{"id":53084,"date":"2026-01-27T10:50:11","date_gmt":"2026-01-27T09:50:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20005-806\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:12","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:12","slug":"20005-806","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20005-806\/","title":{"rendered":"Eine Weight-of-Evidence-Studie und Bioassay-dirigierte Fraktionierungen zur Untersuchung der Sedimentbelastung und des Fischr\u00fcckgangs an der Oberen Donau"},"content":{"rendered":"<p>Untersuchung des Fischr\u00fcckgangs an der Oberen DonauSeit Beginn der 90er Jahre wurde in der Donau zwischen Sigmaringen und Ulm ein deutlicher R\u00fcckgang des Fischbestands bzw. der Fischf\u00e4nge beobachtet, dem auch mittels intensiver Bestandsst\u00fctzender Ma\u00dfnahmen nicht entgegengewirkt werden konnte. Gegens\u00e4tzlich zu der Negativentwicklung der Fischbest\u00e4nde und Fischerei-ertr\u00e4ge hat sich die Gew\u00e4sserg\u00fcte der Donau in den letzten zwanzig Jahren deutlich verbessert. Die Diskrepanz dieser beiden gegens\u00e4tzlichen Entwicklungen l\u00e4sst sich angesichts der Vielzahl m\u00f6glicher Belastungsquellen nur schwer erkl\u00e4ren und zeigt, insbesondere aus umweltpolitischen Gesichtspunkten, einen Handlungsbedarf zur Erfor-schung der Ursachen und Entwicklung von Ma\u00dfnahmen zur Kl\u00e4rung des Fischr\u00fcckgangs an der Donau auf.Als internationaler europ\u00e4ischer Fluss ist die Donau ein Flusseinzugsgebiet im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie, deren Ziel es ist, einen ?guten \u00f6kologischen? und ?guten chemischen? Zustand f\u00fcr alle europ\u00e4ischen Gew\u00e4sser bis 2015 zu erreichen. In den Richtlinien ist die Zusammensetzung und Artenh\u00e4ufigkeit der Fischfauna neben der aquatischen Flora und Wirbellosenfauna ein entscheidendes biologisches Qualit\u00e4ts-element. St\u00f6rungen in Fischbest\u00e4nden und bei der Fischgesundheit zeigen daher an, dass das Ziel der EU-WRRL an der Donau m\u00f6glicherweise nicht erreicht wird. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Problematik wurden in der Vergangenheit ver-schiedene wissenschaftliche Studien (darunter die eigene Diplomarbeit)an der Donau durchgef\u00fchrt. In diesen Studien konnte gezeigt werden, dass an mehreren Standorten der Oberen Donau ein erh\u00f6htes \u00f6kotoxikologisches Sch\u00e4digungspotenzial vorliegt, das mit einer Belastung In situ einherging. Insbesondere den Sedimenten kam als Senke und m\u00f6gliche Quelle f\u00fcr die Schadstoffe eine gro\u00dfe Bedeutung zu. Das geplante Promotionsvorhaben soll an die im Rahmen der Vorstudien entstandenen Fragen ankn\u00fcpfen und mittels eines labor- und freilandorientierten integrierten Weight-of-Evidence-Ansatz zur Kl\u00e4rung des Fischr\u00fcckgangs an der Donau einen entscheiden-den Beitrag leisten. Neben der Identifizierung der Parameter, welche der Erreichung des guten \u00f6kologischen Zustandes an der Donau zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt im Wege stehen sollen zus\u00e4tzlich \u00fcber die gemeinsame Nutzung von In vitro- und In situ-Unter-suchungsmethoden wichtige Beitr\u00e4ge zum allgemeinen Verst\u00e4ndnis der Relevanz der eingesetzten Biotestverfahren f\u00fcr das Freiland und hinsichtlich ihrer Nutzung f\u00fcr ein Routinescreening im Kontext der EU-WRRL geleistet werden. \u00dcbergeordnetes Ziel dieser Arbeit ist die Identifizierung der chemischen Substanzen, welche f\u00fcr das gemessene \u00f6kotoxikologische Potenzial verantwortlich sind. Dieses Ziel soll durch umfangreiche Bioassay-dirigierte Fraktionierungen und chemische Analysen in Kooperation mit dem UfZ Leipzig erreicht werden. Da der Einfluss endokrin wirksamer Substanzen auf das Hormonsystem und damit auf die Reproduktionsf\u00e4higkeit von Mensch und Tier einen wichtigen Aspekt bez\u00fcglich des Fischr\u00fcckgangs in der Donau darstellen k\u00f6nnte, soll ein inhaltlicher Schwerpunkt weiterhin auf der Untersuchung endokriner Wirksamkeit in den Donausedimenten liegen. In Kooperation mit der Michigan State University (MSU) k\u00f6nnten hier durch die Etablierung und Anwendung neuartiger Testsysteme wichtige Befunde zum endokrinen Belastungspotenzial der Donausedimente erhalten werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Untersuchung des Fischr\u00fcckgangs an der Oberen DonauSeit Beginn der 90er Jahre wurde in der Donau zwischen Sigmaringen und Ulm ein deutlicher R\u00fcckgang des Fischbestands bzw. der Fischf\u00e4nge beobachtet, dem auch mittels intensiver Bestandsst\u00fctzender Ma\u00dfnahmen nicht entgegengewirkt werden konnte. 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