{"id":52879,"date":"2026-10-23T12:50:55","date_gmt":"2026-10-23T10:50:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20009-013\/"},"modified":"2026-10-23T12:50:57","modified_gmt":"2026-10-23T10:50:57","slug":"20009-013","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20009-013\/","title":{"rendered":"Gentoxizit\u00c3\u00a4t und Effekte auf Gonadenhistologie, Fertilit\u00c3\u00a4t und Reproduktion beim Zebrab\u00c3\u00a4rbling (Danio rerio) &#8211; Gibt es einen Zusammenhang?"},"content":{"rendered":"<p>Gentoxizit\u00e4t und Effekte auf Gonadenhistologie, Fertilit\u00e4t und Reproduktion beim Zebrab\u00e4rbling<\/p>\n<p>Das Projekt soll zur Kl\u00c3\u00a4rung der Frage beitragen, in welchem Ausma\u00c3\u0178 gentoxische Substanzen, die durch den Menschen in die Umwelt eingebracht werden, an der Beeintr\u00c3\u00a4chtigung nat\u00c3\u00bcrlicher Fischpopulationen mitwirken. Eine Belastung mit gentoxischen Substanzen wird dabei mit dem Zebrab\u00c3\u00a4rbling (Danio rerio) im Laborma\u00c3\u0178stab nachempfunden. Dabei werden subletale Effekte der ausgew\u00c3\u00a4hlten Gentoxine Methylmethansulfonat und Natriumarsenat auf verschiedene Gewebe der Fische (Leber, Kiemen, Gonaden) untersucht, um dann eine Korrelation zu Ver\u00c3\u00a4nderungen in der Populationsentwicklung zu suchen. W\u00c3\u00a4hrend in bisherigen Forschungsans\u00c3\u00a4tzen vor allem gentoxische Effekte in somatischen Zellen erfasst wurden (Kieme, Leber, Niere, Blut etc.), ist im diesem Promotionsprojekt besonderes Augenmerk auf gentoxische Effekte in generativen Geweben, d.h. in den Gonaden (Ovarien, Hoden), gerichtet.<\/p>\n<p>Zun\u00c3\u00a4chst werden Methoden zur Messung der Gentoxizit\u00c3\u00a4t im Comet-Assay in Gonadenzellen und im Mikrokerntest mit histologischen Gonadenschnittpr\u00c3\u00a4paraten entwickelt und die f\u00c3\u00bcr die Langzeitbelastung geeigneten Konzentrationsbereiche der Gentoxine ermittelt. Dazu werden adulte Zebrab\u00c3\u00a4rblinge zwei Wochen lang in vivo belastet und Konzentrationen der Testsubstanzen ermittelt, in denen gentoxische Effekte in somatischen und generativen Organen auftreten.<\/p>\n<p>Aufgrund dieser Befunde wird eine Generation von Zebrab\u00c3\u00a4rblingen (F0-Generation) im Life-Cycle-Test in vivo belastet. Bei Erlangen der Geschlechtsreife werden die Fische verpaart und die Gentoxizit\u00c3\u00a4t in Leber, Kiemen und Gonaden nachgewiesen. Die belasteten Fische werden schlie\u00c3\u0178lich verpaart und die Fortpflanzungskapazit\u00c3\u00a4t der Fische erfasst, d.h. Fertilit\u00c3\u00a4t, Befruchtung, Larven\u00c3\u00bcberleben. Die n\u00c3\u00a4chsten beiden Generation werden ohne Belastung gehalten, um eine Regeneration zu erm\u00c3\u00b6glichen. Die F1-Generation wird ebenfalls verpaart und ihre Reproduktion beobachtet. Im n\u00c3\u00a4chsten Schritt wird die Embryonalentwicklung der F2-Generation untersucht. In belasteten Fischen und der ersten Folgegenerationen wird nach histopathologischen Ver\u00c3\u00a4nderungen wie Neoplasien und Carcinogenese gesucht. Dar\u00c3\u00bcber hinaus werden die Geschlechterverh\u00c3\u00a4ltnisse sowie Gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178e und Gewicht der Fische in der F0- und F1-Generation ermittelt.<\/p>\n<p>Insgesamt sollen verschiedene Endpunkte betrachtet werden, um Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Gentoxizit\u00c3\u00a4t und Effekten auf Populationsebene zu finden und die Biomarkerfunktion von gentoxischen Effekten in somatischen Geweben zu kl\u00c3\u00a4ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gentoxizit\u00e4t und Effekte auf Gonadenhistologie, Fertilit\u00e4t und Reproduktion beim Zebrab\u00e4rbling Das Projekt soll zur Kl\u00c3\u00a4rung der Frage beitragen, in welchem Ausma\u00c3\u0178 gentoxische Substanzen, die durch den Menschen in die Umwelt eingebracht werden, an der Beeintr\u00c3\u00a4chtigung nat\u00c3\u00bcrlicher Fischpopulationen mitwirken. 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