{"id":52829,"date":"2026-01-27T10:48:40","date_gmt":"2026-01-27T09:48:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20010-065\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:41","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:41","slug":"20010-065","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20010-065\/","title":{"rendered":"Genetische und \u00f6kologische Methoden des angewandten Artenschutzes vor dem Hintergrund anthropogener Ma\u00dfnahmen am Beispiel der FFH-Art Kammmolche (Triturus cristatus)"},"content":{"rendered":"<p>Angewandte Naturschutzgenetik am Beispiel der FFH-Art Kammmolch<\/p>\n<p>Amphibien geh\u00f6ren weltweit zu der am st\u00e4rksten bedrohten und am schnellsten schwindenden Wirbeltierklasse \u00fcberhaupt. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr diesen z. T. katastrophalen R\u00fcckgang sind sehr unterschiedlich und reichen von Habitatzerst\u00f6rung und -Fragmentierung, klimatischen Ver\u00e4nderungen im Zuge der globalen Erw\u00e4rmung bis hin zur Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Diese Bedrohung trifft auch auf viele unserer einheimischen Amphibien zu. Der Kammmolch (Triturus cristatus) in Deutschland ist eine besonders stark gef\u00e4hrdete Art und wird daher auch in Anhang II und IV der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie gelistet. Trotz seines hohen Schutzstatus und seiner allgemeinen Gef\u00e4hrdung wurden im Jahre 2001 in dem bis dahin gr\u00f6\u00dften bekannten Vorkommen des Kammmolches im gesamten Verbreitungsgebiet der Art, einem Altarmgebiet des Rheines in unmittelbarer N\u00e4he der Stadt Krefeld, Bau- und Umstrukturierungsma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt. Im Zuge eines Bestandsmonitoring in den Jahren 2004 bis 2006 konnte nachgewiesen werden, dass die entstandenen Habitatver\u00e4nderungen so drastisch waren, dass die gro\u00dfe zentrale Subpopulation des Gesamtvorkommens mit ehemals mehr als 8000 Tieren auf unter einhundert Tiere im Jahr 2006 geschrumpft war. Ich m\u00f6chte im Laufe meiner Promotion nun die langfristigen Folgen dieses massiven Eingriffes f\u00fcr die Gesamtpopulation der Kammmolche mit modernen und integrativen Ans\u00e4tzen weiter untersuchen um so die Grundlagen f\u00fcr ein effektives Management dieser Population zu legen. Ziel soll es sein zum einen die Beobachtungsans\u00e4tze (Monitoring der Habitatqualit\u00e4t und Bestimmung der \u00f6kologischen Populationsgr\u00f6\u00dfe einzelner Subpopulationen) aus der Vorg\u00e4ngerstudie fortzusetzen, zum anderen soll die Populationsstruktur der Kammmolche mittels genetischer Ans\u00e4tze genauer untersucht werden. Hierbei ist es mir vor allem wichtig, die effektive Populationsgr\u00f6\u00dfe, also die Anzahl der sich reproduzierenden Individuen, der einzelnen Vorkommen zu bestimmen und die Richtung und Gr\u00f6\u00dfe der Migration zwischen den einzelnen Subpopulationen im Gebiet zu bestimmen. Aufgrund der generellen Anwendbarkeit der verwendeten genetischen Ans\u00e4tze und Konzepte erwarte ich ebenfalls eine sehr gute \u00dcbertragbarkeit meiner Untersuchungsans\u00e4tze und Ergebnisse f\u00fcr andere FFH-Arten in \u00e4hnlich gelagerten Konfliktsituationen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angewandte Naturschutzgenetik am Beispiel der FFH-Art Kammmolch Amphibien geh\u00f6ren weltweit zu der am st\u00e4rksten bedrohten und am schnellsten schwindenden Wirbeltierklasse \u00fcberhaupt. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr diesen z. 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