{"id":52920,"date":"2026-01-27T10:48:49","date_gmt":"2026-01-27T09:48:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20008-967\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:51","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:51","slug":"20008-967","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20008-967\/","title":{"rendered":"Experimentelle Grundlagenermittlung zur Chemical-Looping Verbrennung fester Brennstoffe"},"content":{"rendered":"<p>Grundlagenermittlung zur Chemical-Looping VerbrennungUm dem anthropogen verursachten Klimawandel entgegen zu wirken, muss die Konzentration an Kohlendioxid (CO2) in der Atmosph\u00e4re gesenkt werden. Die Verbrennung nach dem Chemical-Looping Prinzip, folgend als Chemical-Looping Verbrennung (CLV) bezeichnet, stellt eine vielversprechende Technologie dar, die einen Beitrag zur Minderung des CO2-Aussto\u00dfes durch CO2-Abscheidung und Effizienzsteigerung leisten kann. Im Gegensatz zu konventionellen Verbrennungstechnologien findet bei der CLV der Sauerstofftransfer von der Luft an den Brennstoff \u00fcber einen festen Sauerstofftr\u00e4ger, z.B. Metalloxid, statt. Der direkte Kontakt zwischen Brennstoff und Luft wird vermieden. Es entstehen einerseits ein n\u00e4herungsweise aus Wasser (H2O) und CO2 bestehender sowie ein Restsauerstoff enthaltender Stickstoffstrom (N2) die beide einer energetische Nutzung zugef\u00fchrt werden. Bisher wurde die CLV gr\u00f6\u00dftenteils f\u00fcr den Einsatz gasf\u00f6rmiger Brennstoffe untersucht. Vergleichsweise wenige Arbeiten existieren mit Bezug auf den Einsatz fester Brennstoffe. Am Lehrstuhl f\u00fcr Energie- und Umweltverfahrenstechnik der Universit\u00e4t Siegen soll ein CLV-Verfahren vorwiegend f\u00fcr den Einsatz fester Brennstoffe entwickelt werden. Dieses baut auf dem Anlagenkonzept des bekannten IPV\u00ae-Verfahrens auf und beinhaltet verschiedene Vorteile gegen\u00fcber bisher ver\u00f6ffentlichten Konzepten. Dazu geh\u00f6rt unter anderem ein geringerer Bedarf an Anlageneigenleistung durch die Verwendung eines Wanderbettreaktors dessen Einsatz zudem eine verbesserte Festbrennstoffumwandlung erwarten l\u00e4sst. F\u00fcr die Entwicklung bedarf es jedoch der experimentellen Grundlagenermittlung zum Einsatz fester Brennstoffe. In diesem Forschungsvorhaben werden dazu die Sauerstofftr\u00e4ger Fe2O3 und Ilmenit (FeTiO3) als Sauerstofftr\u00e4ger, sowie Biomasse und Steinkohle als Brennstoffe eingesetzt. Mit dem Ziel mehr \u00fcber die Feststoffumwandlung bei der CLV zu erfahren, werden in aufeinander folgenden Schritten Untersuchungen mit den Sauerstofftr\u00e4gern in den vorhandenen Laborreaktoren durchgef\u00fchrt. Neu ist dabei die Methode, die Feststoffpyrolyse und die Reaktionen der entstehenden Pyrolysegase getrennt voneinander zu betrachten. Dadurch wird auch die Bestimmung gebildeter Koksablagerungen getrennt von den Restkoksmengen erm\u00f6glicht. Die gewonnenen Erkenntnisse werden anschlie\u00dfend in Versuchen \u00fcberpr\u00fcft, die durch den direkten Feststoffeinsatz gekennzeichnet sind. Aus der experimentellen Datenlage sollen weiterhin verschiedene Kenngr\u00f6\u00dfen zur Entwicklung des CLV-Verfahrens errechnet werden. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen ebenfalls der Erweiterung der bereits ver\u00f6ffentlichten Ergebnisse auf dem Gebiet des direkten Feststoffeinsatzes bei der CLV.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grundlagenermittlung zur Chemical-Looping VerbrennungUm dem anthropogen verursachten Klimawandel entgegen zu wirken, muss die Konzentration an Kohlendioxid (CO2) in der Atmosph\u00e4re gesenkt werden. 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