{"id":52906,"date":"2026-01-27T10:48:49","date_gmt":"2026-01-27T09:48:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20008-981\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:50","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:50","slug":"20008-981","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20008-981\/","title":{"rendered":"Mikrobielle Synthese, Aufarbeitung, Modifizierung und Tensideigenschaften von Mannosylerythritollipiden und Cellobioselipiden"},"content":{"rendered":"<p>Verfahren zur Produktion und Identifizierung von BiotensidenBiotenside sind von vielen Mikroorganismen unter nat\u00fcrlichen Bedingungen gebildete oberfl\u00e4chenaktive Substanzen, die einzigartige Eigenschaften besitzen. Im Gegensatz zu vielen synthetischen Tensiden sind Biotenside auf Basis nachwachsender Rohstoffe herstellbar und \u00f6kologisch meist unbedenklich. In j\u00fcngster Zeit haben einige Glykolipid-Biotenside wie das Sophoroselipid und Rhamnoselipid aufgrund verbesserter Produktionsverfahren und des neuen \u00d6kotrends in der Tensidindustrie die Marktreife erreicht und werden in Haushaltreinigern, Geschirrsp\u00fclmitteln und K\u00f6rperpflegeartikeln eingesetzt.Zwei Biotensidgruppen, die sich ebenfalls als viel versprechend herausgestellt haben, sind Cellobioselipide (CL) und Mannosylerythritollipide (MEL), die von so genannten Brandpilzen der Gattungen Pseudozyma und Ustilago in gr\u00f6\u00dferen Mengen gebildet werden. Neben der Oberfl\u00e4chenaktivit\u00e4t zeigen beide Biotenside Eigenschaften, die sie auch f\u00fcr den Einsatz im klinischen bzw. pharmazeutischen Bereich interessant machen. Dazu z\u00e4hlen u. a. antibiotische und cytostatische Anwendungen. F\u00fcr die industrielle Herstellung dieser Biotenside sind jedoch noch Verbesserungen in Ausbeute und Tensideigenschaften notwendig. Weitere M\u00f6glichkeiten zur Senkung der Produktionskosten, sind die Verwendung g\u00fcnstiger Substrate und die Entwicklung kosteng\u00fcnstigerer Aufreinigungsmethoden.Ziel dieser Arbeit ist Entwicklung von effektiven Synthesestrategien f\u00fcr beide Biotenside, sowie eine Optimierung der Struktur und somit der Tensideigenschaften der Glykolipide. Die Tensideigenschaften k\u00f6nnen durch Beeinflussung der Stoffwechselwege der Mikroorganismen, durch enzymatische Modifikationen oder gezielte Prozessf\u00fchrung verbessert werden. Zusammen mit Kooperationspartnern wird die industrielle Eignung der produzierten Biotenside getestet.Die bisherigen Arbeiten lieferten interessante Ergebnisse in Bezug auf die optimalen Kultivierungsbedingungen zur Bildung der beiden Biotenside. Dazu wurden verschiedene Mutanten und Wildtypst\u00e4mme von Ustilago und Pseudozyma verwendet. Vor allem die Cellobioselipidsynthese wurde intensiv untersucht. Es konnten Produktkonzentrationen erreicht werden, die \u00fcber den g\u00e4ngigen Literaturwerten liegen (>20 g\/L). Au\u00dferdem wurden Parameter wie pH-Wert, C-Quelle, Zelldichte und Zeitpunkt der Zellernte untersucht und optimiert. Mit diesen optimierten Bedingungen konnten Mustersubstanzen f\u00fcr anwendungsbezogene Tests hergestellt werden. Des Weiteren wurde mit der Charakterisierung der Biotenside begonnen wie Struktur, pH-Stabilit\u00e4t und L\u00f6slichkeit. Au\u00dferdem wurden Ziele f\u00fcr eine Optimierung der Tensidstruktur ausgew\u00e4hlt und mit der Planung der Stammoptimierung begonnen. Dies wird der Schwerpunkt des n\u00e4chsten Abschnitts der Arbeit sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verfahren zur Produktion und Identifizierung von BiotensidenBiotenside sind von vielen Mikroorganismen unter nat\u00fcrlichen Bedingungen gebildete oberfl\u00e4chenaktive Substanzen, die einzigartige Eigenschaften besitzen. 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