{"id":52991,"date":"2026-10-23T12:52:11","date_gmt":"2026-10-23T10:52:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20007-899\/"},"modified":"2026-10-23T12:52:11","modified_gmt":"2026-10-23T10:52:11","slug":"20007-899","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20007-899\/","title":{"rendered":"Phylogeographie und Populationsstruktur des Europ\u00c3\u00a4ischen Laubfroschs (Hyla arborea) zur Unterst\u00c3\u00bctzung eines effektiven Artenschutzes"},"content":{"rendered":"<p>Genetische Analysen f\u00fcr einen effektiven ArtenschutzIn der Gruppe der Amphibien gibt es weltweit Bestandseinbussen, einige Arten gelten schon als ausgestorben. Daher ist es notwendig Natur- und Artenschutz- Ma\u00c3\u0178nahmen vorzunehmen. Die sich innerhalb der Biologie etablierte Disziplin Conservation Genetics hat sich als sehr wertvoll f\u00c3\u00bcr die Entwicklung von geeigneten Schutzmassnahmen herausgestellt. Gerade Amphibien gelten als biologische Indikatoren f\u00c3\u00bcr den Zustand der Biosph\u00c3\u00a4re, da sie sehr empfindlich auf negative Umweltver\u00c3\u00a4nderungen reagieren. In erster Linie sind Habitatver\u00c3\u00a4nderungen sowie Habitatverluste neben weiteren anthropogen bedingten Effekten f\u00c3\u00bcr den R\u00c3\u00bcckgang der Arten verantwortlich. Auch die in Deutschland heimischen Amphibien haben vor allem seit den 1960er Jahren deutliche Bestandseinbu\u00c3\u0178en zu verzeichnen. Der Laubfrosch (Hyla arborea) ist einer unserer am st\u00c3\u00a4rksten bedrohten Arten.Es ist mein Ziel am Beispiel des Laubfrosches, auf verschiedenen geographischen Ebenen Artenschutzprojekte, wie sie in einigen Bundesl\u00c3\u00a4ndern bereits anlaufen, mit einer genauen genetischen Kartierung und genetischem Monitoring zu unterst\u00c3\u00bctzen.Mit Hilfe von molekulargenetischen Markern (Cytb, d-loop, Mikrosatelliten) werden phylogeographische und populationsgenetische Analysen durchgef\u00c3\u00bchrt. Ziel ist es herauszufinden, ob es in Deutschland bzw. Niedersachsen unterschiedliche genetische Linien des Laubfroschs gibt, die z.B. auf postglaziale Einwanderungen zur\u00c3\u00bcckzuf\u00c3\u00bchren sind. Weiterhin soll in Niedersachsen und angrenzenden Regionen die genetische Strukturierung von Vorkommen untersucht werden, mit dem Ziel, eventuelle Management Units zu definieren. In der Region Hannover sollen auf lokaler Ebene alle Vorkommen populationsgenetisch erfasst werden, um Parameter wie genetische Diversit\u00c3\u00a4t, effektive Populationsgr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178en, Migration und Genfluss als auch genetische Flaschenh\u00c3\u00a4lse zu ermitteln. Mit Hilfe dieser Daten sollen Absch\u00c3\u00a4tzungen dar\u00c3\u00bcber getroffen werden, wie gef\u00c3\u00a4hrdet diese Populationen sind, bzw. wie hoch ihre \u00c3\u0153berlebenswahrscheinlichkeit ist.Die Ergebnisse dieses Projektes schaffen die Vorraussetzung f\u00c3\u00bcr effektive und effiziente Naturschutzmassnahmen (Biotopmanagement, Wiederansiedlungen, Vernetzen von Populationen, Translokationen) f\u00c3\u00bcr den Laubfrosch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Genetische Analysen f\u00fcr einen effektiven ArtenschutzIn der Gruppe der Amphibien gibt es weltweit Bestandseinbussen, einige Arten gelten schon als ausgestorben. 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