{"id":52755,"date":"2026-01-27T10:48:30","date_gmt":"2026-01-27T09:48:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20011-141\/"},"modified":"2026-01-27T10:48:32","modified_gmt":"2026-01-27T09:48:32","slug":"20011-141","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20011-141\/","title":{"rendered":"Der gute \u00f6kologische Zustand von Flie\u00dfgew\u00e4ssern &#8211; ein  planbares oder zuf\u00e4lliges Ergebnis wasserwirtschaftlicher Ma\u00dfnahmenprogramme? Untersuchungen am Beispiel der Qualit\u00e4tskomponente Fischfauna in der unteren Eder (Hessen)"},"content":{"rendered":"<p>Der &#8220;gute \u00f6kologische Zustand&#8221; von Flie\u00dfgew\u00e4ssern &#8211; ein planbares oder zuf\u00e4lliges ErgebnisIn Deutschland erreichen von rund 9.000 Wasserk\u00f6rpern derzeit lediglich etwa 10 % der Oberfl\u00e4chenwasser den \u0084sehr guten\u0093 bzw. \u0084guten \u00f6kologischen Zustand\u0093 nach EG-Wasserrahmenrichtlinie, rund 88 % hingegen den \u0084guten chemischen Zustand\u0093. WennFlie\u00dfgew\u00e4sser in Deutschland den \u0084guten \u00f6kologischen Zustand\u0093 verfehlen, liegt das nach meist an einer tiefgreifenden Ver\u00e4nderung der Hydromorphologie, an zu hohen N\u00e4hrstoffbelastungen und nur vereinzelt an Belastungen durch spezifische Schadstoffe. In der Praxis stellt sich die entscheidende Frage, wie die multiplen Stressoren und die komplexen Wechselwirkungen Ursachen bezogen interpretiert und daraus nachvollziehbare bzw. \u00f6kologisch wirksame Ma\u00dfnahmenkombinationen abgeleitet werden k\u00f6nnen.Am Beispiel der unteren Eder in Hessen (Flie\u00dfgew\u00e4ssertyp 9.2 &#8211; gro\u00dfer Fluss des Mittelgebirges) sollen (i) die grundlegende \u00f6kologische Zusammenh\u00e4nge und Wirkungskaskaden zwischen dem R\u00fcckgang der Leitfischart \u00c4sche, ausgew\u00e4hlten Begleitfischarten und den steuernden Faktoren Eutrophierung, Funktionsf\u00e4higkeit des hyporheischen Interstitials, Wasserqualit\u00e4t und Hydromorphologie untersucht, (ii) Wechselbeziehungen und R\u00fcckkopplungen zwischen Belastungsfaktoren und \u00f6kologischen Funktionen quantifziert und (iii) daraus \u00fcbertragbare Priorit\u00e4ts- und Wirksamkeitskriterien von Ma\u00dfnahmen abgeleitet werden. Hierzu soll eine Messkampagne in einem ausgew\u00e4hlten Abschnitt der Eder aufgestellt werden, das besonders geeigneteUnterschungsbedingungen bietet. Hinsichtlich der Gew\u00e4sserstruktur wird die Eder \u00fcberwiegend als \u0084deutlich ver\u00e4ndert\u0093 bis \u0084sehr stark ver\u00e4ndert\u0093 klassifiziert und weist damit hohe hydromorphologische Defizite auf. Der \u00f6kologische Zustand ist als \u0084unbefriedigend\u0093 eingestuft worden. Dies ist in erster Linie auf den defizit\u00e4ren Zustand der Fischfauna zur\u00fcckzuf\u00fchren. Das Ma\u00dfnahmenprogramm sieht umfangreiche strukturelle Aufwertungen vor. An mehreren Gew\u00e4sserabschnitten werden Gew\u00e4sserbett und Uferbereiche strukturell aufgewertet und Auengew\u00e4sser reaktiviert. Ein erheblicher Teil der Ma\u00dfnahmen wird Ende 2011 umgesetzt.  Wesentliche Elemente der Messkampagne sind (a) eine detaillierte Bestandsanalyse der wasserchemischen und physikalischen Verh\u00e4ltnisse im Gew\u00e4sser und im hyporheischen Interstitial, (b) umfangreiche fisch\u00f6kologische Erhebungen zur Interstitial- und Jungfischentwicklung, Bestandsdichte, Aufbau des gesamten Fischbestands sowie die Ber\u00fccksichtigung von R\u00e4uber-Beute-Beziehungen und (c) eine detaillierte Erfolgskontrolle Renaturierungsma\u00dfnahmen im Hinblick auf deren Eignung als Laich und Aufwuchshabitat f\u00fcr kieslaichende Fischarten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der &#8220;gute \u00f6kologische Zustand&#8221; von Flie\u00dfgew\u00e4ssern &#8211; ein planbares oder zuf\u00e4lliges ErgebnisIn Deutschland erreichen von rund 9.000 Wasserk\u00f6rpern derzeit lediglich etwa 10 % der Oberfl\u00e4chenwasser den \u0084sehr guten\u0093 bzw. \u0084guten \u00f6kologischen Zustand\u0093 nach EG-Wasserrahmenrichtlinie, rund 88 % hingegen den \u0084guten chemischen Zustand\u0093. WennFlie\u00dfgew\u00e4sser in Deutschland den \u0084guten \u00f6kologischen Zustand\u0093 verfehlen, liegt das nach meist an [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-52755","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20011\/141","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Eligehausen","dbu_stipendiaten_vorname":"Jens","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2011-08-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2014-07-31 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Umweltforschung GmbH - UFZ Department Aquatische \u00d6kosystemanalyse und Management","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Dietrich Borchardt","dbu_stipendiaten_email_dienst":"jens.eligehausen@ufz.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52755","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52755\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58767,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52755\/revisions\/58767"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52755"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52755"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52755"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}