{"id":52870,"date":"2026-01-27T10:48:44","date_gmt":"2026-01-27T09:48:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20009-023\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:45","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:45","slug":"20009-023","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20009-023\/","title":{"rendered":"Politische \u00d6konomie der Erneuerbare-Energien-Politik in Deutschland &#8211; Eine Betrachtung des Politikbildungsprozesses auf dem Strommarkt unter dem Einfluss von Interessengruppen"},"content":{"rendered":"<p>Zur \u00f6konomischen Theorie der Interessengruppen im Rahmen der Erneuerbaren-Energien-PolitikIm Rahmen der aktuellen Debatte rund um die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit, muss naturgem\u00e4\u00df den Themen Energieversorgung und -versorgungssicherheit eine nicht zu vernachl\u00e4ssigende Relevanz zugesprochen werden. Vor allem vor dem Hintergrund eines weltweit stetig wachsenden Energiehungers und einer zugleich abnehmenden fossilen Energieversorgungssicherheit tritt dabei der Themenkomplex der Erforschung und F\u00f6rderung regenerativer Energietr\u00e4ger in den Vordergrund. Das Forschungsprojekt greift diese Zusammenh\u00e4nge auf, und fokussiert sich dabei auf die Analyse unterschiedlicher strukturpolitischer Instrumente zur politischen wie wirtschaftlichen F\u00f6rderung der regenerativen Energiesparte. In den Fokus der Aufmerksamkeit r\u00fccken vor allem die Industrie- und Interessengruppen, die von den politischen Zuwendungen profitieren. Die M\u00e4rkte f\u00fcr konventionelle und regenerative Energie befinden sich zueinander in einer antagonistischen Situation. Dieser Antagonismus l\u00e4sst sich an zweierlei Elementen festmachen: zum einen an der sich in unterschiedlichen Rechtsgebieten manifestierenden politisch motivierten und gezielten F\u00f6rderung der Branche f\u00fcr regenerative Energien, und zum anderen an den beobachteten Industriestrukturen. W\u00e4hrend die Anbieterstruktur auf der Seite der ?Erneuerbaren? noch ausgesprochen kleinteilig ist, wird die Anbieterseite der Branchen f\u00fcr konventionelle Energie durch einige wenige gro\u00dfe Unternehmen dominiert. Das Projekt untersucht zwei m\u00f6gliche Zusammenh\u00e4nge zwischen diesen beiden Unterschieden. Zum einen wird der Frage nachgegangen, ob die staatliche F\u00f6rderung die polypolistische Struktur der Anbieter im Sektor der erneuerbaren Energien sowie ihre Organisation als Interessengruppe st\u00e4rkt. Zum anderen wird gefragt, ob umgekehrt die Anbieter erneuerbarer Energien gerade wegen ihrer von den konventionellen Anbietern so wesentlich abweichenden Struktur und der damit verbundenen unhabh\u00e4ngigen Organisation der Interessen einen besonders starken Einfluss auf die politischen F\u00f6rderentscheidungen haben.Dabei erstreckt sich der geographische Betrachtungsrahmen der Arbeit auf unterschiedliche Jurisdiktionen. Auf der einen Seite ist dies die Bundesrepublik Deutschland, die sp\u00e4testens seit der Verabschiedung des Gesetzt f\u00fcr den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) im Jahre 2000 (seit Anfang 2009 in zweiter Novelle), in der F\u00f6rderung regenerativer Energietr\u00e4ger eine weltweite F\u00fchrungsposition innehat. Auf der anderen Seite finden die Vereinigten Staaten von Amerika, und hier speziell die beiden Bundesstaaten Texas und Kalifornien Betrachtung. Auf die USA bezogen kommt einerseits seit dem Fr\u00fchjahr 2009 der zentralstaatlichen Bundesregierung eine gesteigerte Bedeutung im Bezug auf die F\u00f6rderung der erneuerbarer Energien zu. Dies ist vor allem am Machtwechsel in Washington sowie an der Novelle der Gesetzgebung im Bezug auf das F\u00f6rderinstrument Investment Tax Credit (ITC) auszumachen. Andererseits kommt den beiden bundesstaatlichen Jurisdiktionen Kalifornien und Texas eine starke Bedeutung zu, da sie seit einigen Jahren aktiv im Aufbau eines regenerativen Energiezweiges sind. In Texas ist dies die Windenergie, w\u00e4hrend in Kalifornien ? historisch betrachtet der US-amerikanische Vorreiterstaat in ?gr\u00fcnen? Energiefragen ? der F\u00f6rderfokus momentan fast g\u00e4nzlich auf dem Ausbau der Photovoltaikkapazit\u00e4ten liegt.Das methodische Vorgehen der Arbeit orientiert sich am Theoriekomplex der Neuen Politischen \u00d6konomie (Public Choice), und hier vor allem der \u00d6konomischen Theorie der Interessengruppen. In diese Theorie wird der Moesche Ansatz (1989) zur Sicherung politischer Entscheidungen durch den Aufbau und die St\u00e4rkung bestimmter Interessengruppen und B\u00fcrokratien eingeordnet. Die Methodik wird vervollst\u00e4ndigt durch die rechtswissenschaftliche Hermeneutik zur Auslegung der relevanten Gesetzeslagen. Die Ergebnisse der jurisdiktionsbezogenen Untersuchungen werden verglichen und modellhaft dargestellt. Wenn M\u00f6glich erfolgt eine \u00dcbertragung der Erkenntnisse auf andere wirtschaftspolitische Felder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur \u00f6konomischen Theorie der Interessengruppen im Rahmen der Erneuerbaren-Energien-PolitikIm Rahmen der aktuellen Debatte rund um die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit, muss naturgem\u00e4\u00df den Themen Energieversorgung und -versorgungssicherheit eine nicht zu vernachl\u00e4ssigende Relevanz zugesprochen werden. 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