{"id":52936,"date":"2026-01-27T10:48:51","date_gmt":"2026-01-27T09:48:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20008-951\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:53","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:53","slug":"20008-951","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20008-951\/","title":{"rendered":"Eima\u00dfe als Indikatoren f\u00fcr die Qualit\u00e4t eines Lebensraumes &#8211; Langzeituntersuchungen an Kohlmeisen (Parus major) in der Mittelgebirgsregion von Vogelsberg, Rh\u00f6n und Spessart"},"content":{"rendered":"<p>Eima\u00dfe als Indikatoren f\u00fcr die Qualit\u00e4t eines LebensraumesKalziumverf\u00fcgbarkeit ist eine der wichtigen Ressourcen, die das \u00dcberleben und die Reproduktion von V\u00f6geln in einem Lebensraum erm\u00f6glichen. Emissionen von Schwefeldioxid und Stickoxiden sowie Kohlendioxid verursachen sauren Regen und dadurch eine Absenkung des pH-Wertes der Waldb\u00f6den. Das f\u00fchrt zu einem dramatischen R\u00fcckgang kalziumreicher Invertebraten, deren verminderte Zahl f\u00fcr viele V\u00f6gel Schwierigkeiten bei der exakten Ausformung ihrer Eierschalen bedeutet. Eierschalen von V\u00f6geln bestehen zu etwa 35% aus Kalzium und werden in der Regel innerhalb eines Tages ausgebildet. Viele V\u00f6gel sind nicht in der Lage Kalzium in ausreichenden Mengen zu speichern, so dass sie die jeweils ben\u00f6tigte Menge an Kalzium t\u00e4glich aufnehmen m\u00fcssen. Es existiert eine kalzium-limitierte Reproduktion in nicht versauerten, aber nat\u00fcrlicherweise kalziumarmen Gebieten, z.B. in gro\u00dfen Teilen Nordeuropas. Die Brutv\u00f6gel in solchen Gebieten sind entgegen fr\u00fcherer Annahmen nicht an den Kalziummangel angepasst. Nat\u00fcrlicherweise kalziumarme Gebiete sind vergleichbar mit versauerten Gebieten.Ziel der Studie ist die Untersuchung der Auswirkungen von Kalziummangel auf die Eima\u00dfe (L\u00e4nge, Breite, Index, Volumen) und die Schl\u00fcpfrate von Kohlmeisen, die in Waldgebieten auf verschiedenen geologischen Formationen und mit verschiedenartiger Vegetation br\u00fcten. Die g\u00fcnstige Lage des Untersuchungsgebiets in der hessischen Mittelgebirgsregion zwischen Vogelsberg, Rh\u00f6n und Spessart erlaubt die Untersuchung der Auswirkungen verschiedener Kalziumgehalte der B\u00f6den auf die Brutbiologie der H\u00f6hlenbr\u00fcter, da sich hier nat\u00fcrlicherweise verschiedene geologische Formationen befinden. Die Spanne reicht dabei von kalziumarmen Buntsandstein \u00fcber Basalt bis zu kalziumreichem Muschelkalk. Anhand der Ergebnisse der Studie soll ein Langzeit-Indikatorensystem entwickelt werden, mit dem man die Versorgungslage der Kohlmeisen mit Kalzium absch\u00e4tzen kann; dieses Indikatorensystem ist dann durchaus auch auf andere Meisen und gegebenenfalls auch auf andere kleine Singv\u00f6gel \u00fcbertragbar. Die Kohlmeise fungiert in dieser Studie demnach als Modellobjekt. Im Untersuchungsgebiet ist sie allen anderen vorkommenden Arten zahlenm\u00e4\u00dfig \u00fcberlegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eima\u00dfe als Indikatoren f\u00fcr die Qualit\u00e4t eines LebensraumesKalziumverf\u00fcgbarkeit ist eine der wichtigen Ressourcen, die das \u00dcberleben und die Reproduktion von V\u00f6geln in einem Lebensraum erm\u00f6glichen. Emissionen von Schwefeldioxid und Stickoxiden sowie Kohlendioxid verursachen sauren Regen und dadurch eine Absenkung des pH-Wertes der Waldb\u00f6den. 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