{"id":52877,"date":"2026-01-27T10:48:44","date_gmt":"2026-01-27T09:48:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20009-015\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:46","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:46","slug":"20009-015","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20009-015\/","title":{"rendered":"Vergleichende Analyse verschiedener Stressreaktionen alter Landsorten und moderner Hochertragssorten von Gerste (Hordeum vulgare L.)"},"content":{"rendered":"<p>Stressreaktion von Gerstevariet\u00e4ten in unterschiedlichen DomestizierungsstufenDie Selektion landwirtschaftlicher Pflanzen auf Hochertrag k\u00f6nnte pflanzliche Stressreaktionen beeinflusst haben. So k\u00f6nnten Abwehrmechanismen gegen\u00fcber Pathogenen und Herbivoren aufgrund starken Pestizideinsatzes sowie durch vermehrt spezialisierte Sch\u00e4dlinge reduziert sein. Um dar\u00fcber Informationen zu erhalten, wurden die Emissionen biogener fl\u00fcchtiger organischer Verbindungen (Biogenic volatile organic compounds, BVOC) aus verschiedenen Gerstensorten analysiert. Induziert wurden die Emissionen durch Applikation von Methyljasmonat (MeJA) und Ozon, als Trigger f\u00fcr typische pflanzliche Stressantworten. Ich habe BVOC Emissionen von 31 verschiedenen Gerstensorten nach MeJA-Applikation bestimmt, um so Aussagen f\u00fcr die besten geeigneten Gerstenvariet\u00e4ten zu bekommen. Aufgrund hoher Variabilit\u00e4ten bei diesem Screening waren allerdings keine quantitativen Aussagen m\u00f6glich. Daher wurde die Auswahl der Gerstenvariet\u00e4ten durch andere Kriterien wie die Unterscheidungsm\u00f6glichkeit zwischen alten Landsorten und modernen Hochertragssorten oder die Keimf\u00e4higkeit der Samen getroffen. Ausgew\u00e4hlt wurden die alten Landsorten BCC 1479, BCC 173 und BCC 869 sowie die Hochertragsorten Barke, Varde und Marthe. Diese sechs Gerstensorten wurden statistisch belastbar nach MeJA-Exposition untersucht (n=6). Hierbei zeigten die alten Gerstensorten allgemein h\u00f6here Emissionsraten als die modernen Hochertragssorten. Hauptemissionen waren das Monoterpen Linalool sowie das Sesquiterpen Caryophyllen, die eine Rolle als Abwehrsignal einnehmen. Sowohl in alten sowie in den modernen Sorten konnte nach MeJA-Expositionen eine vergleichbare endogene Jasmons\u00e4ure-Akkumulation nachgewiesen werden. Da diese als Trigger der Terpenoidemission angenommen wird, muss die geringere Terpenoidemissionen der Hochertragssorten auf Prozesse nach der JA-Akkumulation zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Die Ozonexpositionexperimente wurden bisher f\u00fcr die alte Landsorte BCC 1479 und f\u00fcr die moderne Sorte Barke abgeschlossen (n=6). Diese Sorten zeigten keine signifikanten Unterschiede der \u0084green leaf volatile\u0093 (GLV) Emissionen, was auf eine gleich starke Sch\u00e4digung des Blattgewebes hindeutet. Zudem wurden neben den GLV Emissionen qualitativ dieselben Terpenoidemissionen wie nach MeJA-Applikation gefunden. Bez\u00fcglich der Terpenoidemissionen zeigte sich das gleiche Muster wie nach MeJA-Expositionen. Ob auch nach Ozonexposition Jasmons\u00e4ure das zentrale Signalmolek\u00fcl ist, soll im dritten Jahr meiner Dissertation auch anhand von Microarray-Analysen \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stressreaktion von Gerstevariet\u00e4ten in unterschiedlichen DomestizierungsstufenDie Selektion landwirtschaftlicher Pflanzen auf Hochertrag k\u00f6nnte pflanzliche Stressreaktionen beeinflusst haben. So k\u00f6nnten Abwehrmechanismen gegen\u00fcber Pathogenen und Herbivoren aufgrund starken Pestizideinsatzes sowie durch vermehrt spezialisierte Sch\u00e4dlinge reduziert sein. Um dar\u00fcber Informationen zu erhalten, wurden die Emissionen biogener fl\u00fcchtiger organischer Verbindungen (Biogenic volatile organic compounds, BVOC) aus verschiedenen Gerstensorten analysiert. Induziert [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-52877","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20009\/015","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Gatzke","dbu_stipendiaten_vorname":"Simone","dbu_stipendiaten_titel":"Dr.","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2009-06-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2012-05-31 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Forschungszentrum J\u00fclich Institut f\u00fcr Bio- und Geowissenschaften (IBG) IBG-2: Pflanzenwissenschaften","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. U. Schurr","dbu_stipendiaten_email_dienst":"Siga1984@aol.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52877","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52877\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58889,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52877\/revisions\/58889"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52877"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52877"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52877"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}