{"id":52810,"date":"2026-01-27T10:48:37","date_gmt":"2026-01-27T09:48:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20010-084\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:38","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:38","slug":"20010-084","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20010-084\/","title":{"rendered":"Gel\u00f6ster organischer Kohlenstoff an Niedermoorstandorten Nordostdeutschlands &#8211; Zusammenhang von Landnutzung und Standortausstattung"},"content":{"rendered":"<p>Bewertung von DOC-Austr\u00e4gen differenzierter Niedermoorstandorte hinsichtlich der LandnutzungsintensiGel\u00f6ster organischer Kohlenstoff (DOC \u0096 dissolved organic carbon) ist ein nat\u00fcrlicher Bestandteil der Bodenl\u00f6sung und an vielen wichtigen bodenphysikalischen und -biologischen Prozessen beteiligt. DOC ist allerdings auch Bestandteil von zwei Problemfeldern: Erstens wird DOC in Gew\u00e4sser ausgetragen und mindert die Wasserqualit\u00e4t immens: Die Aufbereitung zu Trinkwasser wird technologisch erschwert, karzinogene Substanzen k\u00f6nnen entstehen und DOC f\u00fchrt zu einer farblichen und geruchlichen Beeintr\u00e4chtigung des Wassers. Zudem ver\u00e4ndert DOC gew\u00e4sser\u00f6kologische Parameter, wie Trophiestufe, Lichteinfluss oder Temperatur. Zweiter Problemkreis ist der Verlust des im Boden gespeicherten Kohlenstoffs (C) durch Bildung und Austrag von DOC, infolgedessen die gro\u00dfen C-Reservoirs im Boden teilweise geleert werden. Der Austrag von DOC aus dem System \u0084Boden\u0093 ist ein Verlust per se, zus\u00e4tzlich entstehen bei der mikrobiellen Umsetzung von DOC, welche bis zu 95 % betragen kann, die klimarelevanten Gase CO2 und CH4 und tragen somit zur Anreicherung der Atmosph\u00e4re mit Klimagasen bei. Bei Eintritt der prognostizierten Klima\u00e4nderung versch\u00e4rft sich wiederum vermutlich die DOC-Problematik, da steigende Temperaturen und CO2-Gehalten der Luft zu h\u00f6heren DOC-Produktionsraten f\u00fchren. Von besonderer Relevanz sind diese Umst\u00e4nde in Mooren und Feuchtgebieten, da 1) diese Fl\u00e4chen \u00fcber   30 % des gesamten im Boden gebundenen Kohlenstoffs verf\u00fcgen und daher besonders schutzw\u00fcrdig sind, und 2) der DOC-Austrag von organischen B\u00f6den bis zu 25-fach h\u00f6her sein kann, als auf mineralischen B\u00f6den. Die Intensit\u00e4t der Landnutzung und das Wasserregime haben einen gro\u00dfen Einfluss auf DOC-Gehalte und Austr\u00e4ge, weshalb in den besonders moorreichen Bundesl\u00e4ndern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg der Einfluss von Nutzungsintensit\u00e4t, Wasserhaushalt und Standorteigenschaften auf DOC untersucht werden soll. Auf der Mikroskala werden mithilfe von Lysimetern punktuelle DOC-Konzentrationen im Boden erfasst, auf der Mesoskala ist die Berechnung von Austr\u00e4gen aus der Moorfl\u00e4che vorgesehen. Ziel des Vorhabens ist die Bereitstellung von Wissen und Daten zur langfristigen Konkretisierung bestehender Handlungsempfehlungen bez\u00fcglich des Schutzes und der Nutzung von Niedermooren in Nordostdeutschland.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bewertung von DOC-Austr\u00e4gen differenzierter Niedermoorstandorte hinsichtlich der LandnutzungsintensiGel\u00f6ster organischer Kohlenstoff (DOC \u0096 dissolved organic carbon) ist ein nat\u00fcrlicher Bestandteil der Bodenl\u00f6sung und an vielen wichtigen bodenphysikalischen und -biologischen Prozessen beteiligt. 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