{"id":52937,"date":"2026-01-27T10:48:51","date_gmt":"2026-01-27T09:48:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20008-950\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:54","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:54","slug":"20008-950","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20008-950\/","title":{"rendered":"Funktionen von Polyphenoloxidasen im L\u00f6wenzahn &#8211; Voraussetzung f\u00fcr eine wirtschaftlich nachhaltige Nutzung"},"content":{"rendered":"<p>Funktionen von Polyphenoloxidasen im L\u00f6wenzahnPflanzliche Polyphenoloxidasen (PPOs) katalysieren die sauerstoffabh\u00e4ngige Oxidation von ortho-Diphenolen zu den entsprechenden Chinonen. PPOs treten fast immer in Genfamilien, kodierend f\u00fcr mehrere Isoenzyme, auf. Meist sind einzelne Isoenzyme in unterschiedlichen Geweben lokalisiert, werden unterschiedlich reguliert und\/oder weisen unterschiedliche biochemische Charakteristika auf, so dass auf unterschiedliche Funktionen der einzelnen Isoenzyme geschlossen werden kann. In diesem Projekt sollen mehrere Isoenzyme des L\u00f6wenzahns (Taraxacum officinale) enzymatisch charakterisiert und funktionell analysiert werden. Der L\u00f6wenzahn bietet sich f\u00fcr diese Untersuchungen insofern an, als dass dieser zum einen eine gro\u00dfe Vielfalt an Isoenzymen aufweist und die laticifere Pflanze zum anderen die M\u00f6glichkeit liefert, neben der Bedeutung einzelner PPO-Isoformen f\u00fcr die pflanzliche Resistenz auch eine m\u00f6gliche Funktion im L\u00f6wenzahn-Latex zu untersuchen. Beides ist von wirtschaftlichem Interesse, da Vertreter der Gattung L\u00f6wenzahn zu den alternativen Produzenten von Naturkautschuk z\u00e4hlen und sich dieser hochwertige Rohstoff im Latex der Pflanze befindet. Das Wissen um unterschiedliche Funktionen einzelner PPO-Isoenzyme des L\u00f6wenzahns soll zuk\u00fcnftig eine Basis liefern, durch gezielte Z\u00fcchtungen die Wirtschaftlichkeit der Pflanze verbessern zu k\u00f6nnen, dabei allerdings gleichzeitig die f\u00fcr die Resistenz verantwortlichen PPOs zu erhalten.Bisher konnten mehrere neue PPO-Gene im L\u00f6wenzahn identifiziert werden. Expressionsstudien zeigten ein hohes Ma\u00df an Regulation der einzelnen Gene unter biotischen Stressbedingungen und teilweise eine sehr spezifische Gewebelokalisation der PPOs. Sequenzanalysen und Studien zur Phylogenie zeigten ein hohes Ma\u00df an Diversit\u00e4t in der PPO-Genfamilie des L\u00f6wenzahns. Anhand des erstellten Expressionsmusters und des phylogenetischen Baums wurden f\u00fcnf PPOs zur weiteren Analyse ausgew\u00e4hlt und heterolog exprimiert. Die rekombinanten Enzyme zeigen in in vitro Tests deutliche Unterschiede in ihrer relativen Substratspezifit\u00e4t und Regulierbarkeit. Weitere Untersuchungen sollen nun weiter aufkl\u00e4ren, welche enzymatischen Eigenschaften die m\u00f6glichen unterschiedlichen physiologischen Funktionen der einzelnen Isoenzyme in vivo definieren k\u00f6nnten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Funktionen von Polyphenoloxidasen im L\u00f6wenzahnPflanzliche Polyphenoloxidasen (PPOs) katalysieren die sauerstoffabh\u00e4ngige Oxidation von ortho-Diphenolen zu den entsprechenden Chinonen. PPOs treten fast immer in Genfamilien, kodierend f\u00fcr mehrere Isoenzyme, auf. 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