{"id":53042,"date":"2026-01-27T10:50:07","date_gmt":"2026-01-27T09:50:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20006-848\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:07","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:07","slug":"20006-848","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20006-848\/","title":{"rendered":"Bestimmung hydrologischer Massenvariationen aus GRACE-Daten &#8211; Ableitung der S\u00fc\u00dfwassereintr\u00e4ge der nordsibirischen und nordamerikanischen Flusssysteme in den Arktischen Ozean und deren Einfluss auf globale ozeanographische Zirkulationsmuster"},"content":{"rendered":"<p>Bestimmung hydrologischer Massenvariationen aus GRACE-DatenDie Satellitenmission GRACE (Gravity Recovery and Climate Experiment, Start 2002) bestimmt Variationen des Schwerefeldes der Erde mit bisher unerreichter Genauigkeit. Neben der Bestimmung der r\u00e4umlichen Schwerefeldstrukturen bietet GRACE damit eine v\u00f6llig neuartige M\u00f6glichkeit, zeitliche Schwerefeld\u00e4nderungen, hervorgerufen durch Massenverlagerungen im System Erde, zu beobachten. Dazu geh\u00f6ren insbesondere Variationen kontinentaler Wassermassen in r\u00e4umlichen Skalen von einigen hundert Kilometern und gr\u00f6\u00dfer und in zeitlichen Skalen von wenigen Wochen und l\u00e4nger.Die Fehlerstruktur von GRACE-Schwerefeldl\u00f6sungen, die u.a. von der r\u00e4umlichen Skale abh\u00e4ngt, ist komplex und noch nicht vollst\u00e4ndig verstanden. Gegenw\u00e4rtig entwickelte Filtermethoden zur Minderung von Fehlereffekten ber\u00fccksichtigen zunehmend diese Komplexit\u00e4t. Mit dem weiteren Fortschritt der GRACE-Mission sind Ver\u00e4nderungen der Fehlerstruktur zu erwarten, die fortw\u00e4hrende Anpassungen n\u00f6tig machen. Im vorliegenden Promotionsprojekt sollen Methoden entwickelt und angewandt werden, die es erm\u00f6glichen, aus GRACE-Daten hydrologische Massenvariationen, insbesondere f\u00fcr die in den Arktischen Ozean m\u00fcndenden Flusseinzugsgebiete, abzuleiten. Die in den Arktischen Ozean m\u00fcndenden gr\u00f6\u00dften nordsibirischen und -amerikanischen Flusssysteme (Ob, Jenissei, Lena, Mackenzie) \u00fcben durch ihren S\u00fc\u00dfwassereintrag einen wichtigen Einfluss auf das ozeanographische Regime des Arktischen Ozeans aus, ein Sachverhalt, der insbesondere bei Szenarien m\u00f6glicher Klima\u00e4nderungen zur Wirkung gelangt. Die Klima\u00e4nderungen spielen wiederum f\u00fcr die globale und regionale Wirtschaft in Kombination mit Natur- und Umweltschutz eine entscheidende Rolle. Das vorliegende Promotionsvorhaben soll an dieser Stelle einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag f\u00fcr ein besseres Verst\u00e4ndnis dieser gekoppelten komplexen Prozesse leisten.GRACE beobachtet den integralen Effekt aller Massenvariationen. Die Separierung geophysikalischer Massensignale aus GRACE-Schwerefeldl\u00f6sungen (z.B. Monatsl\u00f6sungen) ist daher gegenw\u00e4rtig ein Schwerpunkt internationaler Forschungen. Die Einbeziehung von Vorinformationen \u00fcber das raum-zeitliche Verhalten der in Betracht gezogenen Variationen ist dabei unabdingbar.F\u00fcr das Promotionsprojekt ergeben sich daraus die Aufgaben, hydrologische Vorinformationen geeignet aufzubereiten, die GRACE-Fehlerstruktur zu beschreiben, Methoden der GRACE-Datenanalyse zur Bestimmung hydrologischer Variationen zu entwickeln, die beide Typen von Informationen einbeziehen, diese Methoden anzuwenden und die Ergebnisse zu interpretieren. Ein wichtiges Thema hierbei ist die globale Klimaerw\u00e4rmung, welche zu einem wesentlichen Teil durch den Arktischen Ozean gesteuert wird. Die Ergebnisse des vorliegenden Promotionsvorhabens werden eine wertvolle Basis f\u00fcr die Untersuchung des Einflusses gro\u00dfer Flusseinzugsgebiete auf globale Klima\u00e4nderungen darstellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bestimmung hydrologischer Massenvariationen aus GRACE-DatenDie Satellitenmission GRACE (Gravity Recovery and Climate Experiment, Start 2002) bestimmt Variationen des Schwerefeldes der Erde mit bisher unerreichter Genauigkeit. Neben der Bestimmung der r\u00e4umlichen Schwerefeldstrukturen bietet GRACE damit eine v\u00f6llig neuartige M\u00f6glichkeit, zeitliche Schwerefeld\u00e4nderungen, hervorgerufen durch Massenverlagerungen im System Erde, zu beobachten. 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