{"id":52894,"date":"2026-01-27T10:48:47","date_gmt":"2026-01-27T09:48:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20008-993\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:48","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:48","slug":"20008-993","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20008-993\/","title":{"rendered":"Charakterisierung ausgew\u00e4hlter Cytochrome P450 aus Sorangium cellulosum So ce56 &#8211; Neue potentielle Biokatalysatoren"},"content":{"rendered":"<p>Substratsuche und Produktcharakterisierung von Cytochromen P450 aus Sorangium cellulosum So ce56<\/p>\n<p>Cytochrome P450 (kurz P450) erfreuen sich in den letzten Jahren immer gr\u00f6\u00dferer Beliebtheit als Biokatalysatoren. Dies liegt an ihrer F\u00e4higkeit, als Monooxygenasen atomaren Sauerstoff in nicht aktivierte C-H-Bindungen einzuf\u00fchren. In Folge der steigenden Anzahl von Genom-ver\u00f6ffentlichungen stieg auch die Diversit\u00e4t dieser Enzymfamilie und die damit zusammen-h\u00e4ngenden M\u00f6glichkeiten in ihrer Anwendung als Biokatalysatoren. Die Forschungsgruppe von Frau Prof. Rita Bernhardt besch\u00e4ftigt sich seit 2006 mit den 21 Cytochromen P450 und den zugeh\u00f6rigen Redoxsystemen aus dem Myxobakterium Sorangium cellulosum So ce56 und deren physiologischen und biokatalytischen Eigenschaften (Ewen 2009, Khatri 2009). In dieser Arbeit sollten die zuvor erhaltenen Erkenntnisse \u00fcber die Cytochrome P450 CYP109D1, CYP260A1, CYP260B1, CYP264A1 und CYP266A1 vertieft und neue Substrate und Produkte charakterisiert werden. Hierf\u00fcr wurden die einzelnen Proteine in E. coli rekombinant exprimiert und mit den gereinigten Enzymen m\u00f6gliche Substrate identifiziert. Um f\u00fcr die anschlie\u00dfende Produktcharakterisierung ausreichende Produktmengen herzustellen, wurde ein universell einsetzbares Escherichia coli Ganzzellsystem etabliert, bei dem das jeweilige Cytochrom P450 mit einem heterologen Redoxsystem, bestehend aus Adrenodoxinreduktase (AdR) und C-terminal verk\u00fcrztem Adrenodoxin (Adx4-108), coexprimiert wurde. Dieses System konnte durch den Austausch der schwer exprimierbaren AdR durch die E. coli eigene Reduktase (Fpr) entscheidend optimiert werden. Gleichzeitig wurde durch den Einsatz des M9CA-Minimalmediums, welches in dieser Arbeit erstmals verwendet wurde, der negative Einfluss der beobachteten Indolproduktion von E. coli auf die P450 Biotransformationen im Expressionsmedium verhindert. Mit dem resultierenden, leicht anwendbaren Ganzzellsystem wurden dann von 9 Steroiden die Hauptprodukte der CYP260A1 abh\u00e4ngigen Biotransformationen isoliert und mittels NMR-Spektroskopie charakterisiert. Interessanterweise stellte sich heraus, dass es sich bei CYP260A1 um die erste beschriebene 1a-Steroidhydroxylase handelt Somit stellt CYP260A1 einen viel versprechenden Biokatalysator f\u00fcr biotechnolgische Anwendungen dar, mit dem es m\u00f6glich ist, bislang noch nicht bekannte Steroidderivate herzustellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Substratsuche und Produktcharakterisierung von Cytochromen P450 aus Sorangium cellulosum So ce56 Cytochrome P450 (kurz P450) erfreuen sich in den letzten Jahren immer gr\u00f6\u00dferer Beliebtheit als Biokatalysatoren. Dies liegt an ihrer F\u00e4higkeit, als Monooxygenasen atomaren Sauerstoff in nicht aktivierte C-H-Bindungen einzuf\u00fchren. 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