{"id":52765,"date":"2026-01-27T10:48:33","date_gmt":"2026-01-27T09:48:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20011-131\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:33","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:33","slug":"20011-131","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20011-131\/","title":{"rendered":"Naturschutzgenetische Untersuchungen der Gelbbauchunke (Bombina variegata) Phylogeographie und Populationsstruktur in Deutschland. Folgerungen f\u00fcr den Naturschutz"},"content":{"rendered":"<p>Naturschutzgenetische Untersuchungen  der Gelbbauchunke (Bombina variegata)Amphibien geh\u00f6ren weltweit zu den am st\u00e4rksten gef\u00e4hrdeten Arten. Jede dritte Amphibienart wird in der Roten Liste der IUCN als gef\u00e4hrdet oder vom Aussterben bedroht gef\u00fchrt. Eine der betroffenen Arten ist die nur in Europa vorkommende Gelbbauchunke (Bombina variegata L. 1758), deren Best\u00e4nde in Deutschland als \u0084stark gef\u00e4hrdet\u0093 und in einigen Bundesl\u00e4ndern als \u0084vom Aussterben bedroht\u0093 gelten. In Mitteleuropa hat die Anzahl an Populationen seit der vorletzten Jahrhundertwende besonders am n\u00f6rdlichen Arealrand durch die Zerst\u00f6rung ihrer nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume, der Auen entlang von B\u00e4chen und Fl\u00fcssen, rapide abgenommen. Heute findet man die Art vorwiegend in Sekund\u00e4rhabitaten wie Kiesgruben, Steinbr\u00fcchen oder milit\u00e4rischen \u00dcbungspl\u00e4tzen. Durch Fragmentierung der Habitate sind die Restbest\u00e4nde jedoch meist stark voneinander isoliert, so dass der genetische Austausch eingeschr\u00e4nkt und somit die \u00dcberlebensf\u00e4higkeit der Populationen weiter gef\u00e4hrdet ist. Geeignete Ma\u00dfnahmen zum Erhalt der Restbest\u00e4nde sind neben dem Anlegen neuer Gew\u00e4sser und Schutz und Pflege der Biotope vor allem die Vernetzung der Areale und in Ausnahmef\u00e4llen die Ex-situ-Aufzucht oder das Aussetzen nachgez\u00fcchteter Tiere. Ziel dieser Arbeit ist es die genetische Struktur von Populationen der Gelbbauchunke in ihrem n\u00f6rdlichen Verbreitungsgebiet zu untersuchen. Aus den gewonnen Daten sollen konkrete Hinweise f\u00fcr den Artenschutz erarbeitet werden: z.B. k\u00f6nnen genetisch stark isolierte Populationen identifiziert werden. Informationen zum Gef\u00e4hrdungspotential von Populationen sind f\u00fcr den Naturschutz sehr wichtig um Priorit\u00e4ten f\u00fcr Management und Schutzma\u00dfnahmen setzen und die Wirksamkeit bestimmter Ma\u00dfnahmen absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen.Neben den genetischen Untersuchungen der lokalen Populationen ist geplant die Phylogeographie der Gelbbauchunke in Deutschland zu untersuchen. Solch  \u00fcberregionale Analysen liefern Hinweise auf historische Verbreitungswege, unterschiedliche genetische Linien und m\u00f6gliche Kontaktzonen dieser Linien. Verschiedene genetische Linien m\u00fcssen bekannt sein, um effektiv Artenschutz betreiben und die genetische Diversit\u00e4t der Art erhalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Naturschutzgenetische Untersuchungen der Gelbbauchunke (Bombina variegata)Amphibien geh\u00f6ren weltweit zu den am st\u00e4rksten gef\u00e4hrdeten Arten. Jede dritte Amphibienart wird in der Roten Liste der IUCN als gef\u00e4hrdet oder vom Aussterben bedroht gef\u00fchrt. 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