{"id":52923,"date":"2026-01-27T10:48:51","date_gmt":"2026-01-27T09:48:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20008-964\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:52","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:52","slug":"20008-964","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20008-964\/","title":{"rendered":"Vergleich der r\u00e4umlichen und zeitlichen Variabilit\u00e4t der Makrofauna mit dem Nahrungsspektrum ausgew\u00e4hlter kommerzieller und nicht kommerzieller Bodenfischarten in veschiedenen Gebieten der n\u00f6rdlichen und s\u00fcdlichen Nordsee"},"content":{"rendered":"<p>Nahrungsvergleich ausgew\u00e4hlter kommerziell und nicht-kommerziell genutzter BodenfischartenIm Rahmen des Promotionsvorhabens sollen Mageninhalte verschiedener bodenlebender Fische mit den parallel erhobenen Benthosproben in Bezug auf Abundanzen, Diversit\u00e4t und Gemeinschaftsstruktur in verschiedenen Gebieten der n\u00f6rd- und s\u00fcdlichen Nordsee auf gleicher zeitlicher und r\u00e4umlicher Skala verglichen werden. Der Fokus der geplanten Untersuchung richtet sich dabei einerseits auf die kommerziell genutzten Fischarten wie Schellfisch, Kliesche und Scholle und andererseits auf die wenig beachteten nichtkommerziellen Arten (Leierfisch, Grundel, Lamm- und Zwergzunge), die im Zuge der st\u00e4ndigen Reduzierung ihrer Pr\u00e4datoren durch intensive Fischerei, vermehrter Nahrungsverf\u00fcgbarkeit infolge Eutrophierung und der fr\u00fchen Geschlechtsreife stetig zunehmen. Die erhaltenen Informationen sollen Aufschluss \u00fcber die Bedeutung der Infauna als Nahrungsgrundlage f\u00fcr die bodenlebenden Fische und die Struktur benthischer Nahrungsnetze geben. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen m\u00f6gliche Aussagen \u00fcber zuk\u00fcnftige Ver\u00e4nderungen der Nahrungsnetze und der Populationsdynamik im \u00d6kosystem infolge  anthropogenen Eingriffe und klimatisch bedingter Faktoren gezogen werden, die wiederum eine wichtige Fragestellung hinsichtlich des Umwelt- und Naturschutz bilden.  Zu diesem Zweck wurden zwischen Januar 2009 und Januar 2010 saisonale Probennahmen des Benthos im 1. (Januar 2009 und 2010) und 3. Quartal (Juli\/August) im Rahmen des j\u00e4hrlich durchgef\u00fchrten \u201eMonitorings der Bodenfischbest\u00e4nde\u201c und im 2. (Mai) und 4. Quartal (Oktober) im Rahmen zweier Ausfahrten mit dem Forschungskutter Senckenberg an insgesamt 48 Stationen durchgef\u00fchrt. Orts- und zeitgleich wurden an insgesamt 12 Stationen im Januar (2009), 9 Stationen im Mai, 9 Stationen im Juli\/August, 9 Stationen im Oktober und 9 Stationen im Januar (2010) insgesamt 1342 Klieschen, 714 Schollen, 3450 Zwergzungen, 723 Lammzungen, 824 Grundeln und 266 Leierfische f\u00fcr Mageninhaltsanalysen gesammelt. Im Mai, Juli\/August, Oktober und Januar (nur 2010) wurde zus\u00e4tzlich die Meiofauna beprobt.Die analysierten Mageninhalte von insgesamt 1557 Zwergzungen und 672 Lammzungen wiesen deutliche saisonale Unterschiede im F\u00fcllungsgrad der M\u00e4gen, mittleren Beutetaxazahl und mittleren Beuteabundanz auf. Fast ausschlie\u00dflich gef\u00fcllte M\u00e4gen, die gr\u00f6\u00dfte Beutetaxazahl und die gr\u00f6\u00dfte Beuteabundanz pro Magen wurde in den M\u00e4gen beider Fischarten im Sommer gefunden, wohingegen ein hoher Anteil von leeren M\u00e4gen im Winter 2010 gefunden wurde. Ein \u00e4hnliches saisonales Muster der mittleren Beutetaxazahl