{"id":52900,"date":"2026-01-27T10:48:47","date_gmt":"2026-01-27T09:48:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20008-987\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:49","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:49","slug":"20008-987","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20008-987\/","title":{"rendered":"Entwicklung verhaltensphysiologischer Methoden als nicht-invasive Biomarker zur Detektion endokrin wirksamer Umweltstoffe"},"content":{"rendered":"<p>Entwicklung nicht-invasiver Biomarker zur Detektion endokriner Disruptoren\u00dcber die Nahrungskette, Luft und Wasser, ebenso wie bei der f\u00f6talen Entwicklung, sind Menschen und Tiere vielen nat\u00fcrlichen, sowie anthropogenen Substanzen ausgesetzt, die mit dem endokrinen System interagieren k\u00f6nnen (Lintelmann et al. 2003).  Solche Substanzen werden endokrine Disruptoren (ED) genannt. ED werden als exogene Substanzen definiert, die sich nachteilig auf die Gesundheit eines intakten Organismus oder die seiner Nachkommen auswirken, da sie endokrine Funktionen modulierend beeinflussen k\u00f6nnen (European Workshop on the Impact of Endocrine Disruptors on Human Health and Wildlife, 1996). Zu den ED geh\u00f6ren nat\u00fcrliche Stoffe wie Phyto\u00f6strogene (Miksicek 1993), aber auch pharmazeutische und industrielle Produkte, die auf unterschiedlichen Wegen in die Umwelt gelangen k\u00f6nnen (Chia 2000). Gerade das aquatische System stellt eine Senke f\u00fcr antropogene Stoffe, z.B. durch Kl\u00e4ranlagenausl\u00e4ufe oder andere gew\u00e4sserverschmutzende Abw\u00e4sser dar. ED wirken auf das Wachstum und die Entwicklung von Organismen, k\u00f6nnen jedoch auch einen karzinogenen Einfluss aus\u00fcben. Vor allem ihre adverse Wirkung auf die Reproduktion ist von Bedeutung. Diese Effekte wurden weltweit bei S\u00e4ugern, V\u00f6geln, Reptilien, Fischen, Amphibien und Mollusken, vor allem in aquatischen \u00d6kosystemen beobachtet (CSTEE Report 1999) und waren meist mit einer drastischen Dezimierung der jeweiligen Population verbunden (Houlahan et al. 2000; Stuart et al. 2004; Kloas et al. 2006; IPCS Report 2008). Die eingesetzten molekularbiologischen und biochemischen Testverfahren um die Wirkungen von ED nachzuweisen, erfordern das T\u00f6ten der Versuchstiere. Dementsprechend sollen im Rahmen dieses Projektes nicht-invasive Testverfahren (Biomarker) f\u00fcr die Detektion von ED entwickelt werden. Hierf\u00fcr wird von mir untersucht, ob das Reproduktionsverhalten von s\u00fcdafrikanischen Krallenfr\u00f6schen durch kurzzeitige Expositionen gegen\u00fcber verschiedenen ED beeinflusst wird. Um die Validit\u00e4t und Sensitivit\u00e4t der neuen Methoden sicherzustellen, werden zu Vergleichszwecken, aber auch zur Erg\u00e4nzung, die derzeit bekannten invasiven, molekularbiologischen und  biochemischen Biomarker herangezogen. Bisherige Ergebnisse zeigen, dass das Reproduktionsverhalten durch \u00f6strogene, (anti)androgene und gestagene ED stark beeinflusst wird. Diese Effekte traten schon bei Konzentrationen auf, die als umweltrelevant angesehen werden m\u00fcssen (bis zu 0,3ng\/l). Bei derartigen Konzentrationen versagen die bisher eingesetzten invasiven Biomarker.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entwicklung nicht-invasiver Biomarker zur Detektion endokriner Disruptoren\u00dcber die Nahrungskette, Luft und Wasser, ebenso wie bei der f\u00f6talen Entwicklung, sind Menschen und Tiere vielen nat\u00fcrlichen, sowie anthropogenen Substanzen ausgesetzt, die mit dem endokrinen System interagieren k\u00f6nnen (Lintelmann et al. 2003). 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