{"id":52954,"date":"2026-01-27T10:48:54","date_gmt":"2026-01-27T09:48:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20007-936\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:56","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:56","slug":"20007-936","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20007-936\/","title":{"rendered":"StSP Bionik: Untersuchung von Wachstumsprozessen baubotanischer Tragstrukturen mit dem Ziel der Integration dieser Prozesse in Entwurf, Planung, Nutzung und Monitoring"},"content":{"rendered":"<p>Untersuchung von Wachstumsprozessen baubotanischer TragstrukturenDer Begriff Baubotanik bezeichnet eine neue Bauweise bzw. Architekturform, bei der lebende Holzpflanzen mit deren Wachstumsprozessen direkt in der Architektur eingesetzt werden. Dabei k\u00f6nnen sie einen wesentlichen Teile der Tragstruktur \u00fcbernehmen. Durch diesen Ansatz k\u00f6nnen die Vorteile des Baustoffs Holz wie dem geringen Ressourcenverbrauch bei der Produktion und eine einfache R\u00fcckf\u00fchrung in den Naturkreislauf genutzt werden und mit den positiven mikroklimatischen Eigenschaften von lebenden B\u00e4umen, ihren Gestaltqualit\u00e4ten und ihrer Funktion als Habitat f\u00fcr viele Arten vereint. Bisherige baubotanische Konstruktionen zeichneten sich dadurch aus, dass sie gleich nach Fertigstellung die maximal zu erwartenden Lasten aufnehmen konnten. Dies hat aufgrund der geringen Anfangsstabilit\u00e4t dieser Bauwerke zu einer hohen Pflanzendichte gef\u00fchrt, die wiederum die Gr\u00f6\u00dfe der realisierbaren Bauwerke und damit auch ihre Nutzung und Verbreitung stark eingeschr\u00e4nkt hat. Da B\u00e4ume jedoch \u00fcber Wachstumsprozesse mit Selbstoptimierungsmechanismen verf\u00fcgen, wodurch sie ihre Form und innere Struktur dem jeweiligen Lastverh\u00e4ltnis anpassen, k\u00f6nnen baubotanische Tragwerke mit der Zeit ein wesentlich stabileres Tragwerk ausbilden. Durch eine fundierte Kenntnis der Wachstumsmechanismen im Verbund eines baubotanischen Tragsystems kann die momentane Limitierung der Bauweise \u00fcberwunden werden.Um die Wachstumsprozesse lebender Holzpflanzen gezielt einsetzen zu k\u00f6nnen (auch bereits in der Planung) ist es notwindig diese m\u00f6glichst genau zu kennen. Die Umweltbedingungen f\u00fcr die Pflanzen sind in baubotanischen Strukturen jedoch andere, wie sie im Regelfall auftreten. Aus diesem Grund ist es wichtig, die unterschiedlichen Reaktionsmuster zu kennen. F\u00fcr die statische (tragwerksplanerische) Beurteilung ist ein Monitoringsystem unabdingbar. Die Pflanzen in der Versuchsanlage haben bereits nach einem Jahr sehr hohe Unterschiede aufgewiesen, was den Holzzuwachs betrifft. Um ein solches, sehr inhomogenes System statisch beurteilen zu k\u00f6nnen, ist es notwendig ein Verfahren zu entwickeln, welches die Abbildung des Systems mit einem vertretbaren Aufwand leisten kann.Eines scheint jedoch fest zu stehen: Je mehr man \u00fcber das Verhalten bzw. die Reaktionsmuster baubotanischer Strukturen wei\u00df und sie als System verstehen kann, desto weniger detailorientiert muss man bei einer (statischen) Beurteilung einer solchen Struktur vorgehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Untersuchung von Wachstumsprozessen baubotanischer TragstrukturenDer Begriff Baubotanik bezeichnet eine neue Bauweise bzw. Architekturform, bei der lebende Holzpflanzen mit deren Wachstumsprozessen direkt in der Architektur eingesetzt werden. Dabei k\u00f6nnen sie einen wesentlichen Teile der Tragstruktur \u00fcbernehmen. 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