{"id":53089,"date":"2026-01-27T10:50:11","date_gmt":"2026-01-27T09:50:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20005-801\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:12","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:12","slug":"20005-801","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20005-801\/","title":{"rendered":"Die Bedeutung von externen N\u00e4hrstoffeintr\u00e4gen und pelagischer Nahrungsnetzstruktur f\u00fcr die Sedimentation und Phosphorr\u00fcckl\u00f6sung aus den Sedimenten von Seen"},"content":{"rendered":"<p>Einflu\u00df v. N\u00e4hrstoffbelastung und Nahrungskettenstruktur auf  P-R\u00fcckl\u00f6sung und Gew\u00e4sserg\u00fcte v.  SeenDie Gew\u00e4sserg\u00fcte von Seen wird prim\u00e4r durch N\u00e4hrstoffeintr\u00e4ge (Stickstoff, Phosphor) aus den Einzugsgebieten bestimmt. Voraussetzung f\u00fcr nachhaltige Erfolge des Gew\u00e4sserschutzes ist also deren Verminderung. Je nach Dauer und Intensit\u00e4t der externen Eintr\u00e4ge sind au\u00dferdem mehr oder weniger gro\u00dfe N\u00e4hrstoffvorr\u00e4te in den Seesedimenten gespeichert. Durch R\u00fcckl\u00f6sungsprozesse k\u00f6nnen sie die N\u00e4hrstoffkonzentration auf hohem Niveau stabilisieren. Das N\u00e4hrstoffangebot, also die Summe aus innerer und \u00e4u\u00dferer Belastung, bestimmt dann durch biologische Produktions- und Verbrauchsprozesse den trophischen Status und damit die Gew\u00e4sserg\u00fcte eines Sees, wobei die Struktur der Organismengemeinschaft von besonderer Bedeutung ist. Die Prim\u00e4rproduktion des Phytoplanktons ist die bedeutsamste Quelle energiereicher organischer Substanz thermisch geschichteter Seen. Deswegen bestimmt sie die Intensit\u00e4t nahezu aller heterotrophen Prozesse im \u00d6kosystem; insbesondere den bakteriellen Abbau in der Sediment-Wasser-Kontaktzone. Je h\u00f6her die Prim\u00e4rproduktion, umso gr\u00f6\u00dfer ist die Menge des sedimentierenden Materials, also des Substratangebots, f\u00fcr den bakteriellen Abbau in diesem Bereich. Quantit\u00e4t und Qualit\u00e4t des sedimentierenden Materials haben ihrerseits eine enge Beziehung zur Struktur und Funktion der pelagischen Nahrungskette. Die Sedimentationsrate, die Gr\u00f6\u00dfeh\u00e4ufigkeitsverteilung der sedimentierenden Partikel und ihre chemische Zusammensetzung k\u00f6nnen deutlich von der Struktur der Zooplanktongemeinschaft beeinflusst werden. Daraus folgt: Intensit\u00e4t sowie r\u00e4umliche und zeitliche Verteilung der bakteriellen Mineralisation im Hypolimnion und in der Sediment-Wasser-Kontaktzone k\u00f6nnen ganz entscheidend von der Struktur und Funktion des pelagischen Nahrungsnetzes beeinflusst werden. In Abh\u00e4ngigkeit von der Wasserbeschaffenheit und dem trophischem Status des Sees darf deswegen ein mehr oder minder deutlicher Einfluss auf den O2-Haushalt im Tiefenwasser sowie die redox-bedingte Phosphor-Freisetzung aus dem Sediment und schlie\u00dflich auf die Gew\u00e4sserg\u00fcte vermutet werden.Das Ziel des Forschungsprojektes besteht darin, die komplexen Wechselwirkungen zwischen externer N\u00e4hrstoffbelastung, Sedimentation, Phosphorr\u00fcckl\u00f6sung aus dem Seesediment und der Struktur der pelagischen Nahrungskette in ihrer Auswirkung auf die Gew\u00e4sserg\u00fcte zu quantifizieren. Dabei sind der Einfluss der Prim\u00e4rproduktion des Phytoplanktons und die Wirkung heterotropher Verbrauchsprozesse auf Qualit\u00e4t und Quantit\u00e4t des sedimentierenden Materials von besonderem Interesse. Vermutlich ist die Phosphorr\u00fcckl\u00f6sung in einem thermisch geschichteten See, dessen Prim\u00e4rproduktion gr\u00f6\u00dftenteils in der trophogenen Zone verbraucht wird geringer als in einem vergleichbaren Gew\u00e4sser, in dem gro\u00dfe Teile der organischen Substanz in die tropholytische Zone sedimentieren. Der gegenw\u00e4rtige Erkenntnisstand soll auf diesem Wege erg\u00e4nzt und f\u00fcr die Probleme der Gew\u00e4sserg\u00fctesteuerung nutzbar werden.Die geplanten Untersuchungen sind vor allem auf die Verh\u00e4ltnisse in thermisch geschichteten Hartwasserseen gerichtet, weil dieser Seentyp im NO-deutschen Tiefland besonders h\u00e4ufig und oft von Eutrophierung betroffen ist. Versuchsfeld sind vier pelagische Enclosure (Volumen ca. 800 m3), die sich im Dagowsee befinden, einem thermisch geschichteten, eutrophen Hartwassersee.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einflu\u00df v. 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