{"id":53043,"date":"2026-02-09T10:50:14","date_gmt":"2026-02-09T09:50:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20006-847\/"},"modified":"2026-02-09T10:50:14","modified_gmt":"2026-02-09T09:50:14","slug":"20006-847","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20006-847\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcnde f\u00fcr Naturschutz. Naturethik &#8211; Natur\u00e4sthetik &#8211; Naturerfahrung (Arbeitstitel)"},"content":{"rendered":"<p>Gr\u00fcnde f\u00fcr Naturschutz (Arbeitstitel)<\/p>\n<p><strong>Zusammenfassung<\/strong><strong>: <\/strong>In meiner philosophischen Dissertation setze ich mich mit der naturethischen Frage auseinander, warum Natur gesch\u00fctzt werden sollte. Dabei besch\u00e4ftige ich mich insbesondere mit dem \u00e4sthetischen Naturschutzargument. Naturethische \u00dcberlegungen sind letztlich n\u00f6tig f\u00fcr fundierte Naturschutzforderungen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Theoretischer Hintergrund und Problem<\/strong><\/p>\n<p>Nicht alle Anliegen des Naturschutzes lassen sich auf naturwissenschaftliche, also idealerweise rein objektive und wertfreie Weise hinreichend bearbeiten. Geht es um Bewertungen von Vorhaben, ist zus\u00e4tzlich eine normative Komponente n\u00f6tig.(1) Deren kritische Analyse und Diskussion ist Aufgabe der Naturethik.(2) Meine Arbeit behandelt die naturethische Frage, warum Natur gesch\u00fctzt werden sollte.<\/p>\n<p>Im Rahmen der naturethischen Debatte gibt es schon eine Reihe von Argumenten, mit denen versucht wird, Naturschutz zu begr\u00fcnden.(3) Dazu geh\u00f6ren einerseits anthropozentrische Argumente. Diese begr\u00fcnden Naturschutz mit dem Wert der Natur f\u00fcr den Menschen. Dazu geh\u00f6ren andererseits aber auch physiozentrische Argumente. Sie sprechen der Natur einen eigenen moralischen Wert zu und fordern Naturschutz um der Natur willen.(4)<\/p>\n<p>Nun sind allerdings eine Reihe der in der naturethischen Debatte bisher aufgef\u00fchrten Argumente nicht stichhaltig.(5) Als tragf\u00e4hig und in der naturethischen Debatte mit am schlagkr\u00e4ftigsten erwiesen hat sich hingegen das \u00e4sthetische Naturschutzargument.(6) Es besagt, dass \u00e4sthetisches Erleben von Natur f\u00fcr viele Menschen zum guten Leben geh\u00f6rt und Natur daher gesch\u00fctzt werden sollte.(7)<\/p>\n<p>Doch auch das \u00e4sthetische Naturschutzargument ist nicht ganz unproblematisch. In meiner Arbeit setze ich mich mit seinen Schwierigkeiten auseinander und versuche, es in abgewandelter Form zum Tragen zu bringen. Ziel dabei ist es, ein Argument zu finden, das es erlaubt, an der Naturschutzforderung festzuhalten.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Relevanz<\/strong><\/p>\n<p>Ich greife in dieser Arbeit ein signifikantes Problem aktueller naturethischer \u00dcberlegungen auf, welches zu l\u00f6sen f\u00fcr das Fortkommen des naturethischen Anliegens grunds\u00e4tzlich wichtig ist. Naturethische Argumente wiederum sind n\u00f6tig f\u00fcr fundierte Naturschutzforderungen.(8) Und weil diese insbesondere relevant werden, wenn es darum geht, das Naturschutzanliegen gegen andere Interessen zu verteidigen, sind naturethische \u00dcberlegungen letztlich auch n\u00f6tig f\u00fcr naturschutzpraktisches Handeln. Die in dieser Arbeit aufgef\u00fchrten \u00dcberlegungen sind damit f\u00fcr aktuelle Natur- und Umweltprobleme von Brisanz und k\u00f6nnen ma\u00dfgeblich zu deren L\u00f6sung beitragen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Methode<\/strong><\/p>\n<p>Meine Methode ist die Analyse und Diskussion der in der philosophischen und zum Teil auch naturwissenschaftlichen bzw. naturschutzfachlichen Literatur vorgebrachten Argumente zu diesen Themen. Daraus entwickele ich meine eigene Position und verteidige sie gegen vorgebrachte Argumente.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>(1) Vgl. Eser, U.\/Potthast, T. (1999): Naturschutzethik. Eine Einf\u00fchrung f\u00fcr die Praxis. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden, S. 18 f.<br \/>(2) Vgl. ebd., S. 10.<br \/>(3) Eine \u00dcbersicht \u00fcber naturethische Argumente findet sich etwa in Krebs, A. (1997): Naturethik im \u00dcberblick. In: Ders. (Hrsg.): Naturethik. Grundtexte der gegenw\u00e4rtigen tier- und \u00f6koethischen Diskussion. Suhrkamp, Frankfurt am Main, S. 337-379.<br \/>(4) Vgl. ebd., Abschnitt 1.3.<br \/>(5) Eine kritische Diskussion naturethischer Argumente bieten etwa Krebs (1997) (a. a. O.) und Meyer, K. (2003): Der Wert der Natur. Begr\u00fcndungsvielfalt im Naturschutz. Mentis, Paderborn.<br \/>(6) Etwa bei Meyer (2003) (a. a. O.).<br \/>(7) Vgl. Meyer (2003) (a. a. O.), S. 118, 142, 147, 149 f. Eine andere Variante des natur\u00e4sthetischen Argumentes bietet etwa Seel, M. (1997): \u00c4sthetische und moralische Anerkennung der Natur. In: Krebs, A. (Hrsg.) (a. a. O.).<br \/>(8) Siehe (1) und (2).<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcnde f\u00fcr Naturschutz (Arbeitstitel) Zusammenfassung: In meiner philosophischen Dissertation setze ich mich mit der naturethischen Frage auseinander, warum Natur gesch\u00fctzt werden sollte. Dabei besch\u00e4ftige ich mich insbesondere mit dem \u00e4sthetischen Naturschutzargument. 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