und Beuteabundanz wurde auch f\u00fcr die Infauna im Feld nachgewiesen. Insgesamt 106 verschieden Beutetaxa konnten in den Mageninhalten der Zwergzunge identifiziert werden. Die abundanteste taxonomische Gro\u00dfgruppe in den M\u00e4gen bildeten dabei die der Meiofauna zugh\u00f6rigen harpacticoiden Copepoda mit Abundanzmaxima im Sommer und in beiden Wintern (2009 und 2010). Insgesamt 44 Taxa wurden in den Mageninhalten der Lammzunge identifiziert. Im Gegensatz zu B. luteum wurden vor allem gro\u00dfe mobile Beuetataxa (Pariambus typicus, Crangon spp. und Juvenile Pleuonectidae) in den M\u00e4gen festgestellt. Der saisonale Vergleich zwischen dem Nahrungsspektrum beider Plattfischarten ergab signifikante Unterschiede in den Beutepr\u00e4ferenzen und deutet somit auf geringe \u00dcberlappungen im Nahungsspektrum beider Plattfischarten hin.Wissenschaftliche Ver\u00f6ffentlichungen2011\tSch\u00fcckel S., Sell, A., Kr\u00f6ncke I., Reiss, H. (eingereicht). Resource partitioning between commercial and non-commercial flatfish species in the southern North Sea. Journal of Fish Biology. \tbegutachet2011\tSch\u00fcckel S., Sell, A., Kr\u00f6ncke I., Reiss, H. (2011). Diet composition and resource partitioning in two small flatfish species in the German Bight. Journal of Sea Research 66, 195-204. 2010\tSch\u00fcckel S., Sell, A., Kr\u00f6ncke I., Reiss, H. (2010). Linking prey composition of haddock (Melanogrammus aeglefinus) to benthic prey availability in three different areas in the northern North Sea. Journal of Fish Biology 77, 98-118. \tSch\u00fcckel, U., Sch\u00fcckel S., Beck, M., Liebezeit, G. (2010). New range expansion of Caprella mutica Schurin, 1935 (Malacostraca: Caprellidae) to the German coast, North Sea. Aquatic Invasions 5, 85-89.nicht begutachtet\tSch\u00fcckel S., Sell, A., Kr\u00f6ncke I., Martinez Arbizu, P., Reiss, H. (in Vorb.). The role of meiofauna as food source for small-sized demersal flatfish in the German Bight. \tSch\u00fcckel, S., Sell, A., Sch\u00fcckel, U., Kr\u00f6ncke, I., Reiss, H. (in Vorb.). Effects of temporal changes in prey availability on the diet composition of haddock. Popul\u00e4rwissenschaftliche Ver\u00f6ffentlichungen2010Tiltak, A., Miljutina, M., Sch\u00fcckel, S., Sch\u00fcckel, U., Mart\u00ednez Arbizu, P. (2010). Biodiversity In: Cruise Report SO-205 Mangan Microbiology, Paleoceanography, and Biodiversity in the Manganese Nodule Belt of the Equatorial NE Pacific. Tgb.-Nr.10610\/10 S. 81-97.2009\tSch\u00fcckel S. &#038; Sch\u00fcckel U. (2009). Die Strandschnecke: \u00dcberlebensk\u00fcnstler in einem extremen Lebensraum. Natur und Museum 139, 344-349. 2006\tFiedler, S., Folkerts, C., Grass, S., Migawski, T., M\u00fcller, M., Rakers, S., Sch\u00fcckel S., Sch\u00fcckel, U., Schmidt, S. (2006). Warum werden wir Meeresbiologen? In: Hempel, G., Hempel, I., Schiel, S. (eds). Faszination Meeresforschung, H.M. Hauschild Verlag, 464 S.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nahrungsvergleich ausgew\u00e4hlter kommerziell und nicht-kommerziell genutzter BodenfischartenIm Rahmen des Promotionsvorhabens sollen Mageninhalte verschiedener bodenlebender Fische mit den parallel erhobenen Benthosproben in Bezug auf Abundanzen, Diversit\u00e4t und Gemeinschaftsstruktur in verschiedenen Gebieten der n\u00f6rd- und s\u00fcdlichen Nordsee auf gleicher zeitlicher und r\u00e4umlicher Skala verglichen werden. 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