{"id":53091,"date":"2026-10-23T12:52:20","date_gmt":"2026-10-23T10:52:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20005-799\/"},"modified":"2026-10-23T12:52:20","modified_gmt":"2026-10-23T10:52:20","slug":"20005-799","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20005-799\/","title":{"rendered":"Umweltbezogene Gerechtigkeit in Deutschland &#8211; Probleme, Verst\u00c3\u00a4ndnisse und Versuch einer st\u00c3\u00a4rkeren Systematisierung und ethischen Fundierung"},"content":{"rendered":"<p>\u00d6kologie und GerechtigkeitFragen von Gerechtigkeit und Umweltschutz werden ? bezogen auf die nationalen Binnenverh\u00c3\u00a4ltnisse &#8211; in Deutschland bislang kaum zusammenh\u00c3\u00a4ngend thematisiert.  Dies ist anders in Bezug auf globale Probleme (globale Ressourcengerechtigkeit) sowie auf intergenerationelle Fragen (\u00c3\u00b6kologische Generationengerechtigkeit). Wechselwirkungen und Anschlussstellen zwischen den beiden Themenfeldern sowie m\u00c3\u00b6gliche Potentiale einer st\u00c3\u00a4rkeren Integration sind Motivation und Anlass dieser Dissertation. \tEin Ansatz, der explizit problematisiert, dass auch Umweltprobleme nicht unabh\u00c3\u00a4ngig neben sozialen Fragen bestehen, ist der integrative ?Environmental Justice? &#8211; Ansatz. Inzwischen weltweit anerkannt, ging er urspr\u00c3\u00bcnglich aus einer sozialen Bewegung in den USA hervor, als sozial benachteiligte Bev\u00c3\u00b6lkerungsgruppen in der Tradition der US-B\u00c3\u00bcrgerrechtsbewegung in den 1980er Jahren begannen, f\u00c3\u00bcr ein gleiches Recht aller Menschen auf eine saubere und nicht gesundheitsgef\u00c3\u00a4hrdende Umwelt einzutreten. Die in den USA vorgefundenen Umst\u00c3\u00a4nde r\u00c3\u00a4umlicher Segregation nach sozialen Kriterien sind nicht unmittelbar auf deutsche Verh\u00c3\u00a4ltnisse \u00c3\u00bcbertragbar. Schaut man jedoch genauer auf lebensweltliche Umweltfragen (wie Energie, Gesundheit und Mobilit\u00c3\u00a4t) auch in Deutschland, so muss das im angels\u00c3\u00a4chsischen Raum bereits als Forschungsfeld etablierte Konzept auch hierzulande an Bedeutung gewinnen. \tDie Hypothese der Arbeit ist, dass ?Environmental Justice? (hier \u00c3\u00bcbersetzt als umweltbezogene Gerechtigkeit) ein fruchtbarer Ansatz sein kann, einen Br\u00c3\u00bcckenschlag zwischen Umweltschutz- und Sozialdiskurs zu erm\u00c3\u00b6glichen und so gegenw\u00c3\u00a4rtig getrennt diskutierte Konzepte je um wesentliche Dimensionen zu erweitern. Dazu bedarf es jedoch einer entsprechenden systematischen Konzeptionalisierung von umweltbezogener Gerechtigkeit im spezifischen deutschen Kontext. Auf Basis einer empirischen Analyse von Problemen im Bereich Umwelt und Gerechtigkeit werden bereits bestehende Ans\u00c3\u00a4tze zu Umwelt und Gerechtigkeit erhoben und mittels ethischer Theorien sozialer Gerechtigkeit eingeordnet und st\u00c3\u00a4rker ethisch fundiert. Am Ende sollen eigene Konzeptionalisierungs- und Umsetzungsvorschl\u00c3\u00a4ge f\u00c3\u00bcr umweltbezogene Gerechtigkeit in Deutschland unterbreitet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6kologie und GerechtigkeitFragen von Gerechtigkeit und Umweltschutz werden ? bezogen auf die nationalen Binnenverh\u00c3\u00a4ltnisse &#8211; in Deutschland bislang kaum zusammenh\u00c3\u00a4ngend thematisiert. Dies ist anders in Bezug auf globale Probleme (globale Ressourcengerechtigkeit) sowie auf intergenerationelle Fragen (\u00c3\u00b6kologische Generationengerechtigkeit). 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