c3\u00b6nnen. In Deutschland sind F. japonica und F. sachalinensis weit verbreitet. Innerhalb des Artenkomplexes Fallopia kommt es zur Bildung verschiedener Hybride, wobei F. x bohemica, der Hybrid zwischen F. japonica und F. sachalinensis, am h\u00c3\u00a4ufigsten vorkommt. Er besitzt eine h\u00c3\u00b6here Regenerationsf\u00c3\u00a4higkeit und kommt h\u00c3\u00a4ufiger in nat\u00c3\u00bcrlichen Habitaten vor als die Elternarten F. japonica und F. sachalinensis. Dies deutet darauf hin, dass die Hybridisierung innerhalb der Gattung Fallopia in Europa die Ausbreitung beschleunigen k\u00c3\u00b6nnte. In dem geplanten Projekt soll untersucht werden, ob durch Hybridisierung in Europa Fallopia-Taxa entstehen, die allgemein oder unter bestimmten Wachstumsbedingungen schneller wachsen und konkurrenzst\u00c3\u00a4rker sind als die Elternlinien, anders auf nat\u00c3\u00bcrliche Gegenspieler reagieren und Bl\u00c3\u00a4tter bilden, die f\u00c3\u00bcr Zersetzer schwerer zu verarbeiten sind. Dazu sollen nat\u00c3\u00bcrlich vorkommende Fallopia-Arten und Hybriden gesammelt werden und durch Kreuzungen Hybride erzeugt werden. F\u00c3\u00bcr die Identifizierung der schwer unterscheidbaren Taxa stehen molekulare Marker zur Verf\u00c3\u00bcgung. Mit den identifizierten Fallopia-Taxa und Genotypen sind verschiedene Experimente geplant: (1) \u00c3\u0153berleben und Wachstum der Keimlinge der verschiedenen Taxa soll entlang eines Klimagradienten von der S\u00c3\u00bcd-Schweiz bis nach Marburg untersucht werden, (2) die Reaktionsnorm der Taxa gegen\u00c3\u00bcber N\u00c3\u00a4hrstoffangebot, Licht and Feuchtigkeit soll in einem faktoriellen Experiment untersucht werden, (3) die relative Konkurrenzst\u00c3\u00a4rke der einzelnen Taxa soll in einem Konkurrenzversuch bestimmt werden, (4) Fra\u00c3\u0178versuche sollen Aufschluss \u00c3\u00bcber die Attraktivit\u00c3\u00a4t der Taxa f\u00c3\u00bcr und ihre Empfindlichkeit gegen spezialisierte und generalistische Herbivore geben und (5) es soll die Geschwindigkeit des Abbaus der Streu im Vergleich zu der einheimischer Arten bestimmt werden. Die Ergebnisse der Arbeit sollen einen Beitrag zur Absch\u00c3\u00a4tzung des aktuellen und zuk\u00c3\u00bcnftigen Gef\u00c3\u00a4hrdungspotentials durch Fallopia liefern sowie die Bek\u00c3\u00a4mpfung der Arten erleichtern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biologie invasiver Fallopia Arten und ihrer HybridenBiologie invasiver Fallopia Arten und ihrer Hybriden:Wissenschaftliche Grundlagen zur Absch\u00c3\u00a4tzung des Invasionspotentials und der Bek\u00c3\u00a4mpfungGlobale Umweltver\u00c3\u00a4nderungen, wie \u00c3\u201enderungen der Landnutzung oder Klimaver\u00c3\u00a4nderungen k\u00c3\u00b6nnen invasive Arten beg\u00c3\u00bcnstigen, vor allem wenn die invasiven Arten genetisch variabel oder ph\u00c3\u00a4notypisch plastisch sind. F\u00c3\u00bcr den Invasionserfolg kann auch Hybridisierung eine entscheidende Rolle spielen. 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