{"id":53068,"date":"2026-01-27T10:50:09","date_gmt":"2026-01-27T09:50:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20005-822\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:10","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:10","slug":"20005-822","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20005-822\/","title":{"rendered":"Charakterisierung und Optimierung mikrobieller Transformations- und Derivatisierungsreaktionen pharmakologisch relevanter Biarylverbindungen zur umweltfreundlichen Synthese von Wirkstoffbestandteilen unter besonderer Ber\u00fccksichtigung von Carbazol"},"content":{"rendered":"<p>Mikrobielle Transformation pharmakologisch relevanter Substanzen zur umweltfreundlichen SyntheseDie Entwicklung und Optimierung von Synthesen zur Herstellung neuer Wirkstoffe und Feinchemikalien mit Hilfe ganzer Zellen oder einzelner biochemischer Katalysatoren (Enzyme) ist Ziel der ?wei\u00dfen Biotechnologie?. Neben der Aussicht auf eine gezielte Synthese sind der umweltschonende Charakter biotechnologischer Verfahren und die oftmals erreichte Reduktion der Produktionskosten von entscheidender Bedeutung. Aufgrund der besonderen Substratspektren der Enzyme, hohen Umsatzgeschwindigkeiten sowie des schonenden Charakters biochemischer Reaktionen (Raumtemperatur, Normaldruck), erm\u00f6glicht die enzymatische Katalyse die Erschlie\u00dfung neuer Methoden der Wirkstoffentwicklung und -optimierung, die z.T. durch rein chemische Verfahren nicht realisierbar w\u00e4ren. Angesichts ung\u00fcnstiger Pharmakokinetiken, unerw\u00fcnschter Wirkstoffinteraktionen und zunehmender Gefahren durch sich ausbreitende Wirkstoffresistenzen, gewinnen biotechnologische Verfahren sowohl zur Derivatisierung existierender als auch zur Synthese neuer Wirkstoffe verst\u00e4rkt an Bedeutung. Ziel des geplanten Forschungsvorhabens ist die Produktion hydroxylierter Carbazolderivate mit Hilfe spezialisierter Mikroorganismen als Alternative bzw. Erg\u00e4nzung zu chemischen Syntheseverfahren sowie eine Optimierung und Charakterisierung der mikrobiellen Transformationsraten. Carbazole sind eine f\u00fcr die Herstellung neuer Wirkstoffe sehr interessante Substanzklasse, da viele Vertreter dieser Gruppe pharmakologisch aktiv sind. So reicht das Spektrum carbazolbasierter Pharmazeutika von chemotherapeutischen Mitteln \u00fcber antibiotisch und antiviral wirksame Substanzen bis hin zu adrenorezeptor-antagonistischen Pr\u00e4paraten, die sowohl in der Human- als auch in der Veterin\u00e4rmedizin eingesetzt werden. Angesichts der zahlreichen Anwendungsm\u00f6glichkeiten carbazolbasierter Pr\u00e4parate k\u00f6nnte eine mikrobielle Produktion von Hydroxycarbazolen, in Erg\u00e4nzung zu den kommerziell verf\u00fcgbaren 2- und 4-Hydroxycarbazolen, neue Wege der Wirkstoffsynthese \u00fcber ein hydroxylgruppentragendes Grundger\u00fcst er\u00f6ffnen. Derart funktionalisierte Carbazole w\u00fcrden dann als Wirkstoffbausteine weiteren enzymatischen Modifizierungen mittels Laccase oder chemischen Derivatisierungen zur Verf\u00fcgung stehen.Neben der Optimierung der Hydroxylierungsreaktionen gilt ein weiteres Augenmerk der strukturanalytischen Bestimmung einzelner Transformationsprodukte. Bisherige Untersuchungen zeigten, dass die aus der Stammsammlung Biologie der Universit\u00e4t Greifswald (SBUG) bezogenen St\u00e4mme neue, bislang noch nicht beschriebene Reaktionen katalysieren, die in fortf\u00fchrenden Arbeiten genauer charakterisiert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mikrobielle Transformation pharmakologisch relevanter Substanzen zur umweltfreundlichen SyntheseDie Entwicklung und Optimierung von Synthesen zur Herstellung neuer Wirkstoffe und Feinchemikalien mit Hilfe ganzer Zellen oder einzelner biochemischer Katalysatoren (Enzyme) ist Ziel der ?wei\u00dfen Biotechnologie?. 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