{"id":53082,"date":"2026-01-27T10:50:11","date_gmt":"2026-01-27T09:50:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20005-808\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:12","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:12","slug":"20005-808","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20005-808\/","title":{"rendered":"StSP Bionik: Entwicklung eines bionisch inspirierten, dreidimensional verformbaren Furniers aus Druckholz"},"content":{"rendered":"<p>Entwicklung eines bionisch inspirierten, dreidimensional verformbaren FurniersIm Bereich der dreidimensionalen Verarbeitung von Furnierwerkstoffen treten bei hohen Verformungsgraden vielfach Risse auf. Verantwortlich daf\u00fcr ist das spezifische mechanische Verhalten des Holzes. Im Rahmen der Promotion soll versucht werden, dieses Problem zu l\u00f6sen und damit dem Rohstoff Holz neue technische Anwendungsgebiete zu erschlie\u00dfen. Ziel ist es, ein bionisch inspiriertes, dreidimensional verformbares Furnier zu entwickeln.  Dabei  bietet sich das ?Design? des Reaktionsholzes der Nadelb\u00e4ume an, in Furnierwerkstoffe umgesetzt zu werden. Druckholz kann aufgrund seines hohen Zellulose-Mikrofibrillenwinkels nicht nur deutlich st\u00e4rker verformt werden, sondern erlaubt auch eine permanente plastische Verformung ohne signifikante Gewebesch\u00e4digung. Dabei tritt ein so genannter molekularer ?Velcro?-Mechanismus auf, bei dem die submikroskopischen Strukturelemente aneinander abgleiten, um dann in ihrer neuen Position wieder Bindungen eingehen zu k\u00f6nnen. Diese Beobachtungen auf der ultrastrukturellen Ebene des Druckholzes sollen nun praxisorientiert in eine technische Anwendung \u00fcberf\u00fchrt werden.Neben der spezifischen Druckholzstruktur wirken sich auch besonders d\u00fcnne Gewebeschnitte positiv auf die Verformbarkeit aus. Die strukturelle, richtungsabh\u00e4ngige Anisotropie von Furnier nimmt mit sinkender Dicke ab, sodass sich eine Homogenisierung des Werkstoffes einstellt. Dieser Effekt soll durch die Herstellung von Mikrofurnieren an einer speziellen L\u00e4ngsmessermaschine genutzt werden, die am Lehrstuhl f\u00fcr Holz- und Faserwerkstofftechnik der  Technischen Universit\u00e4t Dresden zur Verf\u00fcgung steht. Dehnungs- und Festigkeitsmessungen an Druckholzfurnieren unter wechselnden Umgebungsbedingungen (Feuchte, Temperatur) dienen zur Bestimmung der optimalen Prozessparameter. Zur Herstellung von Lagendruckholz werden die Mikrofurniere kreuzweise \u00fcbereinander gelegt und dann mittels eines nat\u00fcrlichen Bindemittels verleimt.Das dreidimensionale Verformungsverhalten dieses Furnierlagenholzes wird anschlie\u00dfend im Laborma\u00dfstab untersucht. In einem abschlie\u00dfenden Schritt sollen mit dem entwickelten Furnierwerkstoff 3D-Beschichtungen an einer Membranpresse durchgef\u00fchrt werden.Das Ziel der Promotion ist es, mit sehr d\u00fcnnen Druckholzfurnieren ein  bionisch inspiriertes Furnierlagenholz zu erzeugen, welches sich unter noch zu definierenden klimatischen Bedingungen in einer bisher unerreichten Weise dreidimensional verformen l\u00e4sst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entwicklung eines bionisch inspirierten, dreidimensional verformbaren FurniersIm Bereich der dreidimensionalen Verarbeitung von Furnierwerkstoffen treten bei hohen Verformungsgraden vielfach Risse auf. Verantwortlich daf\u00fcr ist das spezifische mechanische Verhalten des Holzes. Im Rahmen der Promotion soll versucht werden, dieses Problem zu l\u00f6sen und damit dem Rohstoff Holz neue technische Anwendungsgebiete zu erschlie\u00dfen. 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