{"id":52851,"date":"2026-01-27T10:48:42","date_gmt":"2026-01-27T09:48:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20009-042\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:43","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:43","slug":"20009-042","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20009-042\/","title":{"rendered":"Experimentelle Grundlagenermittlung zur integrativen und nachhaltigen Minimierung der chemischen Prozessanteile bei der Herstellung von Stahlerzeugnissen"},"content":{"rendered":"<p>Minimierung chemischer Prozessanteile bei der StahlherstellungDie zunehmende Konzentration an Kohlendioxid (CO2) in der Erdatmosph\u00e4re ist eine der Hauptursachen f\u00fcr den derzeitigen Klimawandel. Die Stahlindustrie geh\u00f6rt aufgrund ihrer weltweiten Jahresproduktion von 1,35 Mrd. Tonnen Rohstahl im Jahr 2007 zu den besonders energieintensiven Produktionsbranchen. Es liegt daher nahe, dass Prozessverbesserungen in diesem Produktionssektor zu enormen Reduktionen der Emissionen und Betriebsmittelbedarfe beitragen k\u00f6nnen.Grunds\u00e4tzliches Problem bei der Herstellung von Stahlerzeugnissen ist die Verzunderung der Stahloberfl\u00e4chen. Diese Schichten m\u00fcssen vor weiteren Behandlungsschritten restlos vom Grundmaterial entfernt werden. Nach dem Stand der Technik ist dies nur in umweltgef\u00e4hrdenden S\u00e4ureb\u00e4dern m\u00f6glich, die bei Temperaturen von bis zu 100 \u00b0C betrieben werden und einen enormen Energiebedarf sowie Verbrauch an fossilen Prim\u00e4renergietr\u00e4gern (Erdgasfeuerung zur Dampferzeugung), Frischwasser und S\u00e4ure aufweisen. Das Entzunderungsverfahren mit Hochdruck-Vakuum-Technik (HVT) bietet als integratives Verfahren in einer chemischen Beizlinie das Potential, einen Beitrag zu Minderung der klimawirksamen Emissionen zu leisten, einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Wasser zu erm\u00f6glichen sowie den Verbrauch von umweltkritischen Minerals\u00e4uren substantiell zu verringern. Es handelt sich dabei um ein chemikalienfreies, hydroabrasives Strahlverfahren, das Zunder als abrasives Strahlmittel verwendet und sowohl den Zunder als auch das als Tr\u00e4germedium verwendete Hochdruckwasser kontinuierlich im Kreislauf f\u00fchrt. Bei dem in dieser Form entstehenden Kombinationsprozess aus einem mechanischem und einem chemischen Verfahren wird \u00fcber einen hochenergetischen rotierenden Hochdruckabrasivstrahl eine Perforierung der Zunderschicht derart eingestellt, dass die Zunderaufl\u00f6sungsgeschwindigkeit in der Beizlinie gesteigert werden kann. Auf diese Weise wird ein nachhaltiger Prozess entwickelt, der einen sehr gro\u00dfen Beitrag zur nachhaltigen und energieeffizienten Produktion von Stahl leisten kann. Im Rahmen dieses interdisziplin\u00e4r angelegten Forschungsprojekts soll mittels umfangreicher experimenteller Versuchsreihen in Kombination mit metallographischen und chemischen Analysemethoden das technologische und \u00f6kologische Potential der Kombinationsprozesse ermittelt werden. Grunds\u00e4tzliches Ziel ist es, den Anteil des chemischen Beizens am Entzunderungsvorgang jeweils bis zum technologischen Minimum zu reduzieren, und den Anteil des umweltfreundlichen mechanischen Entzunderungsverfahrens mit HVT entsprechend zu maximieren. Zudem wird eine breite Wissensbasis bzgl. der grundlegenden Mechanismen zur Beizzeitreduktion mit dem Kombinationsprozess erstellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Minimierung chemischer Prozessanteile bei der StahlherstellungDie zunehmende Konzentration an Kohlendioxid (CO2) in der Erdatmosph\u00e4re ist eine der Hauptursachen f\u00fcr den derzeitigen Klimawandel. Die Stahlindustrie geh\u00f6rt aufgrund ihrer weltweiten Jahresproduktion von 1,35 Mrd. Tonnen Rohstahl im Jahr 2007 zu den besonders energieintensiven Produktionsbranchen. 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