{"id":53016,"date":"2026-01-27T10:50:01","date_gmt":"2026-01-27T09:50:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20006-874\/"},"modified":"2026-01-27T10:50:04","modified_gmt":"2026-01-27T09:50:04","slug":"20006-874","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20006-874\/","title":{"rendered":"StSP Nachhaltige Bioprozesse: Untersuchung der genetischen Stabilit\u00e4t von industriell genutzten rekombinanten Mikroorganismen mit Hilfe eines parallelen kontinuierlich betriebenen Sch\u00fcttelreaktorsystems"},"content":{"rendered":"<p>Untersuchung der genetischen Stabilit\u00e4t von industriell genutzten rekombinanten MikroorganismenGenetische Ver\u00e4nderungen in biotechnologisch genutzten Mikroorganismen er\u00f6ffnen den Weg zu vielf\u00e4ltigen Produkten. Jedoch stellt genetische Instabilit\u00e4t ein Problem bei einigen Produktionsst\u00e4mmen dar. Durch Gentechnologie werden Mikroorganismen dazu gebracht, Stoffe herzustellen, die sie selbst nicht ben\u00f6tigen. Deshalb geht solch ein Eingriff zu Lasten der \u00dcberlebensf\u00e4higkeit des Mikroorganismus. Verliert eine der Zellen in der Population eines Produktionsstammes die gentechnisch eingebrachte F\u00e4higkeit, so hat sie einen Wachstumsvorteil gegen\u00fcber den merkmalstragenden Zellen. Sie muss kein Fremdprotein herstellen und kann alle ihr zur Verf\u00fcgung stehende Energie und N\u00e4hrstoffe zur eigenen Vermehrung nutzen. Deshalb haben plasmidfreie Zellen in einem nicht-selektierenden Medium einen Selektionsvorteil vor plasmidhaltigen Zellen. Die Verwendung von Antibiotika als Selektionsmittel belastet das Abwasser und sollte deshalb, soweit m\u00f6glich, vermieden werden. Mit dem COSBIOS ist es m\u00f6glich kontinuierliche Sch\u00fcttelkulturen zu betreiben. Kontinuierliche Kulturen sind besonders gut zur Untersuchung der genetischen Stabilit\u00e4t geeignet, da \u00fcber den gesamten Versuch gleiche Wachstumsraten, N\u00e4hrstoffkonzentrationen und andere Fermentationsbedingungen aufrecht erhalten werden k\u00f6nnen. W\u00e4hrend normale kontinuierlich betriebene Fermenter teuer und arbeitsaufw\u00e4ndig sind, erm\u00f6glicht das COSBIOS kleine, kontinuierliche Sch\u00fcttelkulturen. Dadurch k\u00f6nnen in vielen Parallelans\u00e4tzen Mikroorganismenkulturen, unter definierten Bedingungen, auf ihre genetische Stabilit\u00e4t untersucht werden.Bisher konnte der Plasmidverlust bei verschiedenen Produktionsst\u00e4mmen beobachtet werden. Dabei zeigten sich gro\u00dfe Unterschiede. In weiteren Versuchen soll gekl\u00e4rt werden wie die genetische Stabilit\u00e4t durch die Fermentationsbedingungen beeinflusst wird und wie sie erh\u00f6ht werden kann. Verschiedene Induktionsstrategien werden \u00fcberpr\u00fcft um Erkenntnisse \u00fcber die Balance zwischen Produktivit\u00e4t und genetischer Stabilit\u00e4t zu erhalten. Damit soll eine Produktivit\u00e4tssteigerung, unter Schonung der Umwelt, erreicht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Untersuchung der genetischen Stabilit\u00e4t von industriell genutzten rekombinanten MikroorganismenGenetische Ver\u00e4nderungen in biotechnologisch genutzten Mikroorganismen er\u00f6ffnen den Weg zu vielf\u00e4ltigen Produkten. Jedoch stellt genetische Instabilit\u00e4t ein Problem bei einigen Produktionsst\u00e4mmen dar. Durch Gentechnologie werden Mikroorganismen dazu gebracht, Stoffe herzustellen, die sie selbst nicht ben\u00f6tigen. Deshalb geht solch ein Eingriff zu Lasten der \u00dcberlebensf\u00e4higkeit des Mikroorganismus. 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