{"id":53065,"date":"2026-01-27T10:50:09","date_gmt":"2026-01-27T09:50:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20006-825\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:10","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:10","slug":"20006-825","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20006-825\/","title":{"rendered":"Modell zur Vorhersage diffuser Emissionen an fl\u00fcssig beaufschlagten Flanschverbindungen"},"content":{"rendered":"<p>Emissionen an FlanschverbindungenDie Reinhaltung der Luft geh\u00f6rt zu den wichtigsten Zielen des Umweltschutzes, weshalb z.B. die Bundesrepublik Deutschland zusammen mit zahlreichen weiteren L\u00e4ndern Europas durch Unterzeichnung verschiedener UN\/ECE- Protokolle unter anderem eine eine Selbstverpflichtung zur Reduktion der VOC-Emissionen (VOC = volatile organic compounds) eingegangen ist.Bei den Emissionen fl\u00fcchtiger organischer Verbindungen werden zwei wesentliche Quelltypen unterschieden. Auf der einen Seite stehen die definierten Emissionen, wie sie beispielsweise aus Abgasstr\u00f6men und Fackeln austreten. Diffuse Emissionen hingegen treten aus vielen Einzelquellen wie Spindelabdichtungen von Armaturen oder aus Flanschverbindungen aus.Da die Anzahl der Flanschverbindungen in einer chemischen Produktionsanlage sehr hoch ist, kann aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden nicht jede Dichtung einzeln vor der Inbetriebnahme gepr\u00fcft werden. Daher werden Dichtungen einer Baumusterpr\u00fcfung unterzogen und dann zertifiziert. Die Zertifizierung erfolgt im Regelfall anhand standardisierter Versuche, die mit dem Medium Helium durchgef\u00fchrt werden, da Helium-Molek\u00fcle sehr klein sind. Somit wird eine worst-case-Absch\u00e4tzung des zu erwartenden Emissionsstromes getroffen. Eine Absch\u00e4tzung des unter Betriebsbedingungen tats\u00e4chlich zu erwartenden Emissionsstroms ist jedoch nicht m\u00f6glich.Wesentlicher Nachteil dieser Vorgehensweise ist die Vernachl\u00e4ssigung spezieller Anforderungen, die beim Abdichten von Fl\u00fcssigkeiten auftreten. So war die Meinung, dass Fl\u00fcssigkeiten aufgrund deren wesentlich h\u00f6herer Viskosit\u00e4t  deutlich weniger stark emittieren als Gase, weit verbreitet. Messungen im Rahmen des Projektes haben jedoch gezeigt, dass diese Annahme nicht global korrekt ist, sondern dass beispielsweise Methanol-Emissionen durchaus in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von Helium-Emissionen liegen k\u00f6nnen.Weiterhin lieferten Messungen ohne Innendruckbeaufschlagung Emissionsstr\u00f6me, die etwa ein F\u00fcnftel der Emission einer vergleichbaren Messstelle bei einem Innendruck von 40 bar betrugen. An diesem Beispiel zeigt sich deutlich, dass die Emissionen von Gasen und Fl\u00fcssigkeiten grunds\u00e4tzlich verschiedenen Transportmechanismen unterliegen.Diese Mechanismen aufzukl\u00e4ren und ein Berechnungsmodell zu entwickeln, welches den Einfluss von- Stoffeigenschaften wie Dampfdruck, Molek\u00fclgr\u00f6\u00dfe, Viskosit\u00e4t- Prozessbedingungen wie Temperatur und Druck- Konstruktive Randbedingungen wie Flanschtyp, Dichtungstyp, Rauhigkeit- Montage (Unterschiedliche Fl\u00e4chenpressung, Flanschverformung)auf die Emission von Fl\u00fcssigkeiten abbilden kann, ist zentrales Ziel des Projektes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Emissionen an FlanschverbindungenDie Reinhaltung der Luft geh\u00f6rt zu den wichtigsten Zielen des Umweltschutzes, weshalb z.B. die Bundesrepublik Deutschland zusammen mit zahlreichen weiteren L\u00e4ndern Europas durch Unterzeichnung verschiedener UN\/ECE- Protokolle unter anderem eine eine Selbstverpflichtung zur Reduktion der VOC-Emissionen (VOC = volatile organic compounds) eingegangen ist.Bei den Emissionen fl\u00fcchtiger organischer Verbindungen werden zwei wesentliche Quelltypen unterschieden. 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