{"id":53020,"date":"2026-01-27T10:50:01","date_gmt":"2026-01-27T09:50:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20006-870\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:04","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:04","slug":"20006-870","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20006-870\/","title":{"rendered":"Historische Entwicklung der Rasse Murnau-Werdenfelser im Hinblick auf den aktuellen Bestand und Bezugnahme auf Inzuchtprobleme; Nutzung biotechnischer Verfahren zur Erhaltung des genetischen Pools der Rasse Murnau-Werdenfelser"},"content":{"rendered":"<p>Entwicklung, Status quo und Zukunftsperspektiven der Rasse Murnau-WerdenfelserDas Murnau-Werdenfelser Rind (MW) ist eine gef\u00e4hrdete Haus- und Nutztierrasse, die ihren Ursprung im Werdenfelser Land rund um die Stadt Murnau findet. Die Tiere sind sehr gut an Moor- und Sumpflandschaften angepasst, aber ebenso f\u00fcr steile Almen geeignet. Die Milch der MW-K\u00fche hat eine einzigartige Zusammensetzung an Milchproteinen. Im vergangenen Jahrhundert wandten sich die Landwirte jedoch immer mehr den Hochleistungsrassen zu, so dass der MW-Bestand stetig sank. Heute findet sich die Rasse auf der Roten Liste der bedrohten Nutztierrassen.Ein Teilziel der Dissertation ist es, den aktuellen Status Quo des MW-Bestandes zu eruieren. Zur Datenerhebung wurden auf dem Postweg 135 Frageb\u00f6gen versandt. Au\u00dferdem wurde dieser Erhebungsbogen online \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich gemacht. Es kann bis jetzt eine vorl\u00e4ufige R\u00fccklaufquote von 36% und eine \u00e4u\u00dferst positive Resonanz von Seiten der Landwirte und Z\u00fcchter verzeichnet werden. Zur Erh\u00f6hung des Tierbestandes wurden bereits moderne Biotechniken der Tierzucht angewendet: die In vitro Produktion (IVP) von Embryonen und der Embryotransfer (ET). Bei der IVP werden post mortem Ovarien punktiert und die auf diesem Wege gewonnenen Oozyten in vitro fertilisiert. Nach acht Tagen k\u00f6nnen die maturierten Embryonen entweder auf Empf\u00e4ngertiere \u00fcbertragen oder kryokonserviert werden. Beim Embryotransfer werden lebende Spendertiere mit dem follikelstimulierenden Hormon (FSH) superovuliert und anschlie\u00dfend k\u00fcnstlich befruchtet. Nach sieben Tagen werden die Embryonen entnommen, und dann entweder ebenfalls \u00fcbertragen oder kryokonserviert. So konnten bis jetzt insgesamt 49 Embryonen tiefgefroren und 10 Tr\u00e4chtigkeiten erzeugt werden, von denen bereits zwei K\u00e4lber geboren sind.Zur F\u00f6rderung der wirtschaftlichen Situation der MW-Landwirte wurde im Rahmen der Messe Heimat und Brauchtum in Schwaiganger reiner Murnau-Werdenfelser K\u00e4se und spezielle MW-Rindersalami (?Bergkraxler?) produziert. Die Landwirte bekamen einen h\u00f6heren Preis f\u00fcr die Milch und das Fleisch. Die Nachfrage nach den Produkten steigt immer mehr an und es wurde auch schon eine weitere Charge K\u00e4se bestellt und produziert.Ein weiterer Aspekt ist ein vermehrter Einsatz der MW in der Landschaftspflege. So wurden f\u00fcr die Beweidung von Almfl\u00e4chen zwei Murnauer auf die Halleranger Alm im Karwendelgebiet und zwei auf die Antrittalpe im Wendelsteingebiet getrieben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entwicklung, Status quo und Zukunftsperspektiven der Rasse Murnau-WerdenfelserDas Murnau-Werdenfelser Rind (MW) ist eine gef\u00e4hrdete Haus- und Nutztierrasse, die ihren Ursprung im Werdenfelser Land rund um die Stadt Murnau findet. Die Tiere sind sehr gut an Moor- und Sumpflandschaften angepasst, aber ebenso f\u00fcr steile Almen geeignet. Die Milch der MW-K\u00fche hat eine einzigartige Zusammensetzung an Milchproteinen. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-53020","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20006\/870","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Pistory","dbu_stipendiaten_vorname":"Elisabeth","dbu_stipendiaten_titel":"Dr.","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2007-01-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2009-05-31 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen<br>Lehrstuhl f\u00fcr Molekulare Tierzucht und Biotechnologie","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Eckhard Wolf","dbu_stipendiaten_email_dienst":"elisabeth.pistory@web.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53020","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53020\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59032,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/53020\/revisions\/59032"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=53020"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=53020"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=53020"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}