{"id":53084,"date":"2026-10-23T12:52:19","date_gmt":"2026-10-23T10:52:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20005-806\/"},"modified":"2026-10-23T12:52:20","modified_gmt":"2026-10-23T10:52:20","slug":"20005-806","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20005-806\/","title":{"rendered":"Eine Weight-of-Evidence-Studie und Bioassay-dirigierte Fraktionierungen zur Untersuchung der Sedimentbelastung und des Fischr\u00c3\u00bcckgangs an der Oberen Donau"},"content":{"rendered":"<p>Untersuchung des Fischr\u00fcckgangs an der Oberen DonauSeit Beginn der 90er Jahre wurde in der Donau zwischen Sigmaringen und Ulm ein deutlicher R\u00c3\u00bcckgang des Fischbestands bzw. der Fischf\u00c3\u00a4nge beobachtet, dem auch mittels intensiver Bestandsst\u00c3\u00bctzender Ma\u00c3\u0178nahmen nicht entgegengewirkt werden konnte. Gegens\u00c3\u00a4tzlich zu der Negativentwicklung der Fischbest\u00c3\u00a4nde und Fischerei-ertr\u00c3\u00a4ge hat sich die Gew\u00c3\u00a4sserg\u00c3\u00bcte der Donau in den letzten zwanzig Jahren deutlich verbessert. Die Diskrepanz dieser beiden gegens\u00c3\u00a4tzlichen Entwicklungen l\u00c3\u00a4sst sich angesichts der Vielzahl m\u00c3\u00b6glicher Belastungsquellen nur schwer erkl\u00c3\u00a4ren und zeigt, insbesondere aus umweltpolitischen Gesichtspunkten, einen Handlungsbedarf zur Erfor-schung der Ursachen und Entwicklung von Ma\u00c3\u0178nahmen zur Kl\u00c3\u00a4rung des Fischr\u00c3\u00bcckgangs an der Donau auf.Als internationaler europ\u00c3\u00a4ischer Fluss ist die Donau ein Flusseinzugsgebiet im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie, deren Ziel es ist, einen ?guten \u00c3\u00b6kologischen? und ?guten chemischen? Zustand f\u00c3\u00bcr alle europ\u00c3\u00a4ischen Gew\u00c3\u00a4sser bis 2015 zu erreichen. In den Richtlinien ist die Zusammensetzung und Artenh\u00c3\u00a4ufigkeit der Fischfauna neben der aquatischen Flora und Wirbellosenfauna ein entscheidendes biologisches Qualit\u00c3\u00a4ts-element. St\u00c3\u00b6rungen in Fischbest\u00c3\u00a4nden und bei der Fischgesundheit zeigen daher an, dass das Ziel der EU-WRRL an der Donau m\u00c3\u00b6glicherweise nicht erreicht wird. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Problematik wurden in der Vergangenheit ver-schiedene wissenschaftliche Studien (darunter die eigene Diplomarbeit)an der Donau durchgef\u00c3\u00bchrt. In diesen Studien konnte gezeigt werden, dass an mehreren Standorten der Oberen Donau ein erh\u00c3\u00b6htes \u00c3\u00b6kotoxikologisches Sch\u00c3\u00a4digungspotenzial vorliegt, das mit einer Belastung In situ einherging. Insbesondere den Sedimenten kam als Senke und m\u00c3\u00b6gliche Quelle f\u00c3\u00bcr die Schadstoffe eine gro\u00c3\u0178e Bedeutung zu. Das geplante Promotionsvorhaben soll an die im Rahmen der Vorstudien entstandenen Fragen ankn\u00c3\u00bcpfen und mittels eines labor- und freilandorientierten integrierten Weight-of-Evidence-Ansatz zur Kl\u00c3\u00a4rung des Fischr\u00c3\u00bcckgangs an der Donau einen entscheiden-den Beitrag leisten. Neben der Identifizierung der Parameter, welche der Erreichung des guten \u00c3\u00b6kologischen Zustandes an der Donau zum gegenw\u00c3\u00a4rtigen Zeitpunkt im Wege stehen sollen zus\u00c3\u00a4tzlich \u00c3\u00bcber die gemeinsame Nutzung von In vitro- und In situ-Unter-suchungsmethoden wichtige Beitr\u00c3\u00a4ge zum allgemeinen Verst\u00c3\u00a4ndnis der Relevanz der eingesetzten Biotestverfahren f\u00c3\u00bcr das Freiland und hinsichtlich ihrer Nutzung f\u00c3\u00bcr ein Routinescreening im Kontext der EU-WRRL geleistet werden. \u00c3\u0153bergeordnetes Ziel dieser Arbeit ist die Identifizierung der chemischen Substanzen, welche f\u00c3\u00bcr das gemessene \u00c3\u00b6kotoxikologische Potenzial verantwortlich sind. Dieses Ziel soll durch umfangreiche Bioassay-dirigierte Fraktionierungen und chemische Analysen in Kooperation mit dem UfZ Leipzig erreicht werden. Da der Einfluss endokrin wirksamer Substanzen auf das Hormonsystem und damit auf die Reproduktionsf\u00c3\u00a4higkeit von Mensch und Tier einen wichtigen Aspekt bez\u00c3\u00bcglich des Fischr\u00c3\u00bcckgangs in der Donau darstellen k\u00c3\u00b6nnte, soll ein inhaltlicher Schwerpunkt weiterhin auf der Untersuchung endokriner Wirksamkeit in den Donausedimenten liegen. In Kooperation mit der Michigan State University (MSU) k\u00c3\u00b6nnten hier durch die Etablierung und Anwendung neuartiger Testsysteme wichtige Befunde zum endokrinen Belastungspotenzial der Donausedimente erhalten werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Untersuchung des Fischr\u00fcckgangs an der Oberen DonauSeit Beginn der 90er Jahre wurde in der Donau zwischen Sigmaringen und Ulm ein deutlicher R\u00c3\u00bcckgang des Fischbestands bzw. der Fischf\u00c3\u00a4nge beobachtet, dem auch mittels intensiver Bestandsst\u00c3\u00bctzender Ma\u00c3\u0178nahmen nicht entgegengewirkt werden konnte. Gegens\u00c3\u00a4tzlich zu der Negativentwicklung der Fischbest\u00c3\u00a4nde und Fischerei-ertr\u00c3\u00a4ge hat sich die Gew\u00c3\u00a4sserg\u00c3\u00bcte der Donau in den letzten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-53084","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20005\/806","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Grund","dbu_stipendiaten_vorname":"Stefanie","dbu_stipendiaten_titel":"Dr.","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2005-12-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2008-11-30 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Ruprecht-Karls-Universit\u00c3\u00a4t Heidelberg<br>Aquatische \u00c3\u2013kologie und Toxikologie<br>Centre for Organismal Studies","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Thomas Braunbeck","dbu_stipendiaten_email_dienst":"steffi.grund@web.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53084","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53084\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59096,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53084\/revisions\/59096"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=53084"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=53084"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=53084"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}