{"id":52890,"date":"2026-10-23T12:51:00","date_gmt":"2026-10-23T10:51:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20008-998\/"},"modified":"2026-10-23T12:51:00","modified_gmt":"2026-10-23T10:51:00","slug":"20008-998","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20008-998\/","title":{"rendered":"StSP Umweltethik: Naturalistische Umweltethik? Biodiversit\u00c3\u00a4tsschutz und die Suche nach einer kultur\u00c3\u00bcbergreifenden Ethik auf Grundlage eines naturwissenschaftlichen Menschenbildes"},"content":{"rendered":"<p>Naturalistische Umweltethik?<\/p>\n<p>Derzeitiger Arbeitstitel der Dissertation: \u00c2\u00bbOne Species among Many. From the Values of Biodiversity to Pragmatic Ecotopianism\u00c2\u00abKurzbeschreibung des Vorhabens:Der Biodiversit\u00c3\u00a4tsbegriff ist ein Hybrid aus wissenschaftlicher Beschreibung und moralischer Wertung. Da Biodiversit\u00c3\u00a4tsschutz als eine globale Aufgabe verstanden und propagiert wird, stellt sich nicht nur die Frage, was die enthaltenen moralischen Wertungen sind und wie sie sich ethisch begr\u00c3\u00bcnden lassen ? sondern auch, ob diese Begr\u00c3\u00bcndung kultur\u00c3\u00bcbergreifende G\u00c3\u00bcltigkeit beanspruchen kann. Mit Verweis auf eine gemeinsame \u00c2\u00bbmenschliche Natur\u00c2\u00ab, die die evolution\u00c3\u00a4re Herkunft unserer Spezies widerspiegelt, ist vorgeschlagen worden, da\u00c3\u0178 eine solche universalistische Umweltethik auf naturalistischer Grundlage m\u00c3\u00b6glich und w\u00c3\u00bcnschenswert sei. Die Attraktivit\u00c3\u00a4t dieses Ansatzes r\u00c3\u00bchrt auch daher, da\u00c3\u0178 die Naturwissenschaften, auf die sich der philosophische Naturalismus beruft, zumindest ihrem eigenen Anspruch nach kulturneutral sind. Eine kultur\u00c3\u00bcbergreifende Begr\u00c3\u00bcndung des Biodiversit\u00c3\u00a4tsschutzes w\u00c3\u00a4re pragmatisch willkommen, doch ein naturalistisch-universalistisches Programm ist scharfer Kritik unter anderem von Autoren des S\u00c3\u00bcdens und Feministinnen ausgesetzt. Ihre Vorw\u00c3\u00bcrfe lassen sich mit den Stichworten Reduktionismus und Kulturimperialismus \u00c3\u00bcberschreiben.Mit meiner Arbeit m\u00c3\u00b6chte ich dazu beitragen, das den Biodiversit\u00c3\u00a4tsbegriff durchziehende Geflecht ontologischer, wissenschaftstheoretischer, ethischer und kulturtheoretischer Fragen zu entwirren und die globale Biodiversit\u00c3\u00a4tspolitik in einen koh\u00c3\u00a4renten Begr\u00c3\u00bcndungszusammenhang einzubetten, der sich zwischen Welt- und Menschenbild (Ebene der Ontologie), Normativit\u00c3\u00a4tsbegr\u00c3\u00bcndung (Ebene der Metaethik), Umweltethik (Ebene der Angewandten Ethik) und praktischer Politik aufspannt. Dabei pr\u00c3\u00bcfe ich insbesondere die Tragf\u00c3\u00a4higkeit einer kultur\u00c3\u00bcbergreifenden Umweltethik auf naturalistischer Grundlage und vergleiche sie mit m\u00c3\u00b6glichen Alternativen. Dies wird flankiert durch die Frage, inwiefern Naturwissenschaften, philosophischer Naturalismus und ethischer Universalismus selbst als Ph\u00c3\u00a4nomene einer spezifischen Kultur verstanden und kritisiert werden m\u00c3\u00bcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Naturalistische Umweltethik? Derzeitiger Arbeitstitel der Dissertation: \u00c2\u00bbOne Species among Many. From the Values of Biodiversity to Pragmatic Ecotopianism\u00c2\u00abKurzbeschreibung des Vorhabens:Der Biodiversit\u00c3\u00a4tsbegriff ist ein Hybrid aus wissenschaftlicher Beschreibung und moralischer Wertung. 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