{"id":52827,"date":"2026-10-23T12:50:47","date_gmt":"2026-10-23T10:50:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20010-067\/"},"modified":"2026-10-23T12:50:49","modified_gmt":"2026-10-23T10:50:49","slug":"20010-067","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20010-067\/","title":{"rendered":"Der Einfluss von Pilznetzwerken auf die Bioverf\u00c3\u00bcgbarkeit und den Abbau erd\u00c3\u00b6lbasierter Schadstoffe in B\u00c3\u00b6den"},"content":{"rendered":"<p>Einfluss von Pilznetzwerken auf Bioverf\u00fcgbarkeit und Abbau erd\u00f6lbasierter SchadstoffeHydrophobe organische Schadstoffe (hydrophobic organic conatminants &#8211; HOC) k\u00c3\u00b6nnen auf vielf\u00c3\u00a4ltigem Wege &#8211; z.B. durch Verbrennungsprozesse, Unf\u00c3\u00a4lle oder unsachgem\u00c3\u00a4\u00c3\u0178e Anwendung &#8211; in den Boden gelangen und sind daher ubiquit\u00c3\u00a4r. Aufgrund ihrer geringen Fl\u00c3\u00bcchtigkeit und hohen Hydrophobizit\u00c3\u00a4t reichern sie sich mit jedem Eintrag im Boden an und stellen aufgrund ihrer potentiell mutagenen, teratogenen und karzinogenen Eigenschaften auch eine erhebliche Gefahr f\u00c3\u00bcr den Menschen dar. Eine Regenerierung kontaminierter B\u00c3\u00b6den ist daher von bedeutendem Interesse und vor allem der Schadstoffabbau durch im Boden ans\u00c3\u00a4ssige Mikroorganismen birgt ein gro\u00c3\u0178es Potential. Viele bodenbewohnende Bakterien sind in der Lage, Schadstoffe als Energiequelle zu nutzen und damit zu unsch\u00c3\u00a4dlichen Endprodukten abzubauen. Allerdings sind im Boden die Diffusion von Schadstoffen und die Beweglichkeit von Bakterien durch Adsorptionsprozesse stark eingeschr\u00c3\u00a4nkt, sodass ein mikrobieller Abbau nur bedingt stattfinden kann (geringe Schadstoff-Bioverf\u00c3\u00bcgbarkeit). Um einen effektiven Abbau zu erm\u00c3\u00b6glichen und die Schadstoff-Bioverf\u00c3\u00bcgbarkeit zu steigern, m\u00c3\u00bcssen daher Mikroorganismen und Schadstoffe durch Verteilung bzw. Mobilisierung im Boden einander n\u00c3\u00a4her gebracht werden.Pilze sind im Gegensatz zu Bakterien aufgrund ihrer filament\u00c3\u00b6sen Wuchsform nicht auf wasserges\u00c3\u00a4ttigte Porenr\u00c3\u00a4ume im Boden angewiesen. Sie k\u00c3\u00b6nnen ebenfalls luftgef\u00c3\u00bcllte Bereiche durchwachsen und so wasserges\u00c3\u00a4ttigte bzw. \u00e2\u20ac\u201cunges\u00c3\u00a4ttigte Porenr\u00c3\u00a4ume br\u00c3\u00bccken\u00c3\u00a4hnlich verbinden. Damit stellen sie im Boden durchg\u00c3\u00a4ngige Oberfl\u00c3\u00a4chen zur Verf\u00c3\u00bcgung, entlang derer sich Bakterien fortbewegen (\u00e2\u20ac\u017efungal highways\u00e2\u20ac\u0153) und vorher unzug\u00c3\u00a4ngliche Bereiche erreichen k\u00c3\u00b6nnen. K\u00c3\u00bcrzlich konnte zudem ein Transport von Schadstoffen innerhalb des cytoplasmatischen Stroms des filament\u00c3\u00b6sen Modellorganismus Pythium ultimum nachgewiesen werden (\u00e2\u20ac\u017efungal pipelines\u00e2\u20ac\u0153), was darauf hindeutet, dass neben Bakterien ebenfalls Schadstoffe im Bodenraum durch Pilznetzwerke verteilt werden k\u00c3\u00b6nnen. In meiner Promotion besch\u00c3\u00a4ftige ich mich mit der Fragestellung, ob Pilze in ihrer Funktion als \u00e2\u20ac\u017efungal highways\u00e2\u20ac\u0153 und \u00e2\u20ac\u017efungal pipelines\u00e2\u20ac\u0153 zur Erh\u00c3\u00b6hung der Schadstoff-Bioverf\u00c3\u00bcgbarkeit und des Schadstoff-Abbaus in B\u00c3\u00b6den beitragen k\u00c3\u00b6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einfluss von Pilznetzwerken auf Bioverf\u00fcgbarkeit und Abbau erd\u00f6lbasierter SchadstoffeHydrophobe organische Schadstoffe (hydrophobic organic conatminants &#8211; HOC) k\u00c3\u00b6nnen auf vielf\u00c3\u00a4ltigem Wege &#8211; z.B. durch Verbrennungsprozesse, Unf\u00c3\u00a4lle oder unsachgem\u00c3\u00a4\u00c3\u0178e Anwendung &#8211; in den Boden gelangen und sind daher ubiquit\u00c3\u00a4r. 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