{"id":53046,"date":"2026-01-27T10:50:07","date_gmt":"2026-01-27T09:50:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20006-844\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:08","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:08","slug":"20006-844","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20006-844\/","title":{"rendered":"\u0084Natur ist f\u00fcr mich die Welt\u0093 Lebensweltlich gepr\u00e4gte Naturbilder von Kindern im Grundschulalter im Spiegel qualitativer Analysen"},"content":{"rendered":"<p>Bildungsgegenstand Natur und Gesundheit<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Kernfragen dieser Arbeit lauten: <\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">1.\tWelche Naturbilder haben Kinder im Grundschulalter hier und heute? <\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">2.\tIn welchem lebensweltlichen Rahmen erfolgt die Genese dieser Naturbilder? <\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">3.\tWie kann man Gegebenheiten schaffen, damit Kinder ihre Naturbilder p\u00e4dagogisch unterst\u00fctzt reflektieren und differenzieren k\u00f6nnen?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Naturbilder sind ausschlaggebend f\u00fcr einen nachhaltigen Umgang mit sich selbst und gegen\u00fcber der Natur, denn &#8211; so die Hauptthese &#8211; sie strukturieren und leiten das Verhalten. Da die Basis f\u00fcr diese Vorstellungen und Einstellungen durch in der Kindheit gemachte Erfahrungen in Familie, Schule und Lebensumfeld gelegt wird, sind Kinder im Grundschulalter die Zielgruppe dieser Arbeit.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Bildungsrealit\u00e4t zeigt, dass Schule zwar Wissen \u00fcber Naturschutz vermittelt, aber keine handlungsrelevanten lebensweltlichen Bez\u00fcge herstellt oder kindliche Vorstellungen und Einstellungen ad\u00e4quat einbezieht. Ausgehend von einem Bildungsverst\u00e4ndnis, das auch Modalit\u00e4ten der non-formalen und informellen Bildung einen hohen Einfluss zuspricht, werden Kinder als produktive Verarbeiter der Realit\u00e4t betrachtet. Um Kindern den notwendigen Erfahrungsraum zu er\u00f6ffnen, bedarf es also einer Schul\u00f6ffnung f\u00fcr alltagsnahe au\u00dferschulische Lernorte.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Diese Arbeit will den Lebensweltbezug von Naturbildern herausarbeiten. Daher wurde als erster Schritt eine Lebensweltanalyse aus Kindersicht erstellt (Methode: Bewegungslandkarte; n = 151 aus acht Schulklassen) mit besonderem Augenmerk auf das Naturerleben und das Bewegungsverhalten. Es wurden jeweils alle ersten und dritten Klassen  von zwei Grundschulen befragt, wobei eine Schule in eher st\u00e4dtischem Gebiet und die andere in l\u00e4ndlichem Raum liegt. Um den famili\u00e4ren Einfluss erheben zu k\u00f6nnen, wurde in einem zweiten Schritt eine Befragung der Eltern (teilstandardisierte Frageb\u00f6gen; n = 63 aus f\u00fcnf Schulklassen) zu deren Natursicht und Umweltverhalten durchgef\u00fchrt. Aufgrund von herausgearbeiteten Differenzen bzw. Mustern des Naturerlebens und Bewegungsverhaltens der Kinder sowie dem angegebenen Umweltverhalten der Eltern wurden in einem dritten Schritt Teilgruppen der Kinder (n = ca. 25) ausgew\u00e4hlt. Diese wurden in offenen Leitfadeninterviews zu Vorstellungen, Einstellungen und Verhaltensweisen in Bezug auf die Natur befragt, um N\u00e4heres \u00fcber deren Genese im lebensweltlichen Kontext zu erfahren. Diese ca. drei\u00dfigmin\u00fctigen Kinderinterviews wurden inhaltsanalytisch (nach Mayring) ausgewertet und die Aussagen der Kinder und ihrer Eltern anschlie\u00dfend anhand der gebildeten Kategorien zu Typologien verdichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Schlie\u00dflich wurden vor der Zusammenf\u00fchrung der Ergebnisse die bis dahin vorliegenden Erkenntnisse ausschnitthaft und exemplarisch zu Themen verdichtet, die als Gegenstand f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Projekttagen an den Schulen ausgew\u00e4hlt wurden, um den Kindern eine zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeit zu geben, ihre Naturbilder handlungsbezogen reflektieren und differenzieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ver\u00f6ffentlichungen:<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Meske, M. (2011). &#8220;Natur ist f\u00fcr mich die Welt&#8221; Lebensweltlich gepr\u00e4gte Naturbilder von Kindern. VS-Verlag<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Hesebeck, B.; Meske, M. (2010). Eiche, Farn und Specht: Mit spielerischen Aktivit\u00e4ten den Wald und seine Bewohner erforschen und verstehen. M\u00fcnster: \u00d6kotopia Verlag<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Lau, M.; Meske, M. (2010). Ma\u00dfnahmen der Umweltbildung bzw. Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung und deren Nutzbarmachung bei der Eingriffskompensation, Koh\u00e4renzsicherung und Umweltschadenssanierung. In: Natur und Recht, Volume 32, Number 7 \/ Juli 2010; S. 475-484 <\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Meske, M. (2008). Naturbild und Nachhaltigkeit: Welches Bild machen sich Kinder von der Natur, und wo muss Umweltbildung ansetzen, damit es zu mehr Nachhaltigkeits-bewusstsein kommt? In: Erdmann, K.-H.; L\u00f6ffler, J.; Roscher, S. [Hrsg.]. Naturschutz im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung. Ans\u00e4tze, Konzepte, Strategien. Bonn, Bad Godesberg: Bundesamt f\u00fcr Naturschutz (BfN); S. 73-99<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bildungsgegenstand Natur und Gesundheit Die Kernfragen dieser Arbeit lauten: 1. Welche Naturbilder haben Kinder im Grundschulalter hier und heute? 2. In welchem lebensweltlichen Rahmen erfolgt die Genese dieser Naturbilder? 3. Wie kann man Gegebenheiten schaffen, damit Kinder ihre Naturbilder p\u00e4dagogisch unterst\u00fctzt reflektieren und differenzieren k\u00f6nnen? 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