{"id":52904,"date":"2026-10-23T12:51:00","date_gmt":"2026-10-23T10:51:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20008-983\/"},"modified":"2026-10-23T12:51:02","modified_gmt":"2026-10-23T10:51:02","slug":"20008-983","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20008-983\/","title":{"rendered":"Supalpine und subarktische Str\u00c3\u00a4ucher &#8211; von Morphologie, Populationsdynamik und \u00c3\u2013kologie zum globalen Klimawandel"},"content":{"rendered":"<p>Subalpine und subarktische Str\u00e4ucher<\/p>\n<p>Die Rate und St\u00c3\u00a4rke der Klimaerw\u00c3\u00a4rmung sowie deren Folgen sind in der Arktis am deutlichsten ausgepr\u00c3\u00a4gt. Eine der erwarteten Ver\u00c3\u00a4nderungen der arktischen und alpinen Tundra ist die Zunahme von Strauchvegetation. Erste Anzeichen liefern Fernerkundung, experimentelle Studien und vergleichende Luftbildanalysen. Ein dendrochronologischer Ansatz jedoch(also die Analyse j\u00c3\u00a4hrlich gebildeter Baumringe) wurde weder in Skandinavien noch in Alaska systematisch verfolgt. Ich verwende dendrochronologischen Methoden, um 1) \u00c3\u201enderungen der Gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178e bzw. des Wuchstrends (horizontal und vertikal) der Str\u00c3\u00a4ucher festzustellen. 2) Anhand der Altersklassenstruktur \u00c3\u00bcber einen H\u00c3\u00b6hengradienten im Gebirge eventuelle Arealerweiterungen zu untersuchen. 3) Durch Erstellen von Jahrringchronologien die Wachstumsvariabilit\u00c3\u00a4t in der Vergangenheit besser abzusch\u00c3\u00a4tzen und 4) den Einfluss dynamischer Klimagr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178en auf verschiedene Straucharten zu analysieren, um wertvolle Informationen f\u00c3\u00bcr die Modellierung zuk\u00c3\u00bcnftiger Vegetationsdynamiken zu erhalten. Die Erkenntnisse meiner Arbeit werden zur Synthese eines umfassenderen Verst\u00c3\u00a4ndnisses der \u00c3\u2013kologie, Anatomie und Populationsdynamik von Strauchvegetation und deren Wechselwirkungen mit dem globalen Klimawandel beitragen. Diese Wechselwirkungen sind bisher kaum untersucht, haben aber das Potential global wirkender R\u00c3\u00bcckkopplungseffekte. So w\u00c3\u00bcrde nach Expertenmeinung eine vollst\u00c3\u00a4ndige Bedeckung der Tundra mit Str\u00c3\u00a4uchern eine st\u00c3\u00a4rkere Erh\u00c3\u00b6hung der Oberfl\u00c3\u00a4chentemperatur der Tundra bewirken, als die Verdoppelung der gegenw\u00c3\u00a4rtigen CO2-Konzentration in der Atmosph\u00c3\u00a4re. Ver\u00c3\u00b6ffentlichungen:Martin Hallinger und Martin Wilmking 2011. No change without a cause \u00e2\u20ac\u201c why climate change remains the most plausible reason for shrub growth dynamics in Scandinavia. New Phytologist, Januar 2011.Martin Hallinger, Michael Manthey und Martin Wilmking 2010.Establishing a missing link: Warm summers and winter snow cover favour shrub expansion into alpine tundra in Scandinavia. New Phytologist, 186(4):890-899M\u00c3\u00a4rz 2010.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Subalpine und subarktische Str\u00e4ucher Die Rate und St\u00c3\u00a4rke der Klimaerw\u00c3\u00a4rmung sowie deren Folgen sind in der Arktis am deutlichsten ausgepr\u00c3\u00a4gt. Eine der erwarteten Ver\u00c3\u00a4nderungen der arktischen und alpinen Tundra ist die Zunahme von Strauchvegetation. Erste Anzeichen liefern Fernerkundung, experimentelle Studien und vergleichende Luftbildanalysen. 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