{"id":52863,"date":"2026-10-23T12:50:53","date_gmt":"2026-10-23T10:50:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20009-030\/"},"modified":"2026-10-23T12:50:54","modified_gmt":"2026-10-23T10:50:54","slug":"20009-030","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20009-030\/","title":{"rendered":"Analyse und Bewertung von Pheromonen zur artspezifischen Kontrolle invasiver Ameisen: Chemisch-analytischer und verhaltens\u00c3\u00b6kologischer Vergleich zwischen heimischen und eingeschleppten Arten"},"content":{"rendered":"<p>Analyse und Bewertung von Pheromonen zur artspezifischen Kontrolle invasiver AmeisenAmeisen geh\u00c3\u00b6ren zu den erfolgreichsten Lebewesen unserer Erde. Sie sind in fast allen terrestrischen Lebensr\u00c3\u00a4umen vorhanden und besetzen die vielf\u00c3\u00a4ltigsten \u00c3\u00b6kologischen Nischen. Der Schl\u00c3\u00bcssel f\u00c3\u00bcr den Erfolg der Ameisen ist das auf einem ausgekl\u00c3\u00bcgelten Kommunikationssystem beruhende, hochgradig kollektive Verhalten. Ihr massenhaftes Auftreten in Verbindung mit einer stark ausgepr\u00c3\u00a4gten Kooperation der Individuen ist unter anderem der Grund daf\u00c3\u00bcr, dass bestimmte Ameisenarten auch zu den destruktivsten invasiven Lebewesen unserer Zeit geh\u00c3\u00b6ren. Heimische Floren und Faunen k\u00c3\u00b6nnen mit den h\u00c3\u00a4ufig anthropogen eingeschleppten invasiven Ameisenarten nicht konkurrieren, mit der Folge, dass sich die in der Regel massiv in die \u00c3\u2013kosysteme eingreifenden Invasoren immer weiter ausbreiten und heimische Arten verdr\u00c3\u00a4ngen oder sogar ausrotten.Im Rahmen meiner Promotion m\u00c3\u00b6chte ich die Kommunikationssysteme von zwei invasiven (Lasius neglectus und Linepithema humile) und zwei nicht-invasiven heimischen Ameisenarten (Lasius platythorax und Lasius niger) im Detail analysieren und vergleichen, um langfristig eine bessere Kontrollm\u00c3\u00b6glichkeit zur Bewahrung unserer heimischen Ameisenfauna zu schaffen.Mehrere g\u00c3\u00a4ngige und erfolgreiche Methoden zu biologischen Bek\u00c3\u00a4mpfung von anderen Schadinsekten basieren auf dem Einsatz von Pheromonen, z.B. &#8220;Mating Disruption&#8221; oder Pheromonfallen. Da die Pheromonkommunikation von Ameisen jedoch noch nicht vollst\u00c3\u00a4ndig verstanden ist, fehlt eine Grundlage f\u00c3\u00bcr \u00c3\u00a4hnliche Verfahren zu Eind\u00c3\u00a4mmung invasiver Ameisenarten. Das Ziel dieser Arbeit ist, die Voraussetzungen f\u00c3\u00bcr eine gezielte Bek\u00c3\u00a4mpfung von invasiven Ameisenarten mit Pheromonk\u00c3\u00b6dern zu schaffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Analyse und Bewertung von Pheromonen zur artspezifischen Kontrolle invasiver AmeisenAmeisen geh\u00c3\u00b6ren zu den erfolgreichsten Lebewesen unserer Erde. Sie sind in fast allen terrestrischen Lebensr\u00c3\u00a4umen vorhanden und besetzen die vielf\u00c3\u00a4ltigsten \u00c3\u00b6kologischen Nischen. Der Schl\u00c3\u00bcssel f\u00c3\u00bcr den Erfolg der Ameisen ist das auf einem ausgekl\u00c3\u00bcgelten Kommunikationssystem beruhende, hochgradig kollektive Verhalten. 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