{"id":52788,"date":"2026-01-27T10:48:35","date_gmt":"2026-01-27T09:48:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20010-108\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:35","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:35","slug":"20010-108","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20010-108\/","title":{"rendered":"Klimawandel und Lebenswirklichkeit"},"content":{"rendered":"<p>Klimawandel und Lebenswirklichkeit.<\/p>\n<p>Der weltweite anthropogen verursachte Klimawandel ist eine der gr\u00f6\u00dften gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart. Die Gewissheit \u00fcber die sich erw\u00e4rmende Atmosph\u00e4re und die daraus entstehenden Folgen hat zahlreiche politische Debatten \u00fcber m\u00f6gliche Gegenma\u00dfnahmen ausgel\u00f6st. Aus den naturwissenschaftlichen Fakten wurden konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet \u0096 die Leitgedanken des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit pr\u00e4gen zahlreiche Felder der deutschen, der europ\u00e4ischen und der internationalen Politik. Getragen werden solche politischen Ma\u00dfnahmen letztlich von der Bev\u00f6lkerung. So ist der politische Wille auf die Akzeptanz der \u00d6ffentlichkeit angewiesen.Insbesondere die Medienwelt tr\u00e4gt einen wesentlichen Teil dazu bei, die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber aktuelle Entwicklungen rund um Klimaschutz, Klimapolitik und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren. Durch die Kontinuit\u00e4t der Berichterstattung ist es ihr gelungen, breite Bev\u00f6lkerungsschichtenf\u00fcr das Thema zu sensibilisieren und ein Problembewusstsein f\u00fcr m\u00f6gliche Folgen zu schaffen. Der Klimawandel ist ein globales Problem, das aufgrund der ko-evolution\u00e4ren Beziehung von Natur und Gesellschaft zu weitreichenden Ver\u00e4nderungen der sozialen Strukturen f\u00fchren wird. Die weltweit beobachtbaren, klimabedingten Ver\u00e4nderungsprozesse unterliegen fortw\u00e4hrend der medialen Aufarbeitung. Fraglich ist jedoch, inwiefern die Bev\u00f6lkerung durch die Berichterstattung auf die Ver\u00e4nderung ihrer eigenen Lebenswelt vorbereitet wird.In Deutschland gibt es zahlreiche Regionen, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise von den Ver\u00e4nderungsprozessen betroffen sind oder betroffen sein werden. Das Umweltbundesamt hat die Bundesrepublik anhand typischer  klimaspezifischer Parameter in 11 verschiedene Naturr\u00e4ume gegliedert.F\u00fcr diese Teilgebiete lassen sich bereits jetzt erste durch den Klimawandel hervorgerufene Ver\u00e4nderungen feststellen. H\u00e4ufiger auftretende D\u00fcrreperioden, Starkniederschl\u00e4ge und orkanartige Windereignisse haben nicht nur volkswirtschaftliche Kosten in Milliardenh\u00f6he verursacht sondern auch zahlreiche Todesopfer gefordert.Von den Naturwissenschaften ausgehend, die sich als erste auf die Gef\u00e4hrdung aufmerksam gemacht haben, ist aus dem Ph\u00e4nomen Klimawandel eine als gesellschaftspolitisch wahrgenommene Herausforderung geworden. Klima, Klimaschutz und Klimafolgen werden zunehmend in soziale und kulturelle Kontexte eingebettet. Eine entsprechende Reaktion der Medien war eine logische Folge deraktuellen Diskussion. Die soziale Komponente des \u00f6ffentlichen Diskurses wird vor allem getragen vom Verst\u00e4ndnis, dass die Vulnerabilit\u00e4t der \u00d6kosysteme auch Auswirkungen auf die Lebensgrundlagen der menschlichen Gesellschaft hat. Mittlerweile besteht ein breiter Konsens dar\u00fcber, dass f\u00fcr einenangemessen und effektiven Umweltschutz eine Sensibilisierung der Bev\u00f6lkerung notwendig ist. Die Medien, denen seitens der \u00d6ffentlichkeit gro\u00dfes Vertrauen entgegengebracht wird, \u00fcbernehmen dabei eine tragende Rolle. Nicht zuletzt aufgrund der intensiven und kontinuierlichen Berichterstattung der vergangenen Jahre ist es zu erkl\u00e4ren, dass der Klimawandel heute als eines der dringendstenUmweltprobleme wahrgenommen wird. Im Verlauf der Berichterstattung hat das Themenspektrum dabei eine enorme Erweiterung erfahren. Zwar berichten die Medien in erster Linie weiterhin \u00fcber die globalen Dimensionen der Problematik, immer wieder aber stehen mittlerweile auch Aspekte aus dem allt\u00e4glichen Leben im Fokus, die von den Medien in regionale und lokale Kontexte eingeordnet werden. Aktuelle Studien verweisen dabei auf den gro\u00dfen Zusammenhang von Medien und individueller Wahrnehmung. Dem Dissertationsvorhaben liegt die Annahme zugrunde, dass Wahrnehmung und Bewusstseinsbildung gleicherma\u00dfen Voraussetzung f\u00fcr die Herausbildung von Handlungsintentionen der entsprechendenBev\u00f6lkerungsgruppen sind.Ziel des Forschungsvorhabens ist es daher herauszufinden, wie sich das Verh\u00e4ltnis von medienvermittelter Information und dem Wissen von gef\u00e4hrdeten Bev\u00f6lkerungsgruppen gestaltet. Welchen Einfluss die Medien auf das klimabezogene Umweltbewusstsein haben und welche weiteren Informationskan\u00e4le und Variablen bei der Ver\u00e4nderung des individuellen Wissensvorrates eine Rolle spielen. Die auf der Mikroebene gewonnenen Ergebnisse sollen dabei helfen, Wirkungsprozesse und Effektph\u00e4nomene auf gesamtgesellschaftlicher Ebene zu bestimmen bzw. nachzuvollziehen, um auf dieser Grundlage den gesellschaftlichen Resonanzboden f\u00fcr eine nachhaltige Klimaschutzbildung durch entsprechende Kommunikationsstrategien zu nutzen und auszubauen. Die Ergebnisse sollen weiterhin dazu beitragen, eine aktualisierte Diskussion \u00fcber die gesellschaftliche Bedeutung der medialisierten Aufarbeitung des Klimawandels zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klimawandel und Lebenswirklichkeit. Der weltweite anthropogen verursachte Klimawandel ist eine der gr\u00f6\u00dften gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart. Die Gewissheit \u00fcber die sich erw\u00e4rmende Atmosph\u00e4re und die daraus entstehenden Folgen hat zahlreiche politische Debatten \u00fcber m\u00f6gliche Gegenma\u00dfnahmen ausgel\u00f6st. Aus den naturwissenschaftlichen Fakten wurden konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet \u0096 die Leitgedanken des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit pr\u00e4gen zahlreiche Felder [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-52788","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20010\/108","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Schaper","dbu_stipendiaten_vorname":"Ulrich","dbu_stipendiaten_titel":"Dr.","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2010-12-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2013-05-31 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Westf\u00e4lische Wilhelms-Universit\u00e4t M\u00fcnster<br>Institut f\u00fcr Kommunikationswissenschaft","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Armin Scholl","dbu_stipendiaten_email_dienst":"uli.schaper@web.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52788","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52788\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58800,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52788\/revisions\/58800"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52788"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52788"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52788"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}