{"id":52939,"date":"2026-10-23T12:52:04","date_gmt":"2026-10-23T10:52:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20008-948\/"},"modified":"2026-10-23T12:52:06","modified_gmt":"2026-10-23T10:52:06","slug":"20008-948","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20008-948\/","title":{"rendered":"Absch\u00c3\u00a4tzung von Stickstoffdepositionen mit Hilfe der epiphytisch wachsenden Flechten Xanthoria parietina, Physcia adscendens, Parmelia sulcata und Hypogymnia physodes und ihrer stabielen Isotopenmuster"},"content":{"rendered":"<p>Stabile Isotopenmuster in epiphytischen Flechten zur Bewertung der N-Deposition in der BRD<\/p>\n<p>In Anbetracht der zivilisatorisch-technischen sowie der sozio-\u00c3\u00b6konomischen Entwicklung hat sich w\u00c3\u00a4hrend der zweiten H\u00c3\u00a4lfte des 20. Jahrhunderts weltweit die Emittentenstruktur grundlegend ver\u00c3\u00a4ndert. Neben Anzahl und Dichte station\u00c3\u00a4rer Emittenten in den Industrie- und Wohngebieten haben mit dem schnell wachsenden Kraftfahrzeug- und Luftverkehr die Linienquellen, mit der Intensivierung der Landwirtschaft die Fl\u00c3\u00a4chenquellen stark zugenommen. In vielen Regionen Europas sorgt der anthropogene Einfluss f\u00c3\u00bcr Emissionen und Depositionen von biologisch verwertbaren Stickstoffverbindungen und \u00c3\u00bcbersteigt die Fl\u00c3\u00bcsse der entsprechenden Verbindungen im nat\u00c3\u00bcrlichen Stickstoffkreislauf. Die r\u00c3\u00a4umliche Verteilung der Deposition einzelner Stickstoffverbindungen ist sehr inhomogen, da zum einen die Quellen (urban-industriell- und landwirtschaftlich)unterschiedlich verteilt sind und sich zum anderen die Verbindungen hinsichtlich ihres Verhaltens in der Atmosph\u00c3\u00a4re unterscheiden. Auf Basis von fl\u00c3\u00a4chendeckenden Depositionsmessungen konnte f\u00c3\u00bcr die Bundesrepublik Deutschland eine Typisierung des Depositionsgeschehens durchgef\u00c3\u00bchrt werden, so dass es sich in der BRD um sechs verschiedene Depositionstypen handelt, die sich unter anderem auch aufgrund unterschiedlicher Stickstoffeintr\u00c3\u00a4ge unterscheiden. Die Flechtenvegetation wird seit vielen Jahren in der Luftreinhaltung im Rahmen von Umweltvertr\u00c3\u00a4glichkeitsuntersuchungen, Immissions-Wirkungskatastern oder in der Regional-\/Stadtplanung erfolgreich zur Ermittlung und Abgrenzung von belasteten Gebieten sowie zur langfristigen Dokumentation von Ver\u00c3\u00a4nderungen in der Umweltbelastung eingesetzt.Ziele im Dissertationsprojekt sind die Absch\u00c3\u00a4tzung der deponierten N-Frachten und die Charakterisierung von Depositionstypen bzw. N-Quellen mit Hilfe von Flechten und stabilen Stickstoff-Isotopen. Weiterhin wird ein Beitrag zum tieferen Verst\u00c3\u00a4ndnis \u00c3\u00bcber die N-Aufnahme von Flechten und die Bedeutung unterschiedlicher N-Formen f\u00c3\u00bcr die Isotopen-Fraktionierung erarbeitet. Zudem soll verglichen werden, ob die beobachteten N-Isotopenverh\u00c3\u00a4ltnisse einen besseren \u00c3\u0153berblick \u00c3\u00bcber die am Standort vorherrschende deponierte N-Form (Ammonium oder Stickoxide) geben, als die dort durch Bulksammler ermittelten Depositionen.In der vorliegenden Untersuchung sollen die Blattflechten Hypogymnia physodes, Parmelia sulcata und Xanthoria parietina ber\u00c3\u00bccksichtigt werden.Um die verschiedenen Depositionstypen anhand von N-Isotopenverh\u00c3\u00a4ltnisse unterschiedlicher Flechten zu charakterisieren, werden die Untersuchungen in unterschiedlichen Ma\u00c3\u0178stabsebenen durchgef\u00c3\u00bchrt. Das Dissertationsprojekt setzt sich aus den Untersuchungen: &#8216;Gro\u00c3\u0178-Skaliges Messnetz BRD&#8217;, &#8216;Vier-Bundesl\u00c3\u00a4nder&#8217; und &#8216;Depistionsraster&#8217;, zusammen.Durch die Kombination von chemisch-analytischen Daten, nominal und ordinal skalierten Daten aus dem Bereich der Probenahme und Standortscharakterisierung soll eine umfangreiche Beschreibung des Flechtenstandorts erreicht werden. Darunter werden zum einen eine genaue Charakterisierung der Flechtengewebekonzentration, und zum anderen eine genaue Einsch\u00c3\u00a4tzung der vorliegenden N-Deposition und der r\u00c3\u00a4umlichen Verteilung verstanden. Die drei verschiedenen Untersuchungsschritte des Dissertationsprojektes werden mit unterschiedlichen statistischen Analyseverfahren durchgef\u00c3\u00bchrt: Es wird auf varianzanalytische, multivariate und geostatistische Verfahren zur\u00c3\u00bcckgegriffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stabile Isotopenmuster in epiphytischen Flechten zur Bewertung der N-Deposition in der BRD In Anbetracht der zivilisatorisch-technischen sowie der sozio-\u00c3\u00b6konomischen Entwicklung hat sich w\u00c3\u00a4hrend der zweiten H\u00c3\u00a4lfte des 20. Jahrhunderts weltweit die Emittentenstruktur grundlegend ver\u00c3\u00a4ndert. 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