{"id":52890,"date":"2026-02-09T10:50:08","date_gmt":"2026-02-09T09:50:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20008-998\/"},"modified":"2026-02-09T10:50:09","modified_gmt":"2026-02-09T09:50:09","slug":"20008-998","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20008-998\/","title":{"rendered":"StSP Umweltethik: Naturalistische Umweltethik? Biodiversit\u00e4tsschutz und die Suche nach einer kultur\u00fcbergreifenden Ethik auf Grundlage eines naturwissenschaftlichen Menschenbildes"},"content":{"rendered":"<p>Naturalistische Umweltethik?<\/p>\n<p>Derzeitiger Arbeitstitel der Dissertation: \u00bbOne Species among Many. From the Values of Biodiversity to Pragmatic Ecotopianism\u00abKurzbeschreibung des Vorhabens:Der Biodiversit\u00e4tsbegriff ist ein Hybrid aus wissenschaftlicher Beschreibung und moralischer Wertung. Da Biodiversit\u00e4tsschutz als eine globale Aufgabe verstanden und propagiert wird, stellt sich nicht nur die Frage, was die enthaltenen moralischen Wertungen sind und wie sie sich ethisch begr\u00fcnden lassen ? sondern auch, ob diese Begr\u00fcndung kultur\u00fcbergreifende G\u00fcltigkeit beanspruchen kann. Mit Verweis auf eine gemeinsame \u00bbmenschliche Natur\u00ab, die die evolution\u00e4re Herkunft unserer Spezies widerspiegelt, ist vorgeschlagen worden, da\u00df eine solche universalistische Umweltethik auf naturalistischer Grundlage m\u00f6glich und w\u00fcnschenswert sei. Die Attraktivit\u00e4t dieses Ansatzes r\u00fchrt auch daher, da\u00df die Naturwissenschaften, auf die sich der philosophische Naturalismus beruft, zumindest ihrem eigenen Anspruch nach kulturneutral sind. Eine kultur\u00fcbergreifende Begr\u00fcndung des Biodiversit\u00e4tsschutzes w\u00e4re pragmatisch willkommen, doch ein naturalistisch-universalistisches Programm ist scharfer Kritik unter anderem von Autoren des S\u00fcdens und Feministinnen ausgesetzt. Ihre Vorw\u00fcrfe lassen sich mit den Stichworten Reduktionismus und Kulturimperialismus \u00fcberschreiben.Mit meiner Arbeit m\u00f6chte ich dazu beitragen, das den Biodiversit\u00e4tsbegriff durchziehende Geflecht ontologischer, wissenschaftstheoretischer, ethischer und kulturtheoretischer Fragen zu entwirren und die globale Biodiversit\u00e4tspolitik in einen koh\u00e4renten Begr\u00fcndungszusammenhang einzubetten, der sich zwischen Welt- und Menschenbild (Ebene der Ontologie), Normativit\u00e4tsbegr\u00fcndung (Ebene der Metaethik), Umweltethik (Ebene der Angewandten Ethik) und praktischer Politik aufspannt. Dabei pr\u00fcfe ich insbesondere die Tragf\u00e4higkeit einer kultur\u00fcbergreifenden Umweltethik auf naturalistischer Grundlage und vergleiche sie mit m\u00f6glichen Alternativen. Dies wird flankiert durch die Frage, inwiefern Naturwissenschaften, philosophischer Naturalismus und ethischer Universalismus selbst als Ph\u00e4nomene einer spezifischen Kultur verstanden und kritisiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Naturalistische Umweltethik? Derzeitiger Arbeitstitel der Dissertation: \u00bbOne Species among Many. From the Values of Biodiversity to Pragmatic Ecotopianism\u00abKurzbeschreibung des Vorhabens:Der Biodiversit\u00e4tsbegriff ist ein Hybrid aus wissenschaftlicher Beschreibung und moralischer Wertung. 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