{"id":53025,"date":"2026-01-27T10:50:04","date_gmt":"2026-01-27T09:50:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20006-865\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:05","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:05","slug":"20006-865","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20006-865\/","title":{"rendered":"Torfmoos-Kultivierung in Georgien"},"content":{"rendered":"<p>Torfmoos-Kultivierung in GeorgienFossile Torfmoose der Gattung Sphagnum sind die Hauptkomponenten von schwach zersetztem Sphagnum-Torf (?Wei\u00dftorf?). Von diesem wichtigsten Substratrohstoff f\u00fcr den Erwerbsgartenbau werden weltweit j\u00e4hrlich 30 Mio. m3 verbraucht. In den meisten L\u00e4ndern West- und Mittel-Europas sind die Wei\u00dftorfressourcen aufgebraucht. Die letzten Torfreserven in Deutschland werden voraussichtlich in 30 Jahren ausgesch\u00f6pft sein. Damit verlagert sich der Torfabbau zunehmend in die Baltischen Staaten, Skandinavien und Kanada. Gro\u00dfe Teile des deutschen Verbrauchermarktes werden durch Torfimporte versorgt und dadurch im Ausland Moore mit ihren wichtigen \u00f6kologischen Leistungen zerst\u00f6rt. Deutschland steht, als weltweit wichtigster Verbraucher von Torf f\u00fcr den Gartenbau, in der Verantwortung nach einer Alternative zu suchen die umweltgerecht ist, die Rohstoffversorgung nachhaltig sichert sowie den hohen Standards im Erwerbsgartenbau gerecht wird.Diese Alternative k\u00f6nnte die Kultivierung von Torfmoos (Sphagnum farming) sein, da Torfmoos-Frischmasse die gleichen positiven physikalischen und chemischen Eigenschaften wie Wei\u00dftorf aufweist. Die Kolchis in Georgien bietet optimale Vorraussetzungen f\u00fcr die Torfmoos-Kultivierung, wie die enorm hohe Produktivit\u00e4t und Regenerationsf\u00e4higkeit der Torfmoose unter nat\u00fcrlichen Bedingungen zeigen. Im Promotionsvorhaben werden die Fl\u00e4cheneignungen in der Kolchis f\u00fcr die Torfmoos-Kultivierung erforscht. Dazu werden Etablierungs-, Produktivit\u00e4ts- und Regenerationsversuche an verschiedenen Torfmoosarten auf nat\u00fcrlichen und degradierten Mooren durchgef\u00fchrt. Aufgrund der g\u00fcnstigen klimatischen Voraussetzungen werden erstmalig Mineralb\u00f6den in diese Untersuchungen miteinbezogen. F\u00fcr die Torfmoosetablierung werden in der Hochmoorrestauration erprobte Verfahren wie die Ausbringung von Torfmoosfragmenten oder Strohbedeckung verwendet. Die Produktivit\u00e4t wird anhand von L\u00e4nge-, Biomasse- und Dichtebestimmungen ermittelt. Die Regeneration wird durch verschiedene Abschnitttiefen und Schnittrotationen untersucht. Zeitgleich erfolgen Produktivit\u00e4tsmessungen in naturnahen Mooren.Die f\u00fcr das Torfmooswachstum bedeutsam erachteten Standortsparameter werden gemessen und durch multivariate Statistikmethoden auf ihren Einfluss getestet. Anhand dieser Hauptfaktoren werden die degradierten Moorfl\u00e4chen und Mineralb\u00f6den, verschiedene Torfmoosarten und Etablierungstechniken auf ihre Eignung gepr\u00fcft, das Gesamtfl\u00e4chenpotential der Kolchis f\u00fcr die Torfmoos-Kultivierung bestimmt, und ein Beitrag zur notwendigen Umsetzung der Torfmoos-Kultivierung geleistet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Torfmoos-Kultivierung in GeorgienFossile Torfmoose der Gattung Sphagnum sind die Hauptkomponenten von schwach zersetztem Sphagnum-Torf (?Wei\u00dftorf?). Von diesem wichtigsten Substratrohstoff f\u00fcr den Erwerbsgartenbau werden weltweit j\u00e4hrlich 30 Mio. m3 verbraucht. In den meisten L\u00e4ndern West- und Mittel-Europas sind die Wei\u00dftorfressourcen aufgebraucht. Die letzten Torfreserven in Deutschland werden voraussichtlich in 30 Jahren ausgesch\u00f6pft sein. 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