{"id":52949,"date":"2026-01-27T10:48:54","date_gmt":"2026-01-27T09:48:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20007-941\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:55","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:55","slug":"20007-941","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20007-941\/","title":{"rendered":"StSP Umweltethik: Normativit\u00e4t in den Wirtschaftswissenschaften: Die Neoklassik und ihre Alternativen &#8211; Zur Interdependenz zwischen \u00f6konomischen Theorien und dem Nachhaltigkeitsdiskurs"},"content":{"rendered":"<p>Normativit\u00e4t in den Wirtschaftswissenschaften: Die Neoklassik und ihre AlternativenFragestellungAusgehend von der umfangreichen Kritik an der heutigen Mainstream-\u00d6konomik sollen drei heterodoxe \u00f6konomische Theorien: die Kritische Institutionen\u00f6konomik, die \u00d6kologische \u00d6konomik und die Feministische \u00d6konomik, einer wissenschaftstheoretischen und ethischen Kritik unterzogen werden, mit dem Ziel, ihre normativen Gehalte offen zu legen und zu bewerten. Theoretische EinbettungDie heute dominante Mainstream-\u00d6konomik1 kann als die theoretische Grundlage der so genannten schwachen Nachhaltigkeit bezeichnet werden. Normative Voraussetzungen der heutigen Mainstream-\u00d6konomik stehen seit langem unter Kritik. An ihr werden insbesondere folgende Punkte kritisiert: ein verschleierter Normativismus, das Menschenbild des \u00bbhomo oeconomicus\u00ab, die vielfache Gleichsetzung von Nutzen mit Konsum, die Sprachlosigkeit der Theorie und die unzureichende Ber\u00fccksichtigung der sozialen Lebenswelt und Umwelt. Diese Normativit\u00e4t, so der Vorwurf, wirkt sich ? beispielsweise durch \u00f6konomische Politikberatung ? auf die bestehende Gesellschaft aus. Aus dieser Kritik heraus, in der Regel unter besonderer Betonung einzelner der oben genannten Aspekte, wurden alternative, so genannte heterodoxe \u00f6konomische Theorien entwickelt, die von anderen normativen Voraussetzungen ausgegehen. Allerdings wurden diese normativen Gehalte ihrerseits nicht immer offengelegt und selten argumentativ gerechtfertigt.Methodischer AnsatzAls Methode wird die Analyse von wissenschaftlichen Texten zugrunde gelegt. Die drei heterodoxen Wirtschaftstheorien sollen mit Hilfe wissenschaftsgeschichtlicher, wissenschaftstheoretischer und ethischer Analysen vergleichend untersucht werden. Ziel ist es dabei, wissenschaftstheoretische und ethische Positionierungen immanent zu rekonstruieren. Weiterhin sollen die drei heterodoxen \u00f6konomischen Theorien einer epistemologischen und ethischen Kritik unterzogen werden. Vorausgesetzt bei dieser Art der Kritik wird eine Auffassung von Begr\u00fcndungs- qua Diskursrationalit\u00e4t. RelevanzAufgrund der starken Interdependenz zwischen der \u00f6konomischen Theorie und des Nachhaltigkeitsdiskurses ist f\u00fcr die Weiterentwicklung einer Theorie der Nachhaltigkeit eine kritische Auseinandersetzung mit der \u00f6konomischen Theorie unumg\u00e4nglich. Dies ist eine zugleich wissenschaftstheoretische wie wirtschaftsethische Aufgabenstellung. Zu ihrer Beantwortung ist Wirtschaftsethik auf Theorieebene als eine reflexive und immanente Kritik der normativen Gehalte der \u00d6konomik notwendig. Die kritische Rekonstruktion ist per se noch keine Widerlegung oder gar die Pr\u00e4sentation einer Alternative. Sie ist aber eine notwendige Bedingung f\u00fcr beides.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Normativit\u00e4t in den Wirtschaftswissenschaften: Die Neoklassik und ihre AlternativenFragestellungAusgehend von der umfangreichen Kritik an der heutigen Mainstream-\u00d6konomik sollen drei heterodoxe \u00f6konomische Theorien: die Kritische Institutionen\u00f6konomik, die \u00d6kologische \u00d6konomik und die Feministische \u00d6konomik, einer wissenschaftstheoretischen und ethischen Kritik unterzogen werden, mit dem Ziel, ihre normativen Gehalte offen zu legen und zu bewerten. 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