{"id":53086,"date":"2026-10-23T12:52:19","date_gmt":"2026-10-23T10:52:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20005-804\/"},"modified":"2026-10-23T12:52:20","modified_gmt":"2026-10-23T10:52:20","slug":"20005-804","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20005-804\/","title":{"rendered":"Tiefentschwefelung von Diesel\u00c3\u00b6l und Crackbenzin durch Fl\u00c3\u00bcssig-Fl\u00c3\u00bcssig-Extraktion mit ionischen Fluiden sowie Reinigung schwefelhaltiger \u00c3\u2013le und Gase mittels feststoffgetr\u00c3\u00a4gerter ionischer Fluide"},"content":{"rendered":"<p>Tiefentschwefelung von Mineral\u00f6lfraktionen und schwefelhaltigen Gasen mit ionischen FluidenBei der hydrierenden Entschwefelung (HDS) von Kraftstoffen werden die enthaltenen Schwefelverbindungen katalytisch zu Schwefelwasserstoff umgesetzt und dieser mittels Gasw\u00c3\u00a4sche abgetrennt. Reinigt man damit jedoch durch katalytisches Cracken hergestellte Benzine verringert man deren Oktanzahl durch die Hydrierung von Olefinen erheblich. Gleichzeitig verursachen die immer strengeren Schwefelgrenzwerte einen stark erh\u00c3\u00b6hten Aufwand (hoher Druck, gro\u00c3\u0178volumige Reaktoren) bei der HDS. Alternative und vor allem wasserstofffreie Verfahren sind daher von gro\u00c3\u0178em Interesse.Ein solches neues Konzept ist die Extraktion der Schwefelverbindungen mit ionischen Fluiden (Ionic Liquids, ILs), Salze mit einem Schmelzpunkt von unter 100\u00c2\u00b0C. Aufbauend auf ein DBU-Projekt zur Tiefentschwefelung von Diesel\u00c3\u00b6l (Aktenzeichen 21490) und eigenen Vorarbeiten sollen die Basisdaten f\u00c3\u00bcr eine Tiefentschwefelung von Crackbenzin mittels Fl\u00c3\u00bcssig-Fl\u00c3\u00bcssig-Extraktion mit ionischen Fl\u00c3\u00bcssigkeiten ermittelt werden. Dazu soll durch das Screening einer IL-Bibliothek eine geeignete Schmelze gefunden bzw. optimiert werden, die die gew\u00c3\u00bcnschten Eigenschaften besitzt (hohe L\u00c3\u00b6slichkeit der Schwefelverbindungen, absolute Unl\u00c3\u00b6slichkeit der IL im Benzin, geringe Querl\u00c3\u00b6slichkeit von Kohlenwasserstoffen in der IL). Abschlie\u00c3\u0178end soll die Machbarkeit des Verfahrens anwendungsnah in einer mehrstufigen Mixer-Settler-Laborapparatur demonstriert werden.Als weiteres v\u00c3\u00b6llig neuartiges Konzept soll die Absorptionsf\u00c3\u00a4higkeit von ILs bez\u00c3\u00bcglich schwefelhaltiger Gase (Gasw\u00c3\u00a4sche mit ionischen Fluiden) untersucht werden. Dabei sollen schwefelhaltige Gase durch eine Fl\u00c3\u00bcssigkeitss\u00c3\u00a4ule (der ionischen Fl\u00c3\u00bcssigkeit) geleitet und die Entschwefelungswirkung analysiert werden. Die Anwendung zielt auf die Entschwefelung von Erdgas und Biogasen ab.Als dritter Hauptpunkt der Promotion soll die adsorptive Gas- und Mineral\u00c3\u00b6lentschwefelung mit feststoffgetr\u00c3\u00a4gerten ionischen Fluiden untersucht werden. Geeignete ILs sollen auf hochpor\u00c3\u00b6sen Tr\u00c3\u00a4gern immobilisiert und mit schwefelhaltigen Fluiden beaufschlagt werden. Im Mittelpunkt stehen die Entschwefelungskapazit\u00c3\u00a4t, das Standzeitverhalten sowie die Regenerierbarkeit der Feststoffe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tiefentschwefelung von Mineral\u00f6lfraktionen und schwefelhaltigen Gasen mit ionischen FluidenBei der hydrierenden Entschwefelung (HDS) von Kraftstoffen werden die enthaltenen Schwefelverbindungen katalytisch zu Schwefelwasserstoff umgesetzt und dieser mittels Gasw\u00c3\u00a4sche abgetrennt. 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