{"id":52855,"date":"2026-01-27T10:48:42","date_gmt":"2026-01-27T09:48:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20009-038\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:44","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:44","slug":"20009-038","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20009-038\/","title":{"rendered":"Modellierung der Ausbreitung und Etablierung benthischer Wirbelloser in einem stark fragmentierten Flusseinzugsgebiet"},"content":{"rendered":"<p>Ausbreitung von Wirbellosen<\/p>\n<p>Renaturierungen an Flie\u00dfgew\u00e4ssern haben die Verbesserung der Hydromorphologie zum Ziel, erzielen jedoch h\u00e4ufig keinen positiven Effekt auf die Lebensgemeinschaften, z.B. auf das Makrozoobenthos. Eine Wiederbesiedlung renaturierter Abschnitte mit sensitiven Arten bleibt oft aufgrund fehlender. Ziel des Projektes ist es, f\u00fcr einige sensitive Arten die potentielle Verbreitung im Einzugsgebiet der Lenne zu modellieren und darauf basierend Ausbreitungsmodelle zur Absch\u00e4tzung des Wiederbesiedlungspotentials zu entwickeln.<br \/>Die Untersuchungen werden im Einzugsgebiet der Lenne, einem stark urbanisierten Zufluss der Ruhr in Nordrhein-Westfalen, durchgef\u00fchrt. Als Vergleich wurde das Einzugsgebiet der oberen Ruhr (bis zur Lennem\u00fcndung) herangezogen, das weniger durch Siedlungen als durch Landwirtschaft gepr\u00e4gt ist.<br \/>Auf Grundlage von gro\u00dfr\u00e4umigen Umweltparametern (Gew\u00e4sserstrukturg\u00fcte und Landnutzung) sowie den Informationen zu Pr\u00e4senz\/Absenz von elf Modellarten aus dem Jahr 2010 wurden zun\u00e4chst mittels zweier Regressionsmethoden (nichtparametrische multiplikative Regression (NPMR), logistische Regression) die Umweltparameter bestimmt, die das Vorkommen der Modellarten erkl\u00e4ren. Auf Basis dieser Umweltparameter wurden Vorhersagen zum Vorkommen der Arten in den Einzugsgebieten der Lenne und oberen Ruhr berechnet und in Habitateignungskarten visualisiert. F\u00fcr einige der Modellarten konnten \u00fcber die beiden Modellans\u00e4tze akzeptable Habitatmodelle erstellt werden. Die erreichten Erkl\u00e4rungsanteile waren zwar relativ niedrig, jedoch indizierte die Kreuzvalidierung der NPMR f\u00fcr einige der Modellarten (z.B. Dinocras cephalotes, Silo pallipes) brauchbare Modelle.<br \/>Die \u00dcberpr\u00fcfung der Modelle erfolgte zum einen durch einen im Jahr 2011 erhobenen Validierungsdatensatz, zum anderen wurden \u0084gepoolte\u0093 Modelle (Daten aus 2010 und 2011) gegen einen Fremddatensatz validiert. Durch eine ROC-Analyse (receiver operating characteristic) lassen sich Aussagen \u00fcber die G\u00fcte der Modelle (AUC, area under the curve) treffen. F\u00fcr Dinocras cephalotes und Silo pallipes weisen beide Modellierungsmethoden gute Prognosef\u00e4higkeiten auf. F\u00fcr andere Arten ergeben sich nur zuf\u00e4llige Vorhersageleistungen der Modelle (z.B. Perla marginata oder Calopteryx virgo). Die \u0084gepoolten\u0093 Modelle zeigten zwar geringere Modellg\u00fcten als die Modelle aus 2010, jedoch spiegeln sich hier die Ergebnisse der Modelle aus 2010 zum gro\u00dfen Teil wider.<br \/>Einige Modelle sind demnach geeignet, Quellpopulationen im Einzugsgebiet vorherzusagen und somit als Basis einer Ausbreitungsmodellierung dienen. Es ist weiterhin geplant, f\u00fcr beide Einzugsgebiete jeweils einzeln Modelle zu entwickeln, um zum einen die Auswirkungen einer geringeren Datenbasis auf die Ergebnisse absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, und zum anderen eventuelle Unterschiede zwischen den regionalen Modellen aufgrund der verschiedenen Nutzungsformen zu erfassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausbreitung von Wirbellosen Renaturierungen an Flie\u00dfgew\u00e4ssern haben die Verbesserung der Hydromorphologie zum Ziel, erzielen jedoch h\u00e4ufig keinen positiven Effekt auf die Lebensgemeinschaften, z.B. auf das Makrozoobenthos. Eine Wiederbesiedlung renaturierter Abschnitte mit sensitiven Arten bleibt oft aufgrund fehlender. 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