{"id":53055,"date":"2026-01-27T10:50:07","date_gmt":"2026-01-27T09:50:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20006-835\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:09","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:09","slug":"20006-835","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20006-835\/","title":{"rendered":"Invasionsbiologie und \u00f6kologisches Verhalten der gebietsfremden Baumart Fraxinus pennsylvanica Marsh. in den Auenw\u00e4ldern der Mittelelbe im naturschutzfachlichen Kontext"},"content":{"rendered":"<p>Invasionsbiologie und \u00f6kologisches Verhalten der Rot-Esche<\/p>\n<p>Biologische Invasionen haben im Zuge des internationalen Handels und der prognostizierten Klimaerw\u00e4rmung vermehrt an Bedeutung gewonnen und zeigen vor allem vor dem Hintergrund naturschutzfachlicher Bewertungen eine hohe Brisanz. Die Rot-Esche (Fraxinus pennsylvanica) ist eine Baumart aus NO-Amerika, die im 18. Jahrhundert nach Europa und Deutschland eingef\u00fchrt wurde. Auch im Gebiet der Mittleren Elbe (Sachsen-Anhalt) wurde sie damals gepflanzt und erreicht dort heute hohe Stetigkeiten. Die Auenw\u00e4lder der Mittleren Elbe unterliegen seit 1979 bzw. 1990 durch ihre Ausweisung als Biosph\u00e4renreservat einem besonderen Schutzstatus durch die Anerkennung der UNESCO, dessen wesentliches Ziel der Erhalt gebietstypischer \u00d6kosysteme sowie ihrer Arten- und Formenvielfalt ist. Durch ein massives Auftreten und eine fortschreitende Ausbreitung der gebietsfremden Rot-Esche k\u00f6nnen sich Konflikte bei der Erhaltung der wertvollen Auenw\u00e4lder ergeben. Die Arbeit soll Erkenntnisse zum \u00f6kologischen Verhalten der Rot-Esche im neuen Areal und zur Invasionsbiologie liefern. Da bislang noch keine konkreten Aussagen zum Verhalten der Rot-Esche im neuen Areal m\u00f6glich waren, ist es ein wesentliches Ziel der Untersuchungen, Fragen zum Fruktifikations- und Verj\u00fcngungsverhalten der Baumart zu beantworten sowie Einflussfaktoren f\u00fcr ihre Ausbreitung herauszuarbeiten. Die Untersuchungen beschr\u00e4nken sich dabei auf drei wesentliche Phasen des Verj\u00fcngungszyklus: Samenausbreitung, Keimung und Verj\u00fcngungsetablierung. Auf der Grundlage von durch Samenf\u00e4nge gewonnenen Daten der anemochoren (durch Wind) Samenausbreitung wurden in einem mathematischen Modellierungsprogramm (WaldStat) Angaben \u00fcber m\u00f6gliche Ausbreitungsentfernungen und Samenmengen pro Mutterbaum errechnet. Durch einen spezifischen Versuch konnte auch die hydrochore (durch Wasser) Ausbreitung der Rot-Eschen-Samen nachgewiesen werden. Diese Ausbreitungsm\u00f6glichkeit ist vor allem im Auwald von wesentlicher Bedeutung. Verschiedene Keimtests und Versuche zur Diasporenbank der Baumart erm\u00f6glichen eine Einsch\u00e4tzung des zu erwartenden Etablierungserfolges. Das Wissen um die beeinflussenden Parameter der Samenausbreitung und Keimlingsetablierung kann nun mit erhobenen Daten der Verj\u00fcngung auf verschiedenen Standorten verschnitten werden.Die erzielten und zu erwartenden Ergebnisse erm\u00f6glichen es, das Ausbreitungspotentials der Rot-Esche f\u00fcr das Gebiet der Mittleren Elbe abzusch\u00e4tzen und potenzielle naturschutzfachliche Risiken f\u00fcr das Schutzgebiet herauszustellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Invasionsbiologie und \u00f6kologisches Verhalten der Rot-Esche Biologische Invasionen haben im Zuge des internationalen Handels und der prognostizierten Klimaerw\u00e4rmung vermehrt an Bedeutung gewonnen und zeigen vor allem vor dem Hintergrund naturschutzfachlicher Bewertungen eine hohe Brisanz. 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