{"id":53056,"date":"2026-01-27T10:50:07","date_gmt":"2026-01-27T09:50:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20006-834\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:09","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:09","slug":"20006-834","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20006-834\/","title":{"rendered":"Chemische Reaktionen mit Zuckermolek\u00fclen ohne L\u00f6semittel durch Derivatisierung in niedrig schmelzenden Gemischen"},"content":{"rendered":"<p>Reaktionen an Zuckermolek\u00fclen in SchmelzeUnl\u00e4ngst ist man sich dar\u00fcber einig, dass die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Rohstoffen reduziert werden muss, indem nachhaltige Strategien f\u00fcr die Zukunft entwickelt werden. Ein Ansatz zur langfristigen Sicherung der Rohstoffgrundlage ist die effektive chemische und  biochemische Transformation nachwachsender Ausgangsstoffe in Feinchemikalien und Bedarfsgegenst\u00e4nde. Neben der Verwendung alternativer Rohstoffe tragen auch alternative L\u00f6semittel zur Entwicklung einer nachhaltigen Chemie bei.Die Basis des Forschungsvorhabens stellt das erprobte Konzept von Kohlenhydrat-Harnstoff-Salz Mischungen dar. Es l\u00e4sst sich als alternatives L\u00f6semittelsystem klassifizieren. Durch die Zugabe eines Harnstoffderivats, das als Wasserstoffbr\u00fcckendonor und ?akzeptor fungiert, kommt es bei den Zuckermischungen zu einer Schmelzpunktdepression. Das System wurde solvatochromatisch mit Nil Rot und dem Reichhardt Farbstoff auf seine Polarit\u00e4t hin untersucht. F\u00fcr die unterschiedlichen Mischungen konnte eine Polarit\u00e4t zwischen N,N-Dimethylformamid und Wasser festgestellt werden.  In den bei 65-75 \u00b0C eintretenden Schmelzen lassen sich im besonderen Reaktionen durchf\u00fchren, die \u00fcber ionische bzw. polare Intermediate oder \u00dcbergangszust\u00e4nde verlaufen; beschriebene Beispiele in seht guten Ausbeuten sind neben der Suzuki- und Stille-Kreuzkupplung die Hydrierung von Alkenen, sowie Diels-Alder-Cycloadditionsreaktionen.  Das Aufgabenfeld der Dissertation l\u00e4sst sich in zwei gro\u00dfe Teilgebiete unterteilen. Es sollen Reaktionen sowohl in, als auch an den Zucker-Harnstoff-Mischungen selbst durchgef\u00fchrt werden. Das beschriebene L\u00f6semittelsystem bietet neben den bereits aufgef\u00fchrten Reaktionen noch eine Vielzahl interessanter Anwendungen. Es sollen wichtige C-C-Kupplungsreaktionen, die f\u00fcr die Synthese essentieller Zwischen- oder Endstufen der pharmazeutischen oder agrochemischen Industrie unerl\u00e4sslich sind, herausgegriffen werden und auf die Schmelze m\u00f6glichst effektiv \u00fcbertragen werden. Das One-Pot-Verfahren stellt hier eine nachhaltige Strategie dar, da auf die Isolierung und Aufreinigung der Zwischenprodukte verzichtet wird, wodurch ein erheblicher \u00f6konomischer und \u00f6kologischer Vorteil entsteht.Eine andere Strategie verfolgt das zweite Teilgebiet der Dissertation. Die Zucker-Harnstoff-Salz-Mischungen sollen nun herangezogen werden, um die Kohlenhydrate selbst in der Schmelze zur Reaktion zu bringen. Dadurch wird auf ein L\u00f6sungsmittel komplett verzichtet und gleichzeitig gehen ausschlie\u00dflich nachwachsende Rohstoffe in den Prozess ein. Zucker kann demzufolge ohne die Verwendung von DMF oder DMSO in bedeutende Produkte f\u00fcr die Pharmazeutik, Kosmetik- und Nahrungsmittelindustrie transformiert werden. Auf diesem l\u00f6semittelfreien Weg erreicht man durch effiziente Derivatisierung eine Wertsteigerung des g\u00fcnstigen und nachwachsenden Rohstoffs Zucker.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reaktionen an Zuckermolek\u00fclen in SchmelzeUnl\u00e4ngst ist man sich dar\u00fcber einig, dass die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Rohstoffen reduziert werden muss, indem nachhaltige Strategien f\u00fcr die Zukunft entwickelt werden. Ein Ansatz zur langfristigen Sicherung der Rohstoffgrundlage ist die effektive chemische und biochemische Transformation nachwachsender Ausgangsstoffe in Feinchemikalien und Bedarfsgegenst\u00e4nde. 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