{"id":52892,"date":"2026-01-27T10:48:47","date_gmt":"2026-01-27T09:48:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20008-995\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:48","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:48","slug":"20008-995","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20008-995\/","title":{"rendered":"Der Einfluss von Omnivorie auf die Funktion von Bodensystemen &#8211; Wie beeinflussen omnivore Pr\u00e4datoren im Nahrungsnetz des Bodens die Stabilit\u00e4t und Biomassendichte der Detritivorengemeinschaft und deren Funktionen: Dekomposition und Mineralisierung"},"content":{"rendered":"<p>Der Einfluss von Omnivorie auf die Funktion von Bodensystemen<\/p>\n<p>Dekomposition und Mineralisierung von organischem Material schlie\u00dfen den nat\u00fcrlichen Stoffkreislauf. Das Verst\u00e4ndnis von Bodensystemen ist daher von wesentlicher Bedeutung f\u00fcr die Nutzung von G\u00fctern und Dienstleistungen aus \u00d6kosystemen. Komplexe Nahrungsnetzdynamiken bestimmen diese organismischen Prozesse und machen sie schwer vorhersagbar. Welchen Einfluss Biodiversit\u00e4tsverluste auf die Stabilit\u00e4t der Prozesse haben steht im Fokus zahlreicher bedeutender Forschungsprojekte. Bodensysteme sind hierbei jedoch unterrepr\u00e4sentiert. Das Bodennahrungsnetz zeichnet sich durch einen besonders hohen Anteil an omnivoren Konsumenten aus, die sich durch das Konsumieren von Ressourcen auf unterschiedlichen trophischen Ebenen definieren. Omnivorie vermag trophische Kaskaden zu d\u00e4mpfen. Dies resultiert in reduziertem top-down Druck auf die detritivoren Arten. Gleichzeitig verbessern die Detritivoren durch Zerkleinerung und Strukturierung der Streu die Bedingungen f\u00fcr die mikrobielle Aktivit\u00e4t. Daraus folgt: (1) Omnivorie in der Pr\u00e4datorengemeinschaft von Detritivoren beg\u00fcnstigt die Dekomposition und Mineralisierung. Welche Bedingungen zu Omnivorie f\u00fchren ist weitgehend unbekannt. Eigene Vorarbeiten weisen darauf hin, dass (2) Omnivorie nur unter gewissen K\u00f6rpermasseverh\u00e4ltnissen stabil sein kann. Diese Hypothesen sollen im Rahmen meiner Doktorarbeit untersucht werden. In einem Mesokosmen-Experiment werden vollfaktoriell unterschiedlich gro\u00dfe, omnivore Pr\u00e4datoren (u.A. Hypoaspis miles, Pardosa lugubris, Lithobius forficatus) kombiniert. Dies erlaubt Messungen der Interaktionsst\u00e4rken und des Einflusses auf die Detritivorenpopulation mit Hilfe von 15N\/14N Isotopenanalysen, sowie der indirekten Wirkung auf die mikrobielle Aktivit\u00e4t (\u00d6kosystemfunktion) mit PLFA-Analysen und Bodenrespirationsmessungen. Computersimulationen eines bioenergetischen Modells der experimentell untersuchten Pr\u00e4datorengemeinschaft erg\u00e4nzen das Experiment. Datenbankanalysen von K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfen und Topologie empirischer Nahrungsnetze geben Aufschluss \u00fcber die H\u00e4ufigkeit von und die Bedingungen f\u00fcr Omnivorie. Im einj\u00e4hrigen Freilandexperiment sollen die Dichten von omnivoren Konsumenten manipuliert und der Effekt dieser Diversit\u00e4ts\u00e4nderung auf die \u00d6kosystemfunktionen Dekomposition, Mineralisation sowie Produktivit\u00e4t gemessen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Einfluss von Omnivorie auf die Funktion von Bodensystemen Dekomposition und Mineralisierung von organischem Material schlie\u00dfen den nat\u00fcrlichen Stoffkreislauf. Das Verst\u00e4ndnis von Bodensystemen ist daher von wesentlicher Bedeutung f\u00fcr die Nutzung von G\u00fctern und Dienstleistungen aus \u00d6kosystemen. 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