{"id":53028,"date":"2026-01-27T10:50:04","date_gmt":"2026-01-27T09:50:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20006-862\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:05","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:05","slug":"20006-862","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20006-862\/","title":{"rendered":"StSP Nachhaltige Bioprozesse: Aminos\u00e4ure-Decarboxylasen als neue Biokatalysatoren in der chemischen Synthese aus mikrobiellen Metagenomen nicht-kultivierbarer Mikroorganismen acider und proteinhaltiger Standorte"},"content":{"rendered":"<p>Aminos\u00e4ure-Decarboxylasen als neue Biokatalysatoren in der chemischen SyntheseDie weltweite Produktion von Aminos\u00e4uren lag 2003 bei gesch\u00e4tzten 1,7 Millionen Tonnen. Diese werden in der Industrie entweder direkt verwendet oder weiter umgesetzt, um als Vorstufe f\u00fcr weitere wichtige Erzeugnisse der Feinchemie zu dienen. So f\u00fchrt die Decarboxylierung von Aminos\u00e4uren beispielsweise zu prim\u00e4ren\/biogenen Aminen, die unter anderem f\u00fcr die Medikamentenproduktion von Interesse sind. Leider fallen bei der klassischen chemischen Produktion immer noch umweltkritische Substanzen im Tonnenma\u00dfstab an, wie z.B. Phenylisocyanat. Die Erschlie\u00dfung und Verwertung neuer Enzyme der Enzymklasse EC 4.1.1 ist hier ein wichtiger Schritt, um hier eine nachhaltige und umweltschonende Produktion zu gew\u00e4hrleisten.Enantiomerenreine Amine geh\u00f6ren zu den bedeutendsten chiralen Bausteinen der industriellen Chemie. Diese Chemikalien dienen unter anderem als Schl\u00fcsselintermediate bei der Herstellung von Pharmazeutika, Antibiotika und Agrochemikalien. Weiterhin sind die so genannten biogenen Amine, wie unter anderem Histamin oder Phenylethylamin, aus vielen Gr\u00fcnden sehr interessant. Beispielsweise kann man die Medikamente Clenbuterol und Fenoterol nennen, beides Bronchodilatatoren, oder auch das bei hypotonen Kreislaufregulationsst\u00f6rungen verwendete Norfenefrin. Decarboxylasen k\u00f6nnen bei der Produktion dieser und \u00e4hnlicher Verbindungen, aber auch zu deren Vorstufen, zur Anwendung kommen und stellen eine echte Alternative zu den bekannten chemischen Syntheseverfahren dar, die bekannterma\u00dfen immer Cyanate ben\u00f6tigen.Neben den biogenen Aminen sind Decarboxlyasen hochbegehrte Biokatalysatoren, da sie eine Vielzahl unterschiedlicher Reaktionen spezifisch (regio- und enantioselektiv) und mit einer hohen Umsatzzahl katalysieren k\u00f6nnen. Aus diesem Grund bietet sich ihr Einsatz in der chemischen Synthese an.In diesem Projekt ist geplant neue Decarboxylasen aus Bakterien zu isolieren und somit eine biotechnologische Alternative zu er\u00f6ffnen, die ohne cyanathaltige Verbindungen auskommt. So sollen nicht nur hochinteressante, neue Biokatalysatoren f\u00fcr die chemisch\/pharmazeutische Industrie isoliert, sondern auch die Umwelt entlastet werden, indem der Bedarf an den oben genannten toxischen Verbindungen nicht mehr besteht. Bis jetzt ist es bereits gelungen eine neue Decarboxylase zu identifizieren und rekombinant zu exprimieren. Momentan steht die biochemische Charakterisierung im Mittelpunkt der Arbeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aminos\u00e4ure-Decarboxylasen als neue Biokatalysatoren in der chemischen SyntheseDie weltweite Produktion von Aminos\u00e4uren lag 2003 bei gesch\u00e4tzten 1,7 Millionen Tonnen. Diese werden in der Industrie entweder direkt verwendet oder weiter umgesetzt, um als Vorstufe f\u00fcr weitere wichtige Erzeugnisse der Feinchemie zu dienen. 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