{"id":52759,"date":"2026-02-11T10:48:49","date_gmt":"2026-02-11T09:48:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20011-137\/"},"modified":"2026-02-11T10:48:49","modified_gmt":"2026-02-11T09:48:49","slug":"20011-137","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20011-137\/","title":{"rendered":"Wirtschaftliche Entscheidungsprozesse aus institutionen\u00f6konomischer Sicht. Das Beispiel der diffusen Wasserverschmutzung des Taihu Sees in der Volksrepublik China"},"content":{"rendered":"<p>Diffuse Wasserverschmutzung<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die voranschreitende Eutrophierung von Oberfl\u00e4chengew\u00e4ssern ist eine der gr\u00f6\u00dften Hindernisse einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung in der Volksrepublik China. Eutrophierung, die durch die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Ansammlung von N\u00e4hrstoffen wie Stickstoff und Phosphor ausgel\u00f6st wird, f\u00fchrt zur erh\u00f6hten Produktion von Phytoplankton und anderen Mikroorganismen und somit zur Verschlechterung der Wasserqualit\u00e4t (Sauerstoffmangel). Die vorliegende Dissertation widmet sich dem Tai-See im mittleren Osten Chinas, der in den letzten Jahren aufgrund seiner extrem hohen Verschmutzung traurige Ber\u00fchmtheit erlangt hat. Es wird davon ausgegangen, dass der besonders hohe Eintrag von N\u00e4hrstoffen auf diffuser landwirtschaftlicher Verschmutzung mit Kunstd\u00fcnger als Hauptstickstoffquelle beruht.<br \/>Die vorhandene Literatur zu dieser Region konzentriert sich in einer sehr technisch-naturwissenschaftlichen Herangehensweise vorwiegend auf die Folgen der Wasserverschmutzung. Es besteht eine L\u00fccke zwischen technischen L\u00f6sungsvorschl\u00e4gen und dem Verst\u00e4ndnis des Verhaltens einzelner Bauern, das zu solch einem extremen Ph\u00e4nomen f\u00fchrt. Das Ziel der Dissertation ist es, das Verst\u00e4ndnis und die Konzeptualisierung menschlichen Handelns anhand eines empirischen Beispiels zu verbessern und zu erweitern.<br \/>Bei mehreren Forschungsaufenthalten vor Ort wurden Kleinbauern zu ihrer landwirtschaftlichen Praxis und ihrem Sozial- und Entscheidungsverhalten befragt. Die gewonnenen quantitativen und qualitativen Daten werden auf der Basis von Erkenntnissen der klassischen Produktionslehre sowie Theorien der Institutionellen Ressourcen\u00f6konomie analysiert. Eine weiterentwickelte Konzeptualisierung menschlichen Verhaltens, verankert in verschiedenen Theorien der Klassischen Institutionenlehre, dient hierbei als Grundlage. <br \/>Die quantitative Analyse zeigt, dass die Bauern im Einzugsgebiet des Tai-Sees ihre Felder in besonders hohem Ma\u00dfe \u00fcberd\u00fcngen. Die weitere Analyse der qualitativen Daten erlaubt die Schlussfolgerung, dass vor allem vier in besonderer Weise ausgepr\u00e4gte Elemente menschlichen Handelns Gr\u00fcnde f\u00fcr das auff\u00e4llige Verhalten darstellen: habitualisiertes Verhalten, modulare Rationalit\u00e4ten mit unterschiedlichen Zielfoki, verschiedene normative Interpretationen des eigenen Handelns und die Dominanz bestimmter psychologischer Bed\u00fcrfnisse.<br \/>Die Analyse des Verhaltens der Landwirte im Zusammenhang mit der Eutrophierung des Tai-Sees erweitert das Verst\u00e4ndnis der Wechselwirkungen menschlicher Akteure und ihrer Umwelt. Die hier erarbeitete Konzeptualisierung menschlichen Verhaltens leistet einen wertvollen Beitrag zum aktuellen Diskurs \u00fcber die Herausforderungen modernen Umweltschutzes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diffuse Wasserverschmutzung Die voranschreitende Eutrophierung von Oberfl\u00e4chengew\u00e4ssern ist eine der gr\u00f6\u00dften Hindernisse einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung in der Volksrepublik China. Eutrophierung, die durch die \u00fcberm\u00e4\u00dfige Ansammlung von N\u00e4hrstoffen wie Stickstoff und Phosphor ausgel\u00f6st wird, f\u00fchrt zur erh\u00f6hten Produktion von Phytoplankton und anderen Mikroorganismen und somit zur Verschlechterung der Wasserqualit\u00e4t (Sauerstoffmangel). Die vorliegende Dissertation widmet sich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-52759","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20011\/137","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Berger","dbu_stipendiaten_vorname":"Lars","dbu_stipendiaten_titel":"Dr.","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2011-10-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2014-12-31 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin<br>Fachgebiet Ressourcen\u00f6konomie","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Dr. h.c. Konrad Hagedorn","dbu_stipendiaten_email_dienst":"lars-berger@web.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52759","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52759\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58771,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52759\/revisions\/58771"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52759"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52759"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52759"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}