{"id":52770,"date":"2026-01-27T10:48:33","date_gmt":"2026-01-27T09:48:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20011-126\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:33","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:33","slug":"20011-126","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20011-126\/","title":{"rendered":"Identifizierung von bakteriellen Styroloxid-Isomerasen und Untersuchung ihrer Nutzbarkeit zur umweltschonenden Synthese von Phenylacetaldehyd"},"content":{"rendered":"<p>Identifizierung von bakteriellen Styroloxid-Isomerasen<\/p>\n<p>Der Bedarf an verschiedensten Aldehyden ist in den vergangenen Jahren rapide gestiegen, weswegen die zugrunde liegenden Synthesen f\u00fcr die Umwelt eine immer gr\u00f6\u00dfere Relevanz aufweisen. F\u00fcr die Feinchemikalie Phenylacetaldehyd existieren zahlreiche chemische und teils auch biochemische Synthesemethoden, welche allerdings aus \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Sicht meist wenig attraktiv sind. Phenylacetaldehyd als Vertreter der aromatischen Aldehyde spielt vor allem f\u00fcr die Parf\u00fcm- und Lebensmittelindustrie als Geruchsstoff und Ausgangsstoff f\u00fcr Aromen sowie synthetische S\u00fc\u00dfstoffe eine wichtige Rolle. Auch zur Herstellung von pharmazeutischen Pr\u00e4paraten findet dieser aromatische Aldehyd Anwendung. Der Einsatz von Styroloxid-Isomerasen erlaubt die hochselektive Synthese von Phenylacetaldehyd und verwandten Verbindungen ausgehend von preisg\u00fcnstigen Epoxiden. Hinzu kommt die hohe Aktivit\u00e4t, Stabilit\u00e4t und die gute Lagerungsf\u00e4higkeit der Styroloxid-Isomerasen sowie die M\u00f6glichkeit, Phenylacetaldehyd biotechnologisch ohne Ganzellumsatz oder Zusatz von Cofaktoren herstellen zu k\u00f6nnen. Der Einsatz von Styroloxid-Isomerasen in der Aldehydsynthese vermag die teils erheblichen \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Nachteile bisheriger Syntheseverfahren zu umgehen und bietet die M\u00f6glichkeit, Produkte h\u00f6chster Reinheit zu gewinnen (>99%). Bisher wurden nur wenige Styroloxid-Isomerasen charakterisiert, wobei sich nach ersten Untersuchungen unserer Arbeitsgruppe vor allem die Styroloxid-Isomerase aus dem Aktinobakterium Rhodococcus opacus 1CP bew\u00e4hrt hat. Eine Zielstellung im Rahmen des Projektes ist daher die Etablierung und Optimierung eines biotechnologischen Prozesses, mit dessen Hilfe unter Einsatz einer Styroloxid-Isomerase m\u00f6glichst hohe Konzentrationen reinen Phenylacetaldehyds aus racemischen Styroloxid gewonnen werden k\u00f6nnen. Die etablierte Methodik soll mit aktuellen chemischen und bereits bestehenden biochemischen Ums\u00e4tzen verglichen und eine Bewertung nach \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Fragestellungen durchgef\u00fchrt werden.Die zweite Zielstellung der Arbeit liegt in der Ausarbeitung einer Methodik, m\u00f6glichst gro\u00dfe Mengen der Styroloxid-Isomerase entweder aus Stamm 1CP oder aber einem anderen noch anzureichernden Isolat zu erhalten. Zur Erweiterung der Anwendung des Zielenzyms in der Biotechnologie soll in einer 3. Zielstellung die Substratspezifit\u00e4t untersucht und die Synthese weiterer industriell relevanter Verbindungen neben Phenylacetaldehyd \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Identifizierung von bakteriellen Styroloxid-Isomerasen Der Bedarf an verschiedensten Aldehyden ist in den vergangenen Jahren rapide gestiegen, weswegen die zugrunde liegenden Synthesen f\u00fcr die Umwelt eine immer gr\u00f6\u00dfere Relevanz aufweisen. F\u00fcr die Feinchemikalie Phenylacetaldehyd existieren zahlreiche chemische und teils auch biochemische Synthesemethoden, welche allerdings aus \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Sicht meist wenig attraktiv sind. Phenylacetaldehyd als Vertreter [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-52770","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20011\/126","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Oelschl\u00e4gel","dbu_stipendiaten_vorname":"Michel","dbu_stipendiaten_titel":"Dr.","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2011-08-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2014-07-31 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Technische Universit\u00e4t Bergakademie Freiberg<br>Institut f\u00fcr Biowissenschaften<br>AG Umweltmikrobiologie","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Michael Schl\u00f6mann","dbu_stipendiaten_email_dienst":"oelschla@mailserver.tu-freiberg.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52770","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52770\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58782,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52770\/revisions\/58782"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52770"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52770"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52770"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}