{"id":52892,"date":"2026-10-23T12:51:00","date_gmt":"2026-10-23T10:51:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20008-995\/"},"modified":"2026-10-23T12:51:00","modified_gmt":"2026-10-23T10:51:00","slug":"20008-995","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20008-995\/","title":{"rendered":"Der Einfluss von Omnivorie auf die Funktion von Bodensystemen &#8211; Wie beeinflussen omnivore Pr\u00c3\u00a4datoren im Nahrungsnetz des Bodens die Stabilit\u00c3\u00a4t und Biomassendichte der Detritivorengemeinschaft und deren Funktionen: Dekomposition und Mineralisierung"},"content":{"rendered":"<p>Der Einfluss von Omnivorie auf die Funktion von Bodensystemen<\/p>\n<p>Dekomposition und Mineralisierung von organischem Material schlie\u00c3\u0178en den nat\u00c3\u00bcrlichen Stoffkreislauf. Das Verst\u00c3\u00a4ndnis von Bodensystemen ist daher von wesentlicher Bedeutung f\u00c3\u00bcr die Nutzung von G\u00c3\u00bctern und Dienstleistungen aus \u00c3\u2013kosystemen. Komplexe Nahrungsnetzdynamiken bestimmen diese organismischen Prozesse und machen sie schwer vorhersagbar. Welchen Einfluss Biodiversit\u00c3\u00a4tsverluste auf die Stabilit\u00c3\u00a4t der Prozesse haben steht im Fokus zahlreicher bedeutender Forschungsprojekte. Bodensysteme sind hierbei jedoch unterrepr\u00c3\u00a4sentiert. Das Bodennahrungsnetz zeichnet sich durch einen besonders hohen Anteil an omnivoren Konsumenten aus, die sich durch das Konsumieren von Ressourcen auf unterschiedlichen trophischen Ebenen definieren. Omnivorie vermag trophische Kaskaden zu d\u00c3\u00a4mpfen. Dies resultiert in reduziertem top-down Druck auf die detritivoren Arten. Gleichzeitig verbessern die Detritivoren durch Zerkleinerung und Strukturierung der Streu die Bedingungen f\u00c3\u00bcr die mikrobielle Aktivit\u00c3\u00a4t. Daraus folgt: (1) Omnivorie in der Pr\u00c3\u00a4datorengemeinschaft von Detritivoren beg\u00c3\u00bcnstigt die Dekomposition und Mineralisierung. Welche Bedingungen zu Omnivorie f\u00c3\u00bchren ist weitgehend unbekannt. Eigene Vorarbeiten weisen darauf hin, dass (2) Omnivorie nur unter gewissen K\u00c3\u00b6rpermasseverh\u00c3\u00a4ltnissen stabil sein kann. Diese Hypothesen sollen im Rahmen meiner Doktorarbeit untersucht werden. In einem Mesokosmen-Experiment werden vollfaktoriell unterschiedlich gro\u00c3\u0178e, omnivore Pr\u00c3\u00a4datoren (u.A. Hypoaspis miles, Pardosa lugubris, Lithobius forficatus) kombiniert. Dies erlaubt Messungen der Interaktionsst\u00c3\u00a4rken und des Einflusses auf die Detritivorenpopulation mit Hilfe von 15N\/14N Isotopenanalysen, sowie der indirekten Wirkung auf die mikrobielle Aktivit\u00c3\u00a4t (\u00c3\u2013kosystemfunktion) mit PLFA-Analysen und Bodenrespirationsmessungen. Computersimulationen eines bioenergetischen Modells der experimentell untersuchten Pr\u00c3\u00a4datorengemeinschaft erg\u00c3\u00a4nzen das Experiment. Datenbankanalysen von K\u00c3\u00b6rpergr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178en und Topologie empirischer Nahrungsnetze geben Aufschluss \u00c3\u00bcber die H\u00c3\u00a4ufigkeit von und die Bedingungen f\u00c3\u00bcr Omnivorie. Im einj\u00c3\u00a4hrigen Freilandexperiment sollen die Dichten von omnivoren Konsumenten manipuliert und der Effekt dieser Diversit\u00c3\u00a4ts\u00c3\u00a4nderung auf die \u00c3\u2013kosystemfunktionen Dekomposition, Mineralisation sowie Produktivit\u00c3\u00a4t gemessen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Einfluss von Omnivorie auf die Funktion von Bodensystemen Dekomposition und Mineralisierung von organischem Material schlie\u00c3\u0178en den nat\u00c3\u00bcrlichen Stoffkreislauf. Das Verst\u00c3\u00a4ndnis von Bodensystemen ist daher von wesentlicher Bedeutung f\u00c3\u00bcr die Nutzung von G\u00c3\u00bctern und Dienstleistungen aus \u00c3\u2013kosystemen. Komplexe Nahrungsnetzdynamiken bestimmen diese organismischen Prozesse und machen sie schwer vorhersagbar. 